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Wer ist Hanna?: Kritik

Wer ist Hanna?Regie: Joe Wright
Darsteller: Saoirse Ronan, Cate Blanchett, Eric Bana, Tom Hollander
USA,GB,D/2011; Start: 26.5.2011

Irgendwo in einer verschneiten finnischen Landschaft lebt das junge Mädchen Hanna (Saoirse Ronan) mit ihrem Vater Erik (Eric Bana). Perfekt aufeinander abgestimmt, heizen sie ihre Waldhütte mit Holz und ernähren sich von erlegtem Wild, und wenn Erik seine Tochter nicht gerade in verschiedenen Sprachen unterrichtet, bildet er sie zur mörderischen Nahkämpferin aus. Eines Tages kommt der Moment, an dem Hanna wissen möchte, warum sie und ihr Vater so leben und was denn eigentlich mit ihrer Mutter geschehen sei. Darauf hatte der ehemalige CIA-Agent Erik sie und sich selbst lange vorbereitet. Auf einer unausweichlichen Mission quer durch Europa muss sich Hanna gegen die gefährliche Geheimdienstlerin Marissa (Cate Blanchett) und deren eigenwillige Killerbande zur Wehr setzen, während sie neue Erfahrungen in einer ihr vollkommen unbekannten Welt macht.

Es ist unmöglich, Joe Wrights WER IST HANNA? treffend zu beschreiben, geschweige denn ihn angemessen zu vermarkten. Die Trailer suggerieren irrsinnig einen herkömmlichen Actionthriller im Luc-Besson-Chic, die Poster suchen eine gewisse ästhetische Nähe zu Hit-Girl aus KICK-ASS. Dem Verleih kann man es nicht verübeln, er muss die amerikanisch-britisch-deutsche Koproduktion irgendwie über Mainstream-Wege an die Zuschauer bringen. Gleichwohl ihm genau das nicht gelingen wird, weil HANNA ein durch und durch europäischer Film ist, zudem mit aller Eigenart, und weil er unwillentlich Genre vorgibt, ohne jemals Genreerwartungen erfüllen zu können. Wenn überhaupt, ist Wrights vierte Regiearbeit ein archetypisches Kindermärchen, erzählt mit der Unerbittlichkeit des 21. Jahrhunderts.

Wer ist Hanna?

Hanna zieht aus, um die Welt zu entdecken. Sie verlässt die Märchenhütte im verschneiten Nirgendwo, um sich auf eine traumähnliche Reise voller Gefahren und Unwirtlichkeiten zu begeben. Ihr Kampf gegen skrupellose Agenten markiert einen entscheidenden Übergangsritus in ihrem Leben, und am Ende muss sie sich der bösen Hexe stellen, um zu einer Identität zu finden. Wright erzählt HANNA als Initiationsabenteuer eines Teenagers und als Geschichte der Zivilisation, vom anfänglichen Leben in steinzeitlichen Verhältnissen bis hin zur Plattenbausiedlung in Berlin. Zuletzt begegnet das Märchen seiner eigenen Illusion: In den vermoderten Überresten des Spreeparks im Plänterwald landet die böse Hexe im Wolfsmaul einer Wildwasserbahn!

Wer ist Hanna?

Dies ist einer der verrücktesten Schlussakte der jüngeren Filmgeschichte. HANNA ist von Beginn an konventionsloses Kino, das einen immer da hinführt, wo man es am Wenigsten erwartet. Er ist ein grenzenlos erfrischender Film, und endlich mal einer, der eine Originalgeschichte erzählt. Joe Wright, zwischen gepflegter Jane-Austen-Adaption und bekömmlichem Oscarmaterial bisher nur schwer als Autorentalent zu fassen, empfiehlt sich schlagartig als einer der aufregendsten europäischen Regisseure der Gegenwart. Sein visueller Stil ist der aktuell außergewöhnlichste im englischsprachigen Mainstream-Film, seine formale Experimentierfreude ein Hochgenuss für Freunde unprätentiöser Ultrakunst. Dass HANNA es vermutlich schwer haben wird ein Publikum zu finden, unterstreicht nur seine Einzigartigkeit. Laut Wright ist dieser Film immerhin von Ashbys BEING THERE, Herzogs KASPAR HAUSER und Spielbergs E.T. inspiriert – darauf muss man auch erst einmal kommen!



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Eine Antwort zu “Wer ist Hanna?: Kritik”

  1. Sylvio sagt:

    Mit Verlaub, was ist das denn? Ein bizarres Märchengebilde mit böser Hexe und langweiligem Mittelteil. Stilecht geht im Finale auch noch im Plänterwald bei mir um die Ecke die Post ab. Na wenn das nichts ist?! Geiler Anfang, noch geilerer Ausbruch, viel ödes Füllmaterial und klassische Fehlbestzungen zeichen den Film noch aus. Schon alleine der schwule Obermacker mit seiner komischen Nazisippe war so weit weg von „sinnvoll“, unpackbar!

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Autor:
Rajko Burchardt



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