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The King’s Speech: Soundtrack-Kritik

King's Speech SoundtrackEine der wenigen großen Überraschungen der Oscar-Nacht war, dass der Score von THE KING’S SPEECH nicht ausgezeichnet wurde. Normalerweise entfalten ja solche gutmenschelnden Konsensfilme einen schier unwiderstehlichen Sog bis in „untergeordnete“ Oscar-Kategorien hinein, doch in diesem Fall klappte das nicht. THE SOCIAL NETWORK fuhr einen verdienten Sieg ein und THE KING’S SPEECH landete dort, wo eigentlich alle Oscar-Nominierungen für diesen Film hätten enden sollen: auf einem „guten“ zweiten Platz.

Das soll jetzt nicht heißen, dass der Score schlecht ist, sondern nur, dass er nett und gefällig ist. Was natürlich sehr schön ist, aber doch bitte nichts mit einem Oscar-Wettbewerb zu tun hat, der die angeblich besten Filmmusiken eines Jahres vereinen möchte. Von der ersten bis zur letzten Note bietet THE KING’S SPEECH sanft plätschernden Durchschnitt, der sowohl seine Zuhörer als auch Alexandre Desplat, den Komponisten, gehörig unterfordert.

Alexandre Desplat

Alexandre Desplat

Jener Alexandre Desplat ist nämlich inzwischen einer der gefragtesten und besten Filmmusik-Komponisten überhaupt, was spätestens dann jedem klar wird, wenn die superbe Musik für DER GHOSTWRITER erklingt. Desplat spielt mit Konventionen, wagt neue Klänge und ist dabei doch immer klar strukturiert und eingängig. Er vermeidet die auf bloße Reaktion ausgelegte Überrumpelungstaktik vieler Kollegen und ist aber auch nicht so breitarschig massenkompatibel wie z.B. John Williams.

Auch THE KING’S SPEECH lässt seinen typischen Stil, bestehend aus sanften Orchesterrhythmen und perlenden Klavierläufen, erklingen, doch diesmal bleibt es einfach zu unaufgeregt und unverfänglich, um wirkliche Liebe zu entwickeln. Der Score ist eher klein und zurückhaltend angelegt, hat ein großes Ohr für schlichte Eingängigkeit und bewahrt stets adrett gekleidete Eleganz. Die einzige Ausnahme davon ist die deutlich vollere Musik für die finale Rede, doch ausgerechnet dieses Stück stammt aus der siebten Symphonie von Beeethoven. Das große Thema des Films, gesellschaftliche Zwänge, schlägt sich leider auch in der eng gefassten Musik nieder.

Obwohl, man kann Alexandre Desplat ja eigentlich keinen Vorwurf machen, denn Filmmusik soll nun mal zuerst zum Film passen und erst in zweiter Linie für losgelösten Hörgenuss sorgen. Dass dieser absolute Ausnahmekomponist ausgerechnet mit seinem anspruchslosesten Score des letzten Jahres jetzt so viel Bohei entfacht, ist eigentlich kurz vor blanker Ironie und wird hoffentlich nicht dazu führen, dass die bisher so wunderbar kultivierte Eigenständigkeit gegen weitere brave Untermalungen gediegener Dinner-Parties verliert. Die Musik von THE KING’S SPEECH ist angenehmer Wohlklang und außerhalb des Films knapp über fein wattierter Fahrstuhl-Beruhigung. (Probehören und Bestellen bei Amazon)



Neulich bei Reihe Sieben:
The King’s Speech – Filmkritik
Ist es The King’s Speech…oder ein Schwulenporno?

Eine Antwort zu “The King’s Speech: Soundtrack-Kritik”

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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