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The Expendables 2 – Kinokritik

Regie: Simon West
Darsteller: Sylvester Stallone, Jason Statham, Jean-Claude Van Damme
USA/2012; Start: 30.8.2012

Die Expendables-Truppe reist nach Albanien, um Bösewicht Jean Vilain vom Abtransport größerer Mengen Plutonium abzuhalten. Ein Mau Mau-Spiel, versüßt mit einer schönen Tasse Tee, wird zum Schicksal der ganzen Welt.

Was auch immer bei THE EXPENDABLES im Argen gelegen haben mag, die pure Freude über das lautstarke Klassentreffen altgedienter Actionhelden machte es wieder wett. Man merkte einfach, dass Stallone & Co. Bock auf einen „last stand“ hatten – der dann auch so erfolgreich ausfiel, dass nun Teil 2 in den Startlöchern steht. Noch mehr faltige Muckis und noch viel mehr Krach. Wer so argumentiert, darf erneut auf milde Zeigenfinger hoffen.

Und muss sich dennoch auch schärferer Kritik stellen. Die Helden sind inzwischen gesetzt, nur ihre Präsenz macht kein Event mehr. Jetzt wäre eigentlich der Zeitpunkt, die Geschichte in den Vordergrund zu rücken und die Helden einfach Typen sein zu lassen. Dass dies nicht passiert, darf dem Film durchaus angekreidet werden, genauso wie der bemüht lustige Tonfall, der die ikonischen Merkmale der einzelnen Schauspieler ständig auf die Tonspur zerrt. Chuck Norris läuft zu ZWEI GLORREICHE HALUNKEN auf, Dolph Lundgren hat Chemie studiert und Arni ist gleich mehrmals „back“.

Ha ha? THE EXPENDABLES 2 verbringt ziemlich viel Zeit mit selbstreferenzieller Ironie, die nicht nur der Geschichte mögliche Dramatik nimmt, sondern auch immer wieder daran erinnert, dass die Rollennamen der Darsteller eigentlich identisch mit den Abspann-Namen sind. Chuck Norris tritt auf (und ist wiederholt zur richtigen Zeit am richtigen Ort) – alles macht Bumm – Chuck Norris erzählt einen Chuck-Norris-Witz – Abgang. Auf der albanischen Bühne geht es um gerecht verteiltes Rampenlicht, farblich dazu passende In Jokes und gar wundersame Waffenarsenale, die unwiderruflich in ganz schön haarigen Ballerwust münden.

Für launige Krachunterhaltung reicht diese Rezeptur auf jeden Fall, doch der berühmte Funke von Teil 1 mag leider nicht überspringen. Diese handfeste Coolness, die der kollektive Aufmarsch betagter Actionhelden hatte, weicht nun einer ernst gemeinten Sorge um knirschende Hüftgelenke und schief sitzende Botox-Wellen. Statt porentiefer Lässigkeit gibt es diesmal eine Mischung aus sattem Männerkino und kuriosem Staunen. Besonders Chuck Norris und Arnold Schwarzenegger kommen überhaupt nicht gut weg, und Bruce Willis sollte ebenfalls auf einen raschen Drehbeginn von Teil 3 pochen.

Ansonsten wird es nämlich ein bisschen peinlich, zumal die Gewinner hier (=Scott Adkins, Jason Statham und Jean-Claude Van Damme) allesamt aus der „nächsten“ Generation kommen. Adkins ist sowas von unter Strom, Statham kämpft wie ein Berserker und Van Damme beweist sich erneut als exzellenter Schauspieler (der selbst in tiefen Höhlen seine Sonnenbrille aufbehält). THE EXPENDABLES 2 besitzt durchaus Leben in den Knochen, nur eine homogene Einheit mit gut sitzenden Star-Momenten braucht man hier nicht erwarten.

Was übrigens auch auf die Action zutrifft, die Regisseur Simon West als großes und verdammt brutales Spektakel aufzieht, doch dabei kaum richtige Höhepunkte findet. Am Anfang z.B. entspinnt sich eine fette Verfolgungsjagd, die allerdings die Truppe als resistent gegen echte Gefahr präsentiert und ständig die gerade notwendigen Panzer, Waffen und Flugzeuge bereit stellt. Die Figuren tauchen nach Belieben auf und wieder ab, der immense Bodycount haut alles gleichförmig durch den Blutventilator und wenn dann die obligatorischen Endkämpfe (=Adkins vs. Statham und Van Damme vs. Stallone) anstehen, ist man richtig froh, dass entgegen jeder Logik saftiges mano-a-mano-Gekeile losbricht.

THE EXPENDABLES 2 muss selber ganz schön Hiebe einstecken, inklusive übrigens der ärgerlichen Ausbootung von Jet Li noch vor dem Titel, und rumpelt mehr als ihm gut tut. Auch wenn der Film immer noch Spaß macht, hätte man sich doch eine andere Herangehensweise gewünscht, die z.B. die Hälfte aller „Witze“ streicht, der Action schärferen Fokus verleiht und die alten Haudegen nicht ständig aus dem Retro-Blickwinkel ironisiert. Mehr Synchron-Geballer von Arnie, Sly und Bruce (wie am Ende – FETT!), mehr Teamspirit (der kaum zu spüren ist) und mehr Konfrontationen (mit würdigen Baddies wie Jean-Claude Van Damme). THE EXPENDABLES 3 hat eine klare Aufgabe – alles weitere übernehmen die Ärzte der Geriatrie.



Weiterlesen:
THE EXPENDABLES – das Musical

8 Antworten zu “The Expendables 2 – Kinokritik”

  1. Martin Beck sagt:

    Danke für den Tipp – irgendwie…:-)

  2. gufte sagt:

    Gut, dann habe ich die Ansage falsch verstanden. Der Teil tut mir leid. Dennoch denke ich, dass man mit solchen Handlungsdetails in einer Review aufpassen muss. Nun weiß man wiederum, dass Jet Li nicht stirbt, was auch wieder sche*sse ist. Als Tipp: Einfach sowas rauslassen. Man kann solche Problematiken a) mit Spoilerwarnungen versehen oder b) allgemeiner umschreiben, indem man beschreibt, dass der eine oder andere zu kurz kommt.

  3. Martin Beck sagt:

    Jetzt nochmal zum Mitschreiben: JET LI STIRBT NICHT IN DEM FILM. Und dass der Mann eigentlich gar nicht anwesend ist, ist sehr wohl einen Satz wert.

    Ich komm mir bald vor wie bei GIGA. Hilfe!

  4. gufte sagt:

    Genau DARUM geht es. Während jede Review im Netz darauf achtet, dieses Detail nicht zu verraten, wird es hier einfach rausgehauen…Ohne Warnung, ohne nichts. Find ich arm und von Film-Fan zu Film-Fan einfach sch*isse.

  5. Martin Beck sagt:

    Das geht kaum ohne Spoiler. Du meinst Jet Li, oder? Nun denn, der Mann hüpft ganz am Anfang quasi aus dem Bild und damit dem Film.

  6. gufte sagt:

    Dann sei doch so gut, und erkläre es mir bitte. Danke

  7. Martin Beck sagt:

    Du verstehst das falsch. Und zurück: „Mann, Mann, Mann…“

  8. gufte sagt:

    Ist es wirklich Dein Ernst, dass Du hier raushaust, welcher Expendable im Film stirbt?? Mann, Mann, Mann…

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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