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The Mechanic: Kritik

The MechanicRegie: Simon West
Darsteller: Jason Statham, Ben Foster, Donald Sutherland
USA/2011

Was ist denn ein „Mechaniker“? Das ist ein kühler Auftragskiller, der schnell und präzise mordet und danach ganz flink wieder verschwindet. Jason Statham ist so einer. Der Beste! Als er eines Tages einen neuen Auftrag bekommt, schaut er nicht schlecht, denn sein Mentor muss dran glauben. Gesagt, getan. Doch dann nagen Gewissensbisse den stählernen Tötungsrecken und als des Mentors Sohnemann, Ben Foster, Rache dem noch unbekannten Mörder schwört, nimmt ihn Statham unter seine Fittiche, um Killernachwuchs zu generieren.

Klingt alles bekannt? Ist es auch. Der Killer hieß mal Charlie Bronson und der Jungspund Jan-Michael Vincent. Die schossen schon im Früh-70er-Jahre-Original um sich und wer könnte das Remake somit besser produzieren als die Nachkommen der beiden Originalproduzenten Robert Chartoff und Irwin Winkler, William und David? Wahrscheinlich jeder! Denn was bei THE MECHANIC herauskam, ist in erster Linie erst einmal eines: Langeweile. Und zwar richtig. Oder, um es einmal anders auszudrücken: Sähe Stathams CRANK-Charakter zwei Minuten des Films, würde der gute Chev Chelios für immer die Augen schließen, da hälfen auch alle Adrenalincocktails der Welt und sekündlicher Sex mit Amy Smart nichts mehr.

The MechanicDie ersten beiden Drittel setzen sehr stark auf Charakterportraits der beiden Hauptprotagonisten. Der Haken dabei ist, dass die Charaktere dem Zuschauer eigentlich total egal sind, aus dem Grunde, da sie weder in Dialogen noch in Handlungen etwas interessantes oder –Gott bewahre– spannendes zu erzählen haben. Diese zähen Filmminuten werden zwar ab und an durch ein paar Szenen aufgelockert, in denen etwas passiert, wie durch den ersten Mordauftrag Fosters an einem Zweimeterhünen, der auch tatsächlich zu den unterhaltsamsten Szenen des ganzen Streifens gehört, aber diese Momente verfliegen so verdammt schnell, dass man sich kurz darauf wieder mit Buchdiskussionen und -lesungen konfrontiert sieht.

Nach den ersten beiden Dritteln platzt dann endlich der bekannte Knoten. Jetzt tritt Simon West, seines Zeichens Regisseur, mal gehörig aufs Gaspedal und es wird gestuntet, geschossen, gekämpft, geblutet und gestorben. Dieses letzte Drittel rettet den Film vor dem kompletten Untergang und vor der Bedeutungslosigkeit ähnlich gelagerter Produktionen. Aber auch am letzten Drittel muss gemeckert werden. Denn die tatsächlich vorhandenen Actionszenen sind total zerschnitten, man erkennt zumeist gar nichts. Wer verfolgt wen? Wer stürzt gerade die Treppe herunter? Es wird auf Ewigkeiten ein Geheimnis bleiben.

Wenn man sich das Original einmal betrachtet, ist das Remake eigentlich eine konstante Fortführung aller Eigenheiten eben dieses, denn auch das Original glänzte schon nicht sehr hell am Himmel für gute Filme. Und wenn die Produzenten angeben, seit 15 (in Worten: fünfzehn) Jahren am Drehbuch herumgebastelt zu haben, dann kann, nein, dann muss ihnen unterstellt werden, kostbare Lebenszeit nicht nur verschwendet sondern regelrecht zertrampelt zu haben.



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10 Antworten zu “The Mechanic: Kritik”

  1. Julio Sacchi sagt:

    Ich empfand den nicht als so frickelig. Dann hätte er mir nicht gefallen.

  2. Martin Beck sagt:

    Äh, wie jetzt? Der Verfechter des straighten 70er Jahre Kinos legt sich für formales Gefrickel à la C.S.I. ins Zeug??

    Weil, zumindest bei mir kam die Agenda des Regisseurs so an.

    Und hat mir einfach nicht gefallen.

  3. Julio Sacchi sagt:

    Außerdem glaube ich, dass die Ablehnung eines Films wie THE MECHANIC durchaus auch in einem generellen Desinteresse am Formalen begründet liegt.

  4. Julio Sacchi sagt:

    Als „Blender“ funktioniert der Film aber nun mal. Ich finde es einfach schade, wenn man über formale Stärken so gar nicht mehr spricht. Denn die werden immer seltener.

  5. Martin Beck sagt:

    @Julio: na wie gut, dass du es wenigstens gerafft hast, sonst müssten wir uns tatsächlich an so gut wie jede andere Kritik halten, die den Film als mittelmäßigen Blender einsortiert.

    Ich sehe deinen Punkt, aber trotzdem: ganz nahe am Splatting Image-Credo, über *ganz* neue Erkenntnisse sich selber ’nen Heiligenschein zu verpassen.

  6. Jens sagt:

    apropos deadline kritik…so richtig kritik gibts da leider nicht mehr hab ich das gefühl. trotzdem für mich immer noch das beste auffm markt.

    bei film total oder der deutschen empire war es noch schlimmer, da kann man nur an der Menge der wörter mega oder super erkennen ob es sich lohnt ;)

  7. Julio Sacchi sagt:

    Schade. THE MECHANIC ist natürlich gerade in seinen actionfreien Momenten stark – wobei auch die Action erstklassig und auf den Punkt orchestriert ist – weil es sich um einen überragend gedrehten Film handelt. Das kann man auch sehen, wenn einen die Handlung langweilt (in diesem Fall ein interessantes psychologisches Vexierspiel, kapiert nicht jeder). Schreiben kann darüber ganz offensichtlich nicht jeder.

  8. Sylvio sagt:

    Die Kritik ist in der aktuellen Ausgabe, oder? Noch nicht gelesen. Aber K sagte schon, daß das ziemlich Banane (Wortübernahme, außerdem verschreibe ich mich bei Banane (siehste, schon wieder) immer) ist. Sie saß ja mit im großen Kinosaal und wollte nach ’ner halben Stunde das Feld räumen. Hat dann aber tapfer durchgehalten.

  9. Martin Beck sagt:

    Hast du schon mal die „Deadline“-Kritik gelesen? Könnte man so als Presseheft übernehmen:-)

    Spulen: die richtige Herangehensweise hier.

  10. Sylvio sagt:

    Eben noch mal durchgespult. Der ist echt ziemlich Banane, der Film. Aber der Anfang ist echt cooool!

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Autor:
Sylvio Constabel



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