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The Gambler – BD-Kritik

Gambler4R: Rupert Wyatt
D: Mark Wahlberg, Jessica Lange, John Goodman
USA/2014; Start (BD): 28.5.2015

Jim Bennett (Mark Wahlberg) ist Literaturprofessor und spielsüchtig. Er muss innerhalb von sieben Tagen 240.000 Dollar an einen Casinoboss zurückzahlen. Seine Lösung: noch mehr Glücksspiel.

Treffen sich zwei PLANET DER AFFEN-Veteranen und drehen die Zocker-Variante von LEAVING LAS VEGAS. Jim Bennett ist ja auch ein bisschen ein Affe, in seiner destruktiven Ignoranz gegenüber dem gesundem Menschenverstand, die ihn immer weiter Richtung Abgrund treibt. Ein überzeugter Alles-oder-Nichts-Mann, für den Roulette Online viel zu feige ist. Wenn nicht alles auf dem Spiel steht und die Geldeintreiber bereits Schlagringe aufziehen, ist’s kein richtiger Nervenkitzel.

THE GAMBLER, ein Remake des gleichnamigen Dramas mit James Caan aus dem Jahr 1974, dreht sich um Selbsthass und Selbstzerstörung. Die zentrale Figur, ganz auf den überraschend guten Mark Wahlberg zugeschnitten, lebt nur auf, wenn jeder andere schon lange die Reissleine in der Hand hält. Dass so ein Verhalten langfristig nach unten zieht, gibt dem Film einen bitteren, geradezu fatalistischen Anstrich, der durch Bennetts Blindheit gegenüber jedem sinnvollen Ausweg geradezu frustrierende Ausmaße annimmt.

Gambler1Drehbuchautor William Monahan, der Wahlberg bereits bei THE DEPARTED mit Worten versorgte, kann die Hauptfigur aufschlüsseln, aber nicht unbedingt plausibel machen. Die destruktive Ader von Bennett lässt ihn irgendwann abweisend erscheinen, wenn selbst das Geld der Mutter (Jessica Lange) erneut ins Casino getragen wird. Man sieht ihm „von außen“ zu, beobachtet seinen Abstieg und freut sich über klassisches Schauspielerkino – das jedoch, nicht nur bedingt durch den Inhalt, oberflächlicher bleibt als es die hier gezeigten Extremzustände eigentlich erwünschen.

THE GAMBLER beobachtet, aber dringt nur wenig ein. Der James Caan-Film gibt sich hier viel nüchterner und abgeklärter, doch Rupert Wyatt muss unbedingt formale Stunts injizieren und zeichnet die Figuren „lebendiger“ als es der Realitätsanspruch eigentlich erfordert. Hier darf auch erneut das Drehbuch erwähnt werden, dass bluesig gegen zynisch eintauscht und -wie so häufig im neueren amerikanischen Kino- Intelligenz durch ratterhafte Geschwätzigkeit vermitteln möchte. Jedes Gefühl bekommt seine Worte, jedes Stieren seinen Off-Monolog. Ja, danke, es ist alles, wirklich alles klar.

Zu einem schlechten Film wird THE GAMBLER auch dadurch nicht, aber LEAVING LOS ANGELES (wo die Handlung spielt) ist hier leider nicht drin. Dafür müsste sich die Form wesentlich stärker an den Inhalt angleichen…und eben nicht versuchen, der eigentlich harschen Dramatik einen über Gebühr verträglichen Rahmen zu verpassen.

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Gambler5

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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