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The Fighter: Kritik

Regie: David O. Russell
Darsteller: Mark Wahlberg, Christian Bale, Amy Adams u.a.
USA 2010; Start: 14.10.2011 (DVD)

Der Boxer Micky Ward hat sein ganzes Können von seinem größeren Halbbruder Dicky Eklund. Die Mutter Alice managt Micky und Dicky trainiert ihn. Doch wirkliche Erfolge erzielte Micky bislang nicht. Auch Dickys große Tage als Boxer in den 80ern sind vorbei; um den Alltag im Massachusetts zu ertragen, frönt er seiner Cracksucht. Doch Micky erhält ein neues Management-Angebot, kann sich langsam hocharbeiten und glänzt mit den ersten wirklichen Sporterfolgen.

Der ganze Film schreit Unterschicht: Die Kleidung der Wards und Eklunds, der Slang, das beschränkte Weltbild, die maßlose Hybris, der Drogenkonsum, die Familie, die aus gefühlten 25 Schwestern besteht, die versiffte Bar. Gleich in den ersten Filmminuten wird klar, dass es schwer sein wird für Micky (Mark Wahlberg – THE DEPARTED, BOOGIE NIGHTS), aus dem trostlosen Kaff in Massachusetts fortzukommen. Dicky (Christian Bale – THE DARK KNIGHT, AMERICAN PSYCHO, PRESTIGE) führt ein Dokumentarfilmer-Team, das einen Film über ihn dreht, durch seine „Hood“ – jeder kennt hier jeden und keiner ist weniger abgefuckt als der andere. Micky und Dicky sind typische Loserfiguren: wenig intellektuell, arbeiten sie als Bauarbeiter. Der eine ist drogensüchtig, der andere geschieden und darunter leidend, seine Tochter zu selten zu sehen. Das Boxen ist die einzige Chance nach oben.

Hervorstechend ist die familiäre Beziehung der Protagonisten. In Vetternwirtschaftsmanier wird Mickys Karriere geplant und gecoacht. Dabei findet keinerlei Selbstreflexion statt: „he can do everything“, meint Alice. Alle reden ÜBER Mickey, doch keiner wirklich MIT ihm, seine Meinung zählt nichts. Er ist der kleine Bruder, Dicky viel erfahrener. Als Micky gegen einen Überraschungsgegner in den Ring steigen soll, der ganze zehn Kilo schwerer ist als er, zögert er. Doch seine Familie drängt ihn solange, baut ihn auf, spricht ihm falschen Mut zu, bis er es letztlich tut. Und natürlich kläglich versagt. Hier bekommt Mickys Loyalität Risse.

Parallel zu seiner Entwicklung zu einem Profiboxer kreist der Film permanent um Mickys Beziehung zu seiner Familie: wie kann er sich lösen ohne alles zu zerstören? Schwierig bei seiner Familie, die besitzergreifend, undankbar und maßlos selbstüberschätzend ist. Micky wirkt oft wie ein kleiner Junge ohne Selbstbewusstsein. Er braucht seine Freundin Charlene (Amy Adams – CATCH ME IF YOU CAN, DER KRIEG DES CHARLIE WILSON), die seine Hand hält, um sein neues Management vorzustellen. Denn: „you can’t trust this guy, he ain’t family“!

Und trotzdem besticht Mark Whalberg mit seinem Micky, der trotz seiner Unfähigkeit, seinen Willen durchzusetzen, ein großes Herz zeigt: „nobody’s got a heart like you“. Man kann gar nicht entscheiden, wer besser spielt; Wahlberg, dessen Micky ihm leicht von der Hand geht (vielleicht wegen der weiten Hosen im Marky Mark-Style), oder Bales gewohnt rigorose, expressive und trotzdem spielerisch leichte Darstellung des ausgezehrten Dicky.

Große Momente haben beide während des Boxens: Dicky wirkt völlig apathisch konzentriert und trainiert Micky mit einem stoischen Tunnelblick. Mickey bereitet sich wunderschön meditativ vor einem Spiegel auf seinen großen Kampf vor.

Erstaunt und ungläubig beobachtet man die starken matriarchalen Familienverhältnisse, die nicht weniger bedrückend sind. Man leidet mit Mickey mit, wenn er unzählige Schläge einstecken muss. Man erlebt den Schmerz der Mutter, die Dickey dabei beobachten muss, wie er lieber zweimal aus dem Fenster in die Mülltonnen springt als sich ihr zu stellen. Wäre da nicht der leise Anklang des allgegenwärtigen American Dream, vom Bauarbeiter zum World Champion, THE FIGHTER wäre perfekt.

Die DVD (bei Amazon bestellen):

Audiokommentar des Regisseurs, Hinter den Kulissen: schöne Interviews, nicht nur mit den Schauspielern, sondern auch mit den Drehbuchautoren, Producern etc., Die wahre Geschichte von Dicky und Mickey: Sehr guter Einblick in die riesige Boxer-Familie und den Zusammenhalt, Deleted Scenes: z. B. Vorstellung der Schwestern, Dickey auf seinem Drogentrip, Deutscher Trailer.




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Autor:
Filiz Schulz



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