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Talihina Sky – The Story of Kings of Leon: DVD-Kritik

Regie: Stephen C. Mitchell
Darsteller: Caleb Followill, Jared Followill, Matthew Followill
USA 2011; Start: 28.10.2011 (DVD)

Der Dokumentarfilm blickt hinter das Rockstarleben der Band „Kings of Leon“ und erzählt den Weg aus dem streng gläubigen Elternhaus hinein in internationale Konzertarenen. Eine Rockband, die aus Söhnen eines Pfarrers besteht und aus einer Provinz in Nashville stammt: Dieses unstimmige Bild zieht sich durch die komplette Entstehungsgeschichte der Band durch.

Man braucht eine längere Zeit um in den Film hineinzukommen, da scheinbar zuerst zusammenhanglose Sequenzen aneinander gereiht werden: Komische True Blood-like-Südstaatencharaktere, deren Slang man nicht versteht, torkeln durchs Bild und immer ist von einer „Reunion“ die Rede. Dazwischen Szenen aus aktuellen Konzerten der Kings of Leon.

Aber dann, unauffällig, wird man gepackt: Man schlüpft in die triefende Religiosität der Familie Followill, in die vollendete Uncoolness und Engstirnigkeit des amerikanischen Südens. Gebannt, ungläubig beobachtet man die riesige Familie der Kings of Leon, die Wurzeln der Band. Und fragt sich: Kann das wirklich sein?

Diese Zerrissenheit lässt auch die Mitglieder der Band nicht los, keiner kann sich komplett von der Indoktrinierung aus der Kindheit befreien. Rockmusik ist teuflisch, wie also können die Söhne eines Pfarrers diese machen?

Caleb Followill, der Lead-Sänger, scheint am meisten zu reflektieren bzw. kommt am meisten zu Wort. Er ist sich seiner armseligen Kindheit bewusst, in der von allem zu wenig da war: Essen, Raum, Kleidung. „We we’re living in the worst of the worst ghetto.“ Er wählt Obama, macht sich über die fast fanatische Religiosität und Republikaner-Sicht seiner Mutter lustig. Verlangt von den Bandkollegen äußerste Präzision und Einsatzbereitschaft. Und dann blitzen die kleinen Momente durch, die er nicht unterdrücken kann. Er betet für seine Freundin Lily, damit sie einen sicheren Flug hat.

Immer immer und immer wieder wird die Dichotomie Religion und Rockmusik thematisiert. In einer fantastischen Schnittfolge setzt Mitchell das „speaking in tongues“, von dem die weiblichen Familienangehörigen berichten, mit Tanzszenen der Band von Konzerten in Verbindung. Hysterische Gebärden, eklektische, krampfhafte Bewegungen, wer hier beseelt ist, ist nicht mehr zu unterscheiden.

Auch wenn die tiefe religiöse Überzeugung der Protagonisten oft schwer auszuhalten ist, ja fast bewundernswert ignorant ist, macht genau dieses Element die Doku spannend. Wie konnte aus den Kings of Leon/ Followills eine Band werden, die von „Sex on Fire“ erzählt, Drogen, Groupies konsumiert (hat) und den nackten Popo in die Kamera hält?

Die DVD: (bei Amazon bestellen)
Als Bonusmaterial gibt es ein paar „Deleted Scenes“, die teilweise aber doch Szenen enthalten, die schon im Film integriert sind. Außerdem gibt es ein „Home Movies“, die zwar einen authentischen Einblick geben, aber etwas langweilig sind.




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Autor:
Filiz Schulz



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