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Von der bösen Art: DVD-Kritik

Regie: Mitchell Altieri und Phil Flores
Darsteller: Cory Knauf, Taylor Cole, Bret Roberts u.a.
USA/2010
Start: 06.10.2011 (DVD/BD)

Wenn Rocker feiern, dann richtig. Also nistet man sich zum 50. Geburtstag der Anführer-Mum in einer abgelegenen Farm ein und macht eine richtig große Sause. Diese findet allerdings ihr jähes Ende, als eine Biker-Freundin blutüberströmt in der Tür steht und wenig später wie besessen über die verbliebenen Gäste herfällt. Die auftauchende Rockabilly-Gang, die ein dunkles Ritual abhalten will und dafür eben jenes Mädchen braucht, entspannt die Situation nicht wirklich.

The Butcher Brothers. Unter diesem Namen kennt man die Regisseure Mitchell Altieri und Phil Flores, die mit geradlinigen Werken wie THE HAMILTONS und APRIL FOOL’S DAY bereits bewiesen haben, dass sie nicht vor gnadenlosen Gewaltakten zurückschrecken. Warum sollten sie in VON DER BÖSEN ART also anders verfahren, was den Aggressionfaktor betrifft?

Bereits die ersten Minuten zeigen, dass man sich lieber nicht mit Cody (Cory Knauf – THE HAMILTONS) und seinen Jungs anlegt. Typen so ziemlich alles aus dem Leib zu prügeln, was drin ist, ist die leichteste Übung der Truppe, die so gar nichts mit den üblichen „und jetzt murksen wir mal ein paar Collegekids ab“-Opfern eines Horrorfilms gemein hat. Man nimmt den Rocker-Darstellern ihre Rolle zwar nicht wirklich ab, da nicht nur ihre Kutten wie geleckt und sie zu geschniegelt sind, sondern auch ihr Gehabe um Drogen und Bikes null glaubhaft rüberkommt. Aber warum sollte das die Butcher Brothers stören, wenn man später eh keinen Wert mehr darauf legen muss? Trotzdem fühlt man sich doch ein klein wenig an STONE COLD erinnert, wie sie skrupellos alles alle machen, was sie anpisst. Aber leider geht der Film nicht weiter in diese Richtung.

Was Codys Bande an Glaubwürdigkeit abgeht, wird durch die plötzlich auftauchende Rockabilly-Crew locker wieder rausgeholt. Wie frisch aus den 1950ern importiert, stellen sie in ihrem Auftreten den krassen Gegensatz zu den Bikern dar. Nur in Sachen Brutalität und Faible für Gewalt stehen sie ihnen in nichts nach und warten mit ein paar fiesen Überraschungen auf. Überhaupt ist das Spiel von kollektiver Zusammengehörigkeit als konträres Element zweier Gruppierungen, die sich durch ihren Hang zum Exzess wieder einander annähern, sehr spannend anzusehen.

Die ach so weichen 1950er treffen auf engstem Raum auf die angeblich so harten 1970er/80er und mit einem Mal ist das Bild komplett verrückt … Das hat was und die Spannung sowie auch der gewaltsame Thrill knistern wieder ordentlich. Hier ist VON DER BÖSEN ART durch den Bruch der Konventionen herrlich anders.

Allerdings wirft man die interessanten Wendungen durch das Aufkeimen des Mystery-Elements nach etwa zwei Dritteln der Story in die Tonne. Denn im Gegensatz zu THE HAMILTONS und APRIL FOOL’S DAY schlingert VON DER BÖSEN ART mit dieser Anwandlung plötzlich wie ein Heavybike auf einer Eisfläche. Man schlägt Haken, die nur bedingt Sinn machen, versucht sich aber durch Splatter und Gore wieder auf Spur zu bringen. Das klappt nicht und führt THE VIOLENT KIND, wie der Film im Original heißt, zu einem absolut abstrusen und hanebüchenen Ende, das so plötzlich kommt, dass man sich fragt, was das eigentlich sollte.

VON DER BÖSEN ART hat einige sehr abwechslungsreiche, da unerwartete Momente, die dem Film ein gewisses Etwas verleihen. Aber es wird nie so recht klar, was das sein könnte und ob das überhaupt gewollt war. Eine andere, geradliniger eingeschlagene Richtung hätte den Butcher Brothers in diesem Fall zweifelsohne besser zu Gesicht gestanden. Allein die Psycho-Rockabillys sorgen für den zweiten Stern.

Die DVD und Blu-Ray: (bei Amazon bestellen)
Die Extras entsprechen dem, was man von einer Produktion der Butcher Brothers für gewöhnlich erwarten kann und darf: So finden sich der Trailer und Audiokommentare der Darsteller und wie auch der Regisseure selbst ebenso wieder wie ein paar kleine Features zum Film.




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Autor:
Daniel Rehn
Popcorn. Gezuckert. Nicht gerührt.



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