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The Reef: BD-/DVD-Kritik

Regie: Andrew Traucki
Darsteller: Damian Walshe-Howling, Gyton Grantley, Adrienne Pickering, Zoe Naylor, Kieran Darcy-Smith
AUS/2010; Start: 4.2.2011

„Fünf Freunde und der Mörderhai“. Ein launiger Segeltörn geht tüchtig in die Binsen, als das Boot kentert und ein weißer Hai zum Brunch vorbeischwimmt. Und dann der Hai so „NOM NOM NOM“, und alle so „AAARRRGGGHHH..!!!“

„Basierend auf wahren Ereignissen“ – mittlerweile eine komplett bedeutungslose Phrase, die nahezu ausschließlich noch von talentlosen Amateuren in der Absicht bemüht wird, dem unbedarften Zuschauer mit der Suggestion von Relevanz zu ködern, um ihm dann komplett plot- und sinnbefreiten Quatsch unterzujubeln. Andrew Trauckis Nachfolger zu seinem Erstling BLACK WATER (der ebenfalls schon angeblich auf „wahren Ereignissen“ basierte), THE REEF, bildet da leider keine Ausnahme.


Waren es bei BLACK WATER drei Personen, die den Großteil der Laufzeit in einer Mangrove kauernd verbrachten, während im schlammigen Gewässer unter ihnen ein bösartiges Killerkrokodil lauerte, so schwimmen in THE REEF vier Personen über den Großteil der Laufzeit durchs offene Meer, wo ein bösartiger Killerhai lauert. Zumindest bemühtes Streben nach Originalität kann man Traucki also wahrlich nicht vorwerfen.

Nach einer lustlos hingerotzten Exposition, die mittels des Austauschs einiger Banalitäten und etwas flüchtigem Rumgeknutsche auf einer Insel pflichtschuldig aber erfolglos Sympathie für die vollkommen farblosen Protagonisten wecken möchte, kentert das Boot dann aus heiterem Himmel. „Maybe it was a whale“, offeriert das Drehbuch allen Ernstes als mögliche Erklärung. Der Skipper bleibt auf dem sinkenden Wrack zurück, während die beiden Pärchen beschließen, den Versuch zu unternehmen, zu der 20 Kilometer entfernten Insel zurückzuschwimmen. Nach einer Weile treffen die vier auf eine im Wasser treibende, verweste Schildkröte, die mehr Charisma als alle fünf Darsteller zusammen hat, und werden schließlich unter panischem Gehechel nacheinander von erwähntem Killerhai abgefrühstückt. Nur eine von ihnen wird statt der Insel das titelgebende Riff erreichen, von dem sie dann laut Einblendung (wahre Begebenheit!) „einen Tag später gerettet“ werden wird.

War schon BLACK WATER nicht viel mehr als fauler Budenzauber, der sich hauptsächlich durch ein paar pittoreske Archivaufnahmen der australischen Fauna und diverse Szenen von denkwürdig unfreiwilliger Komik hervortat, so ist THE REEF leider der ultimative filmische Flachköpper: Ein Spannungsbogen platt wie eine Flunder, keine Charakterentwicklung, und außer genau einer hübschen Einstellung, in der der Hai im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Blauen heraus erscheint (die dann auch prompt zehn Minuten später wiederholt wird), keinerlei visuelle Ideen. Das Drehbuch scheint hastig auf der Toilette zusammengekritzelt worden zu sein und ist, von den peinvoll offensichtlichen „Anleihen“ bei OPEN WATER (der ebenfalls eher Seegurke als Film war) und Trauckis eigenem Debüt mal abgesehen, ein wahrhaft bemerkenswerter Ausbund an Dilletantismus. So wird z.B. der Handlungsstrang um den zurückgebliebenen, äh, -gelassenen Skipper nach einer kurzen Szene, die ihn mit trübsinnigem Hundeblick auf dem gekenterten Boot sitzend zeigt, komplett fallengelassen, bis der Zuschauer, der noch anwesend ist, am Ende des Films durch eine weitere Einblendung darüber in Kenntnis gesetzt wird, dass der Skipper mitsamt des Bootes spurlos verschwunden sei. Kaum zu glauben.

Einen Gummipunkt gibt’s für die schön fotografierten und sauber montierten Aufnahmen des herannahenden weißen Hais (und dafür, dass einem panisches Gezicke zwischen halbdebilen Yuppie-Touristen – vgl. OPEN WATER – erspart bleibt), doch ansonsten bleibt leider nur Flehen: Aufhören, Herr Traucki, bitte aufhören!!!

Die DVD & Blu-Ray:
Bild und Ton sind sehr gut, wie bei Koch-Media kaum anders zu erwarten. Der Film ist uncut und als (tendenziell unwichtige) Extras gibt’s ein Making Of und den Trailer.



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Autor:
Jan Zeleny
Kinematopath



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