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Zug des Lebens: Blu-Ray-Kritik

Regie: Radu Mihaileanu
Darsteller: Lionel Abelanski, Rufus, Clément Harari u.a.
Frankreich, Belgien, Rumänien, Niederlande/1998, Start: 06.10.2011

1941. Der Krieg tobt durch Osteuropa und vorrückende deutsche Truppen bedrohen ein kleines jüdisches Dorf. Die Deportation scheint gewiss, als der Dorfverrückte Shlomo eine wahnwitzige Idee hat: Warum nicht einen Deportationszug vortäuschen, der das Dorf statt in die Gaskammern der Konzentrationslager über Russland nach Palästina in die Freiheit fährt?

Man hat sie noch sehr gut vor Augen, die Bilder eines frenetisch feiernden Roberto Benigni, als er für die Tragikomödie DAS LEBEN IST SCHÖN mit dem Oscar ausgezeichnet wurde und über die Stuhlreihen des Saals kletterte. Ein Film, der die Greueltaten des Zweiten Weltkriegs und Holocausts thematisierte und ihnen den Schrecken zu nehmen versuchte, ohne zu verharmlosen. Es schien ein Triumph in der Aufarbeitung des dunkelsten Kapitels der Menschheitsgeschichte zu sein.

Noch immer tun wir uns schwer damit zu verarbeiten, was in diesen Jahren geschah, und jeder filmische Versuch wird kritisch beäugt. Wird er dem Leid der unzähligen Opfer und Überlebenden gerecht? Trifft er den richtigen Ton? Hat er überhaupt eine Daseinsberechtigung, wenn er der Aufarbeitung nicht dienlich ist? Es sind Fragen wie diese, die jedem Film mit Weltkriegs- und Holocaust-Thematisierung entgegengebracht werden. Insbesondere, wenn es sich um Komödien handelt.

So muss sich auch Radu Mihaileanus ZUG DES LEBENS diese Fragen gefallen lassen, obwohl er noch vor Benignis oscar-prämiertem Werk entstand und die Überlegung aufwirft, wer von wem inspiriert wurde. (Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich der Exil-Rumäne und der Italiener kennen, Mihaileanus Benigni sogar eine tragende Rolle in seinem Film angeboten hatte.)

Mutig und gleichermaßen brilliant sind die Ideen der beiden Filmemacher ohne Frage. Nur ist ZUG DES LEBENS bei aller versuchten Tragikomik nicht so leicht- wie kunstfertig mit dem Schrecken spielend, wie DAS LEBEN IST SCHÖN es schaffte. Der Holocaust ist ein Motiv, wird aber nicht ausreichend behandelt, da dieser mit jeder Sekunde, die der inszenierte Deportationszug rollt, weiter in den Hintergrund zu rücken scheint.

Die unzähligen Publikumspreise, die ZUG DES LEBENS auf den Filmfestivals von Sundance über Miami bis Sao Paulo erhielt, sind allesamt gerechtfertigt, aber auch der Tatsache geschuldet, dass man eine mutige Idee belohnen mochte. Die eigentliche Umsetzung dieser vor Potential strotzenden Scharade sollte in der Betrachtung aber nicht außen vor bleiben. Zu ratlos wirken Darsteller wie Drehbuch zuweilen, wenn sie sich subtil humorig zeigen wollen, dabei aber mehr als einmal in den Klamauk abdriften, wenn sie sich über die Nazis lustig machen.

Ja, man lacht mehr als einmal über den obskuren jiddischen Witz, aber es fehlt die Angst vor den todbringenden Häschern, die den Zug jede Sekunde in seine eigentliche Richtung lenken können, sobald die Inszenierung auffliegt. Einzig die letzten Szenen vermögen dem Film einen nachwirkenden Eindruck mit auf den Weg zu geben, um daran zu erinnern, was Hoffnung und Glaube mitunter erreichen können. Auch, wenn es dabei nur bei der Wunschvorstellung bleibt.

ZUG DES LEBNS hat über weite Strecken etwas Märchenhaftes, da er den Krieg so fern darstellt, von wagemutigen Ideen und kühnen Taten zeugt. Aber gerade das ist auch seine große Schwäche, da eine wunderbare Idee nicht in ihrer Gänze ausgespielt wird.

Die Blu-Ray: (bei Amazon bestellen)
Keine Features.




Eine Antwort zu “Zug des Lebens: Blu-Ray-Kritik”

  1. Sylvio sagt:

    Den will ich jetzt sehen.

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Autor:
Daniel Rehn
Popcorn. Gezuckert. Nicht gerührt.



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