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The Heineken Kidnapping – DVD-/BD-Kritik

Heineken_Kidnapping-PosterRegie: Maarten Treurniet
Darsteller: Rutger Hauer, Reinout Scholten van Aschat, Gijs Naber
NL/2011; BD&DVD: bereits erschienen (GB)

1983 wird Alfred Heineken, der Chef der gleichnamigen Brauerei, entführt und nach 21 Tagen wieder freigelassen. Das Lösegeld: 35 Millionen Gulden. Die Täter: Vier angry young men.

Wenn Rutger Hauer das erste Mal seit 30 Jahren in einem holländischen Film mitspielt, muss einfach mehr im Busch sein als es THE HEINEKEN KIDNAPPING auf den ersten Blick vermuten lässt. True Crime, die Geschichte einer Entführung…und dann vor allem die Geschichte von Alfred Heineken – einem mächtigen Unternehmer, den die Ereignisse nachhaltig verändern.

Im ersten Drittel des Films ist dieser Heineken noch kaum wahrnehmbar, die Perspektive der vier Entführer reduziert ihn auf eine leichte Opferrolle. Als er dann aber zusammen mit seinem Chauffeur in einem winzigen Verließ angekettet wird, beginnt eine psychologische Sezierung, die seiner scheinbar unantastbaren Machtposition tiefe Risse zufügt. Risse, die nach der Befreiung in ein emotionales Wechselbad zwischen Empathie und unbedingter Rache münden.

Heineken Kidnapping (still 5)

Wer Rutger Hauer vor allem auf BLADE RUNNER und HITCHER reduziert, sollte sich mal seine äußerst vielseitige Filmographie zu Gemüte führen…und dann den Hut vor der hier gezeigten Leistung ziehen. THE HEINEKEN KIDNAPPING ist locker Hauers beste Rolle seit Jahren, ungemein komplex, eindringlich und beklemmend intensiv. Alleine die Szenen mit seiner Frau (Truus te Selle) sind einfach ganz großes Kino, und wenn dann am Ende eine unverrückbare Erkenntnis auf seinem Gesicht einfriert, hat der Film nochmal höher gewonnen als er sich sowieso schon redlich verdient hat.

THE HEINEKEN KIDNAPPING ist nämlich beileibe kein durchschnittlicher true-crime-Thriller, sondern besitzt den Atem für viel mehr. Regisseur Maarten Treurniet teilt den Film in drei Teile, namentlich die Vorbereitung der Entführung, die Gefangenschaft und schließlich die Ereignisse danach, und schafft so ein ausgewogenes Bild aller Seiten, zwischen gut und böse, mit einigen Nebencharakteren, die das Bild der fünf Hauptprotagonisten noch weiter schärfen. Besonders zugute kommt dies auch den Entführern, die eben nicht klassische „bad guys“ bleiben, sondern vor allem im ersten und letzten Drittel ungeahnte Facetten entwickeln dürfen.

Heineken Kidnapping (still 8)

An vorderster Front steht hier Rem (Reinout Scholten van Aschat), der Jüngste der Gruppe, der nicht nur einen guten Grund für die Entführung bekommt, sondern auch der eigentlich fälligen Schublade des unbedarften Neulings weit fern bleibt. Rem ist dreist, wütend und sogar sadistisch – eine zugleich faszinierende und abstoßende Person, die so nur schwer in einem amerikanischen Film vorstellbar wäre. Er treibt die Entführung aktiv voran, quält Heineken und möchte sich auf der Flucht mit einem politischen Schlupfloch herauswieseln. Ein echtes Früchtchen also, in gewisser Weise das ebenbürtige Alter Ego zu seinem Opfer.

heinekenkidnappingbdMan möchte es zunächst kaum glauben, wenn man das eher unspektakuläre Poster von THE HEINEKEN KIDNAPPING betrachtet, doch dieser Film ist ein absoluter Volltreffer – gespickt mit großen Szenen, packenden Charakteren und inszenatorischer Bravour. Maarten Treurniet versetzt sich selbst ins Jahr 1983 und schafft trotz zwei Stunden Spielzeit eine durchgehende Spannung, die fernab aller frickeligen Mätzchen stets überlegene Übersicht behält. Wer auch immer ein Faible für intelligentes, komplexes und spannendes Thrillerkino besitzt – das hier ist der richtige Film!

Die DVD & Blu-Ray: (Bestellen bei amazon.uk)
Bild und Ton sind spitze, als Bonus gibt’s leider nur den Trailer. Die US-BD (Region A, bäh) bietet zusätzlich eine 20minütige Doku.

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Heineken Kidnapping (still 7)

Weiterklicken:
Heineken bei Wikipedia
Alle Guiness-Ads mit Rutger Hauer

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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