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Spurlos: DVD-/BD-Kritik

SpurlosRegie: Grégoire Vigneron
Darsteller: Benoît Magimel, Francois-Xavier Demaison, Lea Seydoux
F/2010; Start: 5.5.2011 (DVD & BD)

Etienne Meunier (Benoît Magimel) ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, dessen beruflicher Aufstieg auf einem Diebstahl beruht. Das schlechte Gewissen führt ihn zu seinem Opfer, zusammen mit einem alten Freund, doch am Ende des folgenden Gesprächs ist das Opfer tot…und Monsieur Meunier verstrickt sich zunehmend in dramatische Schwierigkeiten.

„Starker Thriller mit einem Hauch von Hitchcock“ prangt auf dem Cover von SPURLOS, doch so ganz mag man sich mit diesem Zitat einfach nicht anfreuden. Der „Hauch von Hitchcock“ kommt schon hin, wohingegen das mit dem starken Thriller eher eine abgekühlte Charakterstudie inklusive milder Spannungsschübe ist. Der Film bleibt bis zum Ende zu distanziert, zu zurückhaltend, um vorzeigbare Emotionen auszulösen.

Das soll jetzt nicht heissen, dass SPURLOS ein schlechter Film ist, nur größere Begeisterung bringt er halt auch nicht mit. Passend zur Hauptfigur geht es hier eher um die Analyse, weniger die haltlose Verstrickung in einen Abwärtssog, der bereits bei seiner auslösenden Motivation nicht ganz nachvollziehbar erscheint. Meunier ist eine kalkulierende, distanzierte Person, die anscheinend viele Jahre ohne reumütiges Gewissen auskam und jetzt auf einmal den Gutmenschen in sich entdeckt. Hmm, hat sich da jetzt etwas aufgestaut oder…?

Spurlos

Als Auslöser wird die anstehende Beförderung in die oberste Chefetage genannt, dann trifft er einen alten Freund wieder (immer ein schlechtes Zeichen in solchen Filmen…) und spät am Abend schließlich klingeln die beiden bei dem Verursacher des schlechten Gewissens. Einfach mal so, weil grad Zeit war und genau mit dieser Einstellung ja auch eine steile Karriere in der Firma hingelegt wurde. Äääh, nein. Also bei aller Liebe, auch speziell zu den französischen Nachbarn, aber das mag einfach nicht recht zusammenpassen.

Was ja sogar ein Ziel des Films sein könnte, dieses Aufeinanderprallen von kühler Fassade und schmorendem Inneren, nur entwickelt sich dann daraus ein etwas zielloses Aufeinandertürmen vermeidbarer Stolperfallen, die schließlich sogar die hübsche Tochter des Opfers miteinbeziehen. Ein verunsicherter Mann zwischen Karriere und Gewissen, und immerzu bleibt im Blickfeld die Hoffnung auf eine salomonische Lösung. Die natürlich vorwiegend mit Geld zu tun hat, weil das einfach alles wieder gerade biegt, inklusive dem angeknacksten Familienleben.

Spurlos

Dass es ganz so einfach nicht funktioniert, ist natürlich sonnenklar, wobei der Weg zu dieser Erkenntnis das Drama hinter einer menschlichen Maske sucht. Die bewusst nüchtern gefilmt wird und nur im großen Bogen eine deutliche Entwicklung erkennen lässt. Was wiederum beim Zuschauer eine gewisse Geduld erfordert, die am Ende zwar belohnt wird, doch zuvor eine denkbar unaufgeregte Durststrecke zwischen leisem Melodram und gehobener TATORT-Ästhetik vorgesetzt bekommt. SPURLOS bleibt nahe an der Realität, trotz holprigem Beginn, und gestattet dem langsam zuschnürenden Sog keine großen Paukenschläge.

Im Grunde passt der Film wunderbar zu seiner Hauptfigur und projiziert seine Fassade, seinen Wunsch nach Ausbruch. Benoît Magimel, bekannt z.B. aus CRIME INSIDERS oder SKY FIGHTERS, spielt diese Rolle sehr gut und erreicht sogar, dass man diesem gefühllosen Arschloch namens Meunier ein gutes Stück seiner Intentionen abkauft. Der Hauch von Hitchcock liegt vor allem in dieser fatalen Figur, wobei seine Umgebung jedoch, die hervorragende Lea Seydoux als Ehefrau einmal ausgenommen, einfach zu marginal für echten Jubel oberhalb von „gut, aber keineswegs essentiell“ ausfällt. Ein Mann verwischt seine Spuren…und ein Thriller den Zusatz „stark“.

Die DVD & Blu-Ray: (Bestellen bei Amazon)
Die Synchro ist exzellent und Bild und Ton sind okay, wobei das Sujet einfach keinen technischen Glanzauftritt möglich macht. Als Extras kommen lediglich ein paar Trailer zum Einsatz.



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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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