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The Guard: Kritik (Berlinale)

Regie: John Michael McDonagh
Darsteller: Brendan Gleeson, Don Cheadle, Liam Cunningham
IR/2011

Ein paar Jugendliche brettern vor Sergeant Gerry Boyles Augen strunzbesoffen mit ihrer Karre gegen einen Baum. Der checkt mal eben ob die Säufer noch leben, durchwühlt ihre Klamotten und wird auch schnell fündig. Der Rest des Abends wird auf LSD vorm Fernseher verbracht. Herrlich, so ein Dorfbullen-Leben, wenn da nicht FBI-Agent Wendell Everett (Don Cheadle, Typ: Yale-Absolvent und Superbulle) wäre. Der ist auf der Suche nach Schmuggel-Koks im Wert von einer halben Milliarde Dollar, das ein paar böse Buben (Mark Strong und seine Gangster-Clique) in Irland zwischenlagern. Gerry soll dem FBI mit seiner Ortskenntnis helfen, doch der versteht die Welt nicht mehr. Arbeiten – an seinem freien Tag? Niemals! Sergeant Boyle lässt die Uniform im Schrank und vergnügt sich lieber mit zwei Nutten aus Dublin.


Endlich ein Film im Programm der Berlinale, den man ohne Bedenken weiter empfehlen kann. Ein Film, der keine gähnende Langeweile verbreitet, keine Kinder in irgendwelchen mongolischen Einöden zeigt, die stundenlang nichtssagend in die Ferne schmachten und am liebsten versuchen würden, schneller aus ihrem Alltag zu entfliehen als wir aus dem Kino. Es gibt ihn doch, einen Film im Panorama, bei dem man mit den Figuren gerne ein wenig Zeit verbringt, die Lichter im Kinosaal ausgehen und sofort Partystimmung herrscht.

Es ist einfach eine wahre Freude, Brendan Gleeson mal in einer größeren Rolle zu sehen. Brendan wer? Genau, der Auftragskiller-Typ an der Seite von Colin Farrel in BRÜGGE SEHEN…UND STERBEN, der Zauberer mit der Augenklappe und dem freakigen Glasauge aus den schuttigen HARRY POTTER-Streifen. Ein ewiger Nebendarsteller, den Regisseur John Michael McDonagh in seinem Leinwanddebut nun endlich mit einer verdienten Hauptrolle bedacht hat.

In fast jeder Einstellung ist das irische Charaktergesicht zu sehen, egal ob grimmig und mit rassistischen Äußerungen („Nur Schwarze verkaufen doch Drogen“) oder voll gepumpt mit Drogen und treu-doof grinsend vor dem Fernseher – Gleeson fesselt als recht verwirrter Polizist, bei dem man nie sicher sein kann, ob er verdammt blöd oder super smart ist. Hier ist auch definitiv kein Tourismusvideo als Film getarnt worden, die Einwohner sind grantig und unfreundlich, die Strassen voller Matsch, Dreck, Heroin süchtiger Kinder und dieser irischen, leicht versoffenen Gelassenheit.

Gewiss ist THE GUARD in der heutigen Zeit kein einfach zu vermarktender Film. Weit entfernt von den 08/15-Hollywood-Komödien, die man in letzter Zeit allzu häufig serviert bekommt, keine Furzwitze. Spezial-Effekte? Fehlanzeige! 3D? Auch nicht vorhanden. THE GUARD unterhält mit einem Drehbuch voller zynischer Dialoge und schwarzem Humor. Ja, so etwas gibt es noch. Sogar im Panorama der Berlinale.


Eine Antwort zu “The Guard: Kritik (Berlinale)”

  1. Sylvio sagt:

    Fuck, das hört sich fantastisch an! Will den jetzt unbedingt sehen! Besten Dank …

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Autor:
Markus Breuer



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