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Wir sind die Millers – BD-Kritik

WirsinddiemillersCoverR: Rawson Marshall Thurber
D: Jason Sudeikis, Jennifer Aniston, Ed Helms
USA/2013; Start: 30.12.2013

Ein sympathischer Drogendealer möchte mit einer falschen normalen Familie eine größere Drogenladung in Mexiko abholen.

Einfach mal eine Runde Cannabis Samen anpflanzen und gedeien lassen, dann könnte man Filme wie WIR SIND DIE MILLERS sowohl ertragen als auch überflüssig machen. „High concept“ mit Drogen und einem R-Rating, das schreit ja quasi nach mexikanischen Drogenbossen und Frontalaufnahmen dick geschwollener Eier. Eine amerikanische Mainstreamkomödie auf der Suche nach ihrem Publikum, vulgäre Hysterie gepaart mit inhaltlichem Schwachsinn und einer Schmalzstullen-Botschaft. Auch wenn ihr bockige Misfits seid, die wahre Erfüllung des Lebens kann nur im Schoß einer (falschen) Familie liegen.

WIR SIND DIE MILLERS schlägt in die gleiche Kerbe wie zum Beispiel TAFFE MÄDELS oder VOLL ABGEZOCKT. Wir sind „raunchy“, aber nur so sehr, wie es die Farrellys in den neunziger Jahren erfolgreich ausgetestet haben. Auf der einen Seite wird „Tampon“ falsch ausgesprochen und eine Tarantel darf jungfräuliche Eier aufblasen, auf der anderen Seite ziehen die Mädels in einem Stripclub nicht blank und Jennifer Aniston, ganz sicher der Grund für den Bekleidungszwang, muss vor einem mexikanischen Drogenboss „arbeiten“ – eine gnadenlos peinliche Szene, in der Aniston sich a) selbst parodiert und b) selbst ausbeutet.

Wirsinddiemillers2Apropos peinlich: Die Sequenz mit dem Swingerpaar, ein wirklich ausgesucht schönes Beispiel dafür, was moderne amerikanische Komödien leisten können. Multiplex-Mainstream fühlt sich genauso dämlich an wie er leider ist, und wenn man WIR SIND DIE MILLERS mal ganz vorsichtig mit den Abenteuern der Griswolds vergleicht, wird die Entwicklung hin zum Zeigefreudigen, hin zum Ausreizen jedes Gags, hin zum dauerhaften Schmunzeln (statt gut getimeten Brüllern) mehr als deutlich. Die Szene mit der Tarantel wäre eigentlich ein Sprungbrett für einen cleveren Spannungsaufbau…oder halt einen breitarschigen Bauchplatscher mit roten Fleischballons.

Unterhaltsam ist WIR SIND DIE MILLERS, das soll gar nicht abgestritten werden, aber das, was in der Prämisse eigentlich steckt, wird höchstens mal kurz gestreichelt. Regisseur Rawson Marshall Thurber (geiler Name…), der mit DODGEBALL wesentlich gezielter als hier den L-Punkt massierte, begnügt sich mit Wischiwaschi-Lachern und einem „Paket“, das sich auch dank mieser Stereotypen und billiger Popkultur-Abkürzungen immer wieder selbst in die Eier beisst. Ein Film wie geschaffen für den nächsten Langstreckenflug, Mario-Barthige-Konsensunterhaltung zwischen flott plätschernd, doof und enorm hektisch. Das was gigantische CGI-Weltraumschlachten für das Provokationspotential klassischer Science Fiction bedeuten, ist das „high concept“ R-Rating für die „al dente“-Festigkeit amerikanischer Komödiennudeln.

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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