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Spirits of the dead: BD-Kritik

Spirits of the deadRegie: Roger Vadim, Louis Malle, Federico Fellini
Darsteller: Jane Fonda, Peter Fonda, Alain Delon, Brigitte Bardot
I,F/1968; Start: 15.11.2010 (BD/GB)

Schaurige Geschichten. In drei Akten. Von drei Meistern ihres Fachs. Edgar Allan Poe at his very best!

Es gibt diese seltenen Augenblicke des großen Glücks für einen Cineasten. Etwa dann, wenn nach Jahren der Filmrezeption auf einmal ein absolutes Meisterwerk über den Bildschirm läuft, das man über viele Jahre einfach komplett übersehen hatte. Und SPIRITS OF THE DEAD (im französischen Original HISTOIRES EXTRAORDINAIRES) ist ein solches Werk, das mir schlicht entgegangen war. Klar: Ich hatte irgendwann einmal von diesem Omnibus-Film mit drei Edgar-Allan-Poe-Stories aus den Sechzigern gehört, der doch eher gemischte Rezensionen über sich ergehen lassen musste und der irgendwie in die Ära der Poe-Verfilmungen gehörte. Das war es aber auch schon.

Und dann das, direkt nach Einlegen der Blu-Ray aus Großbritannien: eine Jane Fonda, die in der Episode METZENGERSTEIN von ihrem damaligen Ehemann Roger Vadim aufs Großartigste auf ihr Kostümschaulaufen in BARBARELLA vorbereitet wird. Die vollkommen entrückt durch diese tragische Liebesgeschichte mit ihrem verarmten Cousin (gespielt von Bruder Peter Fonda) traumwandelt – bis sie schließlich ihrem tragischen Ende entgegenreitet. Eine Jane Fonda, die so dermaßen nichtvondieserWelt ist, dass einem schlicht der Mund offen stehen bleibt.

Spirits of the dead

In der zweiten Episode WILLIAM WILSON begibt sich dann Alain Delon unter der Regie von Louis Malle in ein Duell gegen einen gleichnamigen Doppelgänger und gegen Brigitte Bardot, die ihm beim Kartenspielen das Geld aus der Tasche zieht. Diese Folge erinnert noch am ehesten an die anderen Poe-Inszenierungen der sechziger Jahre. Sie ist trotzdem unglaublich spannend gemacht und sieht fantastisch aus. Aber sie bereitet auch nur vor auf das große Finale.

Spirits of the dead

TOBY DAMMIT von Federico Fellini ist schließlich das, was man schlicht einzigartig nennen muss. Nur noch lose an eine Geschichte von Poe angelehnt, verquirlt der italienische Regiemeister in diesem Sixties-Overkill die Bild- und Symbolwelten Mario Bavas aus DIE TOTEN AUGEN DES DR. DRACULA mit seinen Betrachtungen der Filmwelt in 8 ½. Der Weg hin zum absoluten Wahnsinn, zur alkoholisierten Todesfahrt in einem Ferrari, ist derart over-the-top inszeniert, dass dem Rezipienten wenig anderes übrig bleibt, als diese Episode mindestens noch dreimal anzusehen, nachdem der Abspann erstmals über den Bildschirm gelaufen ist.

Spirits of the dead

Mit der britischen Blu-Ray von SPIRITS OF THE DEAD ist Arrow Films ein ganz ganz großer Wurf gelungen. Wer sich für Kino und die Geschichte des Horrorfilms interessiert, der kommt um diese Veröffentlichung nicht herum. Denn es ist eine der wichtigsten der letzten Jahre.

Die Blu-Ray (GB): (Bestellen bei Amazon.co.uk)
Die englische Fassung des Films in neuer Restauration sieht atemberaubend gut aus, die französische kommt etwas schwächer daher. Und wie bei den meisten Filmen, die schon ein paar Jahrzehnte hinter sich haben, ist der Ton auch bei SPIRITS OF THE DEAD eher schwach ausgefallen. Mit Specials und Extras geizt die britische Blu-ray von Arrow Films kein bisschen: Ein 60 (!!) seitiges Booklet lässt den Film- und Poe-Fan juchzen, alternative Opening Scenes mit Vincent-Price-Stimme und der originale Trailer begeistern. Ein Rundumtollpaket!



Arrow Films – die offizielle Webseite

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Autor:
Björn Eichstädt



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