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The Bullet Vanishes – Kinokritik

Regie: Lo Chi-leung
Darsteller: Lau Ching-wan, Nicholas Tse
C,HK/2012

Immer wieder passieren Morde in einer Waffenfabrik im Shanghai der 30er Jahre – ohne Spuren und vor allem ohne Kugeln. Zwei Polizisten, gespielt von Lau Ching-wan und Nicholas Tse, machen sich an die Lösung des Mysteriums…

Endlich mal wieder ein chinesischer Film, und dann auch noch in der Chinatown von Sydney. Die Gelegenheit war einfach zu günstig, um der inzwischen grundsätzlichen Skepsis gegenüber aktuellen chinesischen Großproduktionen erneut Vortritt zu gewähren. Man sollte ja nie aufgeben, hinter einem schicken Trailer mehr als zensierte und viel zu teure Berieselung mit enervierend gleichförmigen Paukenschlägen zu erwarten.

THE BULLET VANISHES ist offensichtlich eine Coverversion der SHERLOCK HOLMES-Filme von Guy Ritchie, was z.B. an dem historischen Setting, dem zentralen whodunit-Plot oder dem superschlauen Ermittlerduo auszumachen ist. Lau Ching-wan als smarter Sherlock und Nicholas Tse als tougher Watson: Was sich auf dem Papier als fragwürdige Blaupause liest, entpuppt sich auf der Leinwand als überaus lebendige Paarung. Beide Rollen sind exzellent geschrieben und beide Schauspieler erfüllen sie mit kantigem Leben. Was nur zu gut zu einem Film passt, der das schafft, was man vor allem aus Hongkong immer seltener bekommt: satte Unterhaltung – getragen von einer exquisiten Produktion, einem runden, durchaus intelligenten Drehbuch und fähigen Schauspielern.

THE BULLET VANISHES ist ein Erfolg, wenngleich immer noch ein relativer Erfolg – im Verhältnis zu etlichen anderen chinesischen Blockbustern, die viel zu sehr auf brave High Gloss-Hysterie setzen, und trotz einiger Entgleisungen, wie z.B. grottiger Digitaleffekte, ein zu „cleveres“ Ende und zwei schauspielerischen Totalausfällen – namentlich Liu Kai Chi als peinlich grimassierender Boss der Waffenfabrik und Yang Mi als gefallener Mordengel vor Lau Ching-wans Gnaden: eine Frau so blass wie der sie umgebende Schnee, so fragil wie der sie kleidende Kartoffelsack. Wer um alles in der Welt denkt sich solche Rollen aus?

In gewisser Weise sind es tatsächlich jene filmischen Schlaglöcher, die THE BULLET VANISHES zu einem greifbaren Erlebnis machen, ganz ähnlich den einst so heiß geliebten Hongkong-Produktionen, deren Charme zu einem guten Teil aus ihrem Chaos fruchtete. Die Zeichen der Zeit deuten inzwischen ja auf international taugliches Kommerzkino, doch hier ist man immerhin so weit bei Sinnen, dass das Ergebnis verdammt unterhaltsam bleibt. Was heißt, dass inhaltliche Zensur zumindest nicht auffällt und die energische Inszenierung so viel kann, dass man sich alleine über die superben Sets und die satte Action ausgiebig freuen kann.

Für die weiter Bewanderten: Regisseur Lo Chi-leung ist der Gute von z.B. DOUBLE TAP oder INNER SENSES. Für alle: THE BULLET VANISHES kann genug, um beide Daumen nach oben zu strecken. Ein guter chinesischer Blockbuster anno 2012 – Zeichen und Wunder!



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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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