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Oh Lord, do remember me: Zum Tode von Jane Russell (1921-2011)

Jane RussellEigentlich hatte sie ja Designerin werden wollen, die junge Ernestine Jane Geraldine Russell. Etwas ganz neues erfinden, die Menschen damit begeistern und dann mit dieser Kreation Unmengen von Kohle verdienen, das wäre doch was. Doch ihre Mutter stand dem skeptisch gegenüber, war aber dankbar, dass Jane musikalisch war und steckte sie erst einmal in den Klavierunterricht. Der obligatorischen Teilnahme an Schultheateraufführungen folgte dann auch ein ernstzunehmender Schauspielkurs nach Max Reinhardt und Unterricht bei der russischen Schauspielerin Marija Uspenskaja (DODSWORTH, THE RAINS CAME).

Mit ihrem dichten dunklen Haar, den herrlich langen Beinen und einer beachtlichen Oberweite stand Russel gerne Fotografen Modell. Es waren aber dann die unverwechselbare Linie ihres Kinns sowie die samtig-dunkle Stimme, welche die hübsche Frau im Wust von Hollywoodschönheiten unverwechselbar machen sollte.

Bob Hope (SEIN ENGEL MIT DEN ZWEI PISTOLEN), mit dem sie übrigens eine herzliche Freundschaft verband, nannte sie gerne „the two and only Miss Jane Russell“. Von diesen „two“ inspiriert, absolvierte Russel in den 1970ern gemeinsam mit Lana Turner und Rita Hayworth eine Reihe von TV-Werbespots für Playtex und deren BH-Collection „Cross your heart“ mit dem hübschen Slogan „For us full-figured gals!“.

Jane RussellIn ihrer Autobiografie MY PATH AND MY DETOURS (1985) schreibt Russell herzerfrischend uneitel auch darüber, wie sie „entdeckt“ wurde, dass sie als Rezeptionistin jobbte und ein Agent ihre Fotos an den damals schon legendären Howard Hughes weitergab, der sie wiederum zu einem Test-Screening einlud. Zu der Zeit waren solche Screenings in den Studios an der Tagesordnung und eigentlich nicht weiter ernst zu nehmen. Auch an Russell war das Interesse erst einmal nur mit der beeindruckenden Figur begründet. Doch Howard Hawks steckte glücklicherweise mitten im Casting zu seinem Western GEÄCHTET (1943) und war so begeistert von ihr, dass er sich vor allem umfassende Gedanken zu Russell’s Oberweite machte, und wie man diese in kleinen engen Baumwollleibchen überhaupt bändigen könnte. Dann steckte er sie ins Heu…und der Rest ist, auch dank des morbiden Charmes und der aufreizenden Handfestigkeit des Films, heutzutage Filmgeschichte.

Jane RussellWohl mit der bekannteste Film aber wird BLONDINEN BEVORZUGT (1953) bleiben. Wieder unter der Regie von Hawks, und diesmal in wildestem Technicolor, macht sich Russell mit Marilyn Monroe auf die Jagd nach reichen Männern, singt, tanzt und zwinkert, dass sich die Balken biegen und bekommt es irgendwie hin, dass sie nicht zum gejagten Betthäschen wird, sondern vielmehr die Herren verwirrt das Weite suchen (oder auch ihre Nähe, je nach Begierde, Nervosität und sexueller Orientierung). „Is there anyone here for love?“ singt Russell während sich um sie herum eine athletische männliche Nationalmannschaft in kurzen Höschen räkelt. Dass der Film dann überhaupt keine Ähnlichkeit mehr mit den beiden von Anita Loos verfassten Tagebuch-Romanen hatte, bedauerte Russell trotz des Erfolges an den Kinokassen. Als überzeugte Christin schleppte Russell denn auch einmal die Monroe zu einem katholischen Gottesdienst, diese konnte dem ganzen Theater aber nicht allzu viel abgewinnen.

Aber irgendwie konnte Russell immer über sexistischen Schubladisierungen stehen und auf der Leinwand auch immer das verkörpern, was sie selbst als echte Weiblichkeit verstand: dass Mann und Frau eh gleich seien und weder den Männern noch den Frauen irgendwelche Stricke zu drehen seien, nur wegen ihres Geschlechts. Gegen die sogenannten Vorteile wehrte sie sich ebenfalls. In DAS SATANSWEIB (1951) hat sie mit Robert Jane RussellMitchum einen starken und ebenso trinkfesten Partner an ihrer Seite. Ebenso in DREI RIVALEN (1955) zusammen mit Clark Gable. 1954 hatte Russell mit ihrem damaligen Ehemann, dem amerikanischen Footballplayer Bob Waterfield, ihre eigene Produktionsfirma gegründet, um die Drehbücher verfilmen zu können, die sie auch tatsächlich interessierten.

Der Alkohol sollte Russell bis an ihr Lebensende nicht loslassen. Gemutmaßt wurde bisher, dass eine verpfuschte Abtreibung in ihren Teenagerjahren daran nicht ganz unschuldig sein soll. Zumindest konnte sie keine eigenen Kinder bekommen, adoptierte drei Kinder und setzte sich für ein fundierteres amerikanisches Adoptionsrecht ein. Der von ihr im Jahr 1955 gegründete WAIF (World Adoption International Fund) existiert bis heute.

Russell starb in Santa Maria infolge einer Atemwegserkrankung.

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Autor:
Claudia Siefen


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