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Super 8: Kritik

Regie: J.J. Abrams
Darsteller: Joel Courtney, Elle Fanning, Kyle Chandler, Riley Griffiths, Noah Emmerich u.a.
USA 2011, Kinostart: 04. August 2011 (Deutschland)

Ohio, 1979. Joe Lamb (Joel Courtney) hat es nicht leicht. Seit dem Tod seiner Mutter ist sein Vater Jackson (Kyle Chandler) darauf bedacht, dass der Sohn des städtischen Deputy eine strenge Erziehung genießt. Für Joe verträgt sich der autoritäre Stil seines Dads nicht mit dem Wunsch, seinem Freund Charles (Riley Griffiths) bei der Fertigstellung eines Zombie-Films zu helfen. Vor allem deshalb nicht, da mit Alice (Elle Fanning) genau das Mädchen die weibliche Hauptrolle spielt, in das er heimlich verliebt ist.

Beim nächtlichen Dreh für Charles‘ Film wird die Gruppe Kinder Zeuge eines Zugunglücks, bei dem irgendetwas einem der Transportwaggons entfliehen kann. Fortan geschehen seltsame Dinge im kleinen Dorf. Tiere und Menschen verschwinden und das plötzlich auftauchende Militär gibt auch keinen Aufschluss darüber, was wirklich passiert ist. Das kann nur die Kamera, die das Entgleisen des Zuges und alles Anschließende auf Super 8 festgehalten hat.

Seit J.J. Abrams verkündete, dass er gemeinsam mit Produzent Steven Spielberg einen Film drehen würde, umwehte SUPER 8 der Hauch des Mysteriösen. Als ob ein feiner Nebel über der Story liegen würde, ließ man das Publikum sich mittels Trailer, Stills und Teaser an das nostalgisch angehauchte Werk herantasten und spekulieren: Mit was hat man es eigentlich genau zu tun?

Ist es eine Hommage Abrams‘ an Produzent Spielberg, der mit Filmen wie E.T., DIE UNHEIMLICHE BEGEGNUNG DER DRITTEN ART und STAND BY ME eine ganze Generation von Kinogängern wie Filmemachern prägte? Ist es der Versuch, ein mit Franchise-Produktionen aufgewachsenes, vereinnahmtes Publikum für klassische Erzählstücke mit Charakterbildung zurückzugewinnen? Oder ist es doch ein von seinen jungen Darstellern beeindruckend gespielter Coming-of-Age-Film mit etwas zu viel Mystery-Einschlag? Im Grunde ist es all das zusammen.

Im Mittelpunkt steht die mit Liebe zum Detail aufgebaute Geschichte der filmbegeisterten Kinder, insbesondere aber das sich zaghaft entwickelnde Verhältnis zwischen Joe und Alice, fantastisch gespielt durch Elle Fanning, die ihre Leistung aus SOMEWHERE von Sofia Coppola mit Leichtigkeit übertrifft. Die Art und Weise, wie sich die beiden über die Dauer des Films hinweg in ihren kindlichen Spielräumen immer mehr annähern, ist herzerwärmend. Vor allem die kleinen Szenen zwischen den beiden sind es, die SUPER 8 zu mehr machen als einer puren Coming-of-Age-Abbildung:

Etwa, wenn Joe Alice für die Dreharbeiten schminkt und bittet, ihre Augen dafür zu schließen. Für sie, die in ihrer Stadt und Schule ein gewisses Ansehen hat und aus Gefälligkeit mitspielt, ist es in diesem Augenblick nur der Prozess des Schminkens. Für ihn, den mutterlosen Sonderling, der sich die alten Videoaufnahmen seiner Familie aus glücklicheren Tagen ansieht, um nicht zu vergessen, ist es ein stiller Moment der Intimität und Vertrautheit, um ihr nahe sein zu können. Gleiches gilt für das Gespräch der beiden in Joes Zimmer, als sich Alice für den Schmerz, den ihr Vater den Lambs zugefügt hat, entschuldigt. Natürlich, das gegenseitige Ertasten der Hände im Angesicht der Gefahr, um einander Halt geben zu können, darf nicht fehlen, aber es wirkt nicht fehl am Platz. Im Gegenteil.

Mit dem wirklich beeindruckend inszenierten Zugunglück läutet Abrams den zweiten Handlungsstrang seiner Erzählung ein. Mit der Flucht des unbekannten Wesens und dem Verschwinden von Tieren, Dingen und Menschen treten nicht nur die erwachsenen Dorfbewohner unter Führung von Joes Vater Jackson (Kyle Chandler, THE DAY THE EARTH STOOD STILL), sondern auch das Militär (Noah Emmerich, THE TRUMAN SHOW) auf den Plan.

Das Alien selbst, das ähnlich zu CLOVERFIELD im Vorfeld für viele der bis dahin einzige Anziehungspunkt war, um sich dem Film anzunähern, ist im Grunde nur Mittel zum Zweck. Abrams spielt hier all seine mit LOST gesammelte Erfahrung aus. Er bleibt vage, lässt den Zuschauer erahnen, raten, löst aber nicht sofort komplett auf – was dem Film auch gut tut. Denn sobald offenbart wird, um was es genau geht und welche Fähigkeiten dem Alien zu eigen sind, verliert SUPER 8 klar an Drive. Hier tun sich Brüche im logischen Verlauf der Handlung auf, die nicht hätten sein müssen. An diesen Stellen merkt man, dass Abrams kein Spielberg ist.

J.J. Abrams‘ SUPER 8 funktioniert über weite Strecken gut und braucht das vorab als Trigger eingesetzte Monster zum Glück nicht wirklich, um überzeugen zu können. Dafür hat es mit dem jugendlichen Cast um Joel Courtney und Elle Fanning zwei hervorragende Darsteller, die zu sehen allein schon lohnt. Die Stärken der Story selbst liegen klar im Coming-of-age-Part, während ausgerechnet das Mystery-Segment, Abrams‘ vermeintliche Stärke, nach der Auflösung (etwas) unangemessen und überzogen scheint. Dennoch ist für permanente Spannung gesorgt, da die Figuren und ihre Entwicklung wichtiger sind als die Effekte. Und wann hat man das zuletzt schon einmal bei einem so aufwändig produzierten Film behaupten können? Ach ja, genau … Bei Spielberg.




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Autor:
Daniel Rehn
Popcorn. Gezuckert. Nicht gerührt.



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