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Twenty Cigarettes: Kritik (Berlinale)

Regie: James Benning
Darsteller: Sompot Chidgasornpongse, Franesca Sloane, Tedi Gentry
USA/2010

Twenty CigarettesNach Zügen, Seen oder Industriegebieten beobachtet James Benning, Meister der einen Einstellung, nun Menschen. 20 Raucher, 20 Zigaretten, 20 Schnitte, vor statischer Kamera, die stets auf nah gestellt ist. Quer durch alle Bevölkerungsschichten hat der Regisseur seine Protagonisten ausgewählt, Frauen und Männer jeden Alters und jeder Hautfarbe. Eine Einstellung dauert in der Regel eine Zigarettenlänge, mal zwanzig kommt der Film damit auf ca. 90 Minuten Laufzeit. TWENTY CIGARETTES ist Reduktion auf hohem Niveau, aber leider ohne besondere Konsequenz. In der unglaublichen Ruhe der gefilmten Situationen – kein Off-Kommentar, keine Musik, nur das stille Brennen der Zigarettenglut und diffuse Hintergrundgeräusche sind zu hören – kann man sich schön verlieren, einmal ganz für sich sein und illustre Zusammenhänge darüber spinnen, was einem die Bilder geben oder nicht geben, in welcher Beziehung sie zueinander stehen und was sie einem so über das Rauchen, Menschen, Individualität oder filmische Einheiten erzählen.

Twenty CigarettesKonsequenz geht dem Film ab, weil Benning nicht auf Einmischungen verzichtet. TWENTY CIGARETTES ist sehr langweilig und sehr interessant, aber noch interessanter hätte er sein können, wenn sich die Personen (Probanden) freier vor der Kamera bewegen würden. Es gibt keine wirkliche Distanz und dadurch auch keinen wirklichen Beobachtungsraum. Einige Menschen rauchen angesichts der Kamera vor ihnen derart verunsichert und andere wiederum so kontrolliert, dass die Situationen zu Versuchen verkommen, in denen das Dokumentarische dem Inszenierten zu weichen droht. Das ist weder avantgardistisch noch experimentell, sondern nur halblauter Rock ’n‘ Roll. So spannend es sein kann, ein Ereignis minutenlang aus einer einzigen unbeweglichen Einstellung heraus zu ergründen: Der Blick sollte möglichst ungetrübt und unverfälscht, oder eben wiederum deutlich verfremdet und inszeniert sein. Sonst hält das Interesse gerade mal eine halbe Zigarettenschachtel lang.



Mit bestem Dank an From Beyond

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Autor:
Rajko Burchardt



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