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Sweet Karma: Review

Regie: Andrew Thomas Hunt
Darsteller: Shera Bechard, John Tokatlidis, Frank J. Zupancic u.a.
USA/Kanada 2009, Release: 28.06.2011 (Blu-Ray)

Karma Balint ist eine junge Russin, stumm seit ihrer Geburt, und auf der Suche nach ihrer Schwester Anna. Diese ist vor einiger Zeit offenbar von einem Mädchenhändlerring nach Kanada gebracht worden und dort verschwunden. Eine Zeitungsmeldung lässt Karma vermuten, dass sie bestialisch ermordet worden ist. Also macht sich die junge Frau, nur mit ein wenig Geld und mageren Informationen versehen, selbst nach Kanada auf. Systematisch arbeitet sie sich im Milieu von Stripclubs und illegaler Prostitution nach oben hin durch und hinterlässt zielstrebig eine Leiche nach der anderen …

Schon die Inhaltsangabe macht deutlich, dass SWEET KARMA zielgenau ins Subgenre der Rape-Revenge-Streifen gehört, und wie bei den allermeisten Filmen dieser Art ist die Grenze zum Exploitationkino nicht nur fließend, sondern meist auch recht durchlässig. Und so ist das auch hier: Denn natürlich setzt Karma ihre weiblichen Reize dafür ein, um sich in jene Kreise einzuschleichen, in die ihre Schwester vorher geraten war – und die Inszenierung dieser Reize zeigt deutlich, dass Regisseur Andrew Thomas Hunt sie auch zur sexuellen Anregung des Publikums nutzen möchte.

Das ist eine von der Vermarktungsseite aus gesehen natürlich völlig ungebrochen zwingende Entscheidung, hat man doch für die Hauptrolle keine erfahrene Schauspielerin mit komplexem mimischem Repertoire engagiert, sondern Ex-Playmate Shera Bechard (seit kurzem auch Hugh Hefners neueste Freundin/Partnerin/Gespielin) in ihrer allerersten Rolle. Von der ist natürlich wenig zu erwarten, dass über (hier, wie gesagt, reichlich gemolkenes) „Eye Candy“ hinausgeht, und auch dass sie ausgerechnet für die Rolle einer Stummen engagiert wurde, lässt Schlimmstes befürchten.

Und dafür macht Bechard dann allerdings ihre Sache noch erstaunlich gut – jedenfalls schafft sie mehr als zwei Gesichtsausdrücke und man hat auch nicht den Eindruck, als würde sie fortwährend für die Kamera posieren. Bei anderen (Ex-)Models hat man das alles schon gesehen. Eine komplexe Charakterstudie gelingt ihr deshalb leider noch lange nicht, aber das, ich deutete es schon an, ist natürlich auch nicht das Ziel des Films.

Stattdessen schwingt sich der Film entlang der beschriebenen Grenze sehr schnell auf die Seite des Exploitationkinos, um recht entschlossen dort zu verharren; und im Genre des Rape-Revenge-Films hat das immer etwas leicht Schmieriges, weil eben aus der sexuellen Ausbeutung und Darstellung der Frauen nicht nur in der Filmhandlung Kapital geschlagen wird, sondern auch für den Film. Menschenhandel und Zwangsprostitution, die oberflächlich natürlich verurteilt werden – schließlich ist die Rache für den Tod ihrer Schwester Hauptantrieb der Protagonistin – dienen SWEET KARMA nämlich zur Präsentation von Schauwerten, auf die das Publikum nicht verzichten soll.

Das ist umso bedauerlicher, als Hunts Erstling (für den er zusammen mit James Fler auch das Drehbuch geschrieben hat) durchaus auch gewisse Qualitäten vorweisen kann: Der Film ist durchweg in grimmig-dunkler Atmosphäre gedreht, das Bild (was aber auch an billigem Material liegen kann) stellenweise grobkörnig und grisselig; und vor dem so unwahrscheinlichen wie unberechenbaren Schluss leistet sich der Streifen eine ganze Reihe von durchaus wissenden Anspielungen auf sein Subgenre – die wesentliche davon auf die ebenfalls stumme Protagonistin des schwedischen Rape-Revenge-Klassikers THRILLER aka THEY CALL HER ONE EYE.




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Autor:
Rochus Wolff



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