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The King’s Speech: Kritik

Regie: Tom Hooper
Darsteller: Colin Firth, Guy Pearce, Geoffrey Rush
GB/AUS/2010; Start: 17.2.2011

Und immer wieder Behinderungen: Eine ungeschriebene Regel in Hollywood besagt ja, dass eine (Opfer-)Rolle als kranker, eingeschränkter oder geistig benachteiligter Mensch zu nahezu einhundert Prozent höchste Oscar-Ehren bedeutet – siehe z.B. RAIN MAN, FORREST GUMP oder MEIN LINKER FUß Wenn Colin Firth also in THE KING’S SPEECH den englischen Thronfolger Albert spielt, dessen immenses Stotterproblem ihm beinahe die Würde als späterer König George VI verwehrt hätte, könnte man glatt von eiskaltem Kalkül sprechen. Und die sicherlich gute Leistung schon im Vorfeld herabwürdigen. Könnte man.

Sollte man aber nicht. Denn angesichts der beachtlichen darstellerischen Leistung, die Colin Firth nun schon im zweiten Jahr in Folge (2010 brillierte er in A SINGLE MAN) abliefert, darf man pünktlich zur Oscar-Nacht ruhigen Gewissens die Ersparnisse auf den smarten Engländer setzen. Statt sich einfach auf dessen Sprachfehler zu verlassen und mit aller Macht zur Goldstatuette zu stottern, prägt Firth jede einzelne Szene, die er vor der Kamera verbringt, durch ein intensives, unglaublich facettenreiches Minenspiel. Trauer, Zweifel, Wut – Firth transportiert derlei Emotionen nicht durch Worte, er schreit sie förmlich durch die Mimik heraus. Auch eine Leistung: THE KING’S SPEECH, der Film über einen Sprachfehler, ist besonders dann ergreifend und zutiefst berührend, wenn sein Hauptdarsteller gerade nicht stottert oder spricht.

Regisseur Tom Hooper hat für sein historisches Portrait jedoch noch weitere Asse im Ärmel. Eines hört auf den Namen Geoffrey Rush und ist die wohl einzig logische Wahl, um der schauspielerischen Naturgewalt von Colin Firth den passenden Gegenpol zu liefern. Entsprechend gerät jede Szene der beiden zum Fest für die Schauspielkunst: Wenn sich König (Firth) und Therapeut (Rush) zu Beginn in dessen Behandlungszimmer das erste Mal gegenübersitzen und sich mit schroffem Ton beschnuppern, brennt die Leinwand. Da spielen sich zwei ganz große ihrer Zunft gegenseitig an die Wand und als Zuschauer kann man dabei eigentlich nur vergnügt mit der Zunge schnalzen.

Als Grund darf hier überdies das fantastische Drehbuch angeführt werden: Die Dialoge sind brillant geschrieben, scharfzüngig, immer charmant und witzig, niemals aufgesetzt oder prätentiös. Überhaupt ist es erstaunlich, dass ein Film, der zu 95 Prozent nur aus Gesprächen besteht, derart fesseln kann. Hier zeigt sich dann, dass Hoopers vielleicht bestes Ass er selbst ist: Stringente Inszenierung, eine Kameraführung für die Götter, perfekte Balance aus Zurückhaltung und dramatischer Ausstaffierung. Der Mann kann was.

Derzeit dürfen sich Colin Firth und THE KING’S SPEECH schon über allerlei Preise der großen Film-Jurys freuen. Die Stoßrichtung für die Oscars ist also bereits vorgegeben. Siegchancen? Deutlich im grünen Bereich! Finchers dröger Firmen-Bio THE SOCIAL NETWORK ist Tom Hoopers grandioses Charakterportrait jedenfalls haushoch überlegen.

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Eine Antwort zu “The King’s Speech: Kritik”

  1. Sylvio sagt:

    Gerade letzte Woche ein weiteres Mal gesehen. Ein wirklich wirklich ganz großartiger Film, der auch nach mehrmaligem Sehen noch genauso packt wie bei der ersten Sichtung. Toll toll toll!!!

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Autor:
David Hain



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