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Sound of Noise: Kritik

Regie: Ola Simonsson, Johannes Stärjne Nilsson
Darsteller: Bengt Nilsson, Sanna Persson Halapi, Magnus Börjeson
Schweden/2010
Starttermin: 11.08.2011

Eine Gruppe von Drummern „terrorisiert“ mit außergewöhnlichen Konzerten in Guerilla-Manier eine schwedische Stadt. Der Polizist Amadeus Warnerbring kommt den Musikern und der Anführerin Sanna nach und nach auf die Spur und entdeckt dabei etwas ganz Besonderes über sich selbst, das sein Leben verändern wird.

„Hör‘ dir diese Stadt an mit all der Scheiß-Musik“ – Sanna und Magnus wollen das musikalische Verständnis ihrer Stadt neu prägen. Zusammen mit vier weiteren durchgeknallten Drummern machen sie sich daran, ein vierteiliges Opus, „Music for one City and six Drummers“, umzusetzen. Keine langweiligen klassischen Konzerte – gespielt wird mit allem, was irgendwie Töne, Klänge und Resonanz erzeugt. Im ersten Teil „Doctor gimme gas (in my ass)“ missbrauchen sie den Körper eines TV-Moderators in einem Krankenhaus, um mit dessen Oberkörper, Händen und Beatmungsgeräten, Sauerstoffflaschen, Nierenschalen, Skalpellen und sogar Filzstiften ein außergewöhnliches Konzert im OP-Saal zu geben.

Für die Produktion haben die Schlagzeuger aus dem Film ein Jahr lang mit dem Geräuschemacher und Klangkünstler Nicolas Becker unzählige Töne und Geräusche gesammelt. Der Komponist Magnus Börjeson konnte dann die notwendige Musik komponieren – ausgehend von seinen Vorlieben für moderne, rhythmische und experimentelle Musik. Das Ziel war ein unkonventionelles Kunststück, gleichzeitig zugänglich und tanzbar.

Und wirklich, Schlag für Schlag, Takt für Takt, reißt der Film den Zuschauer und vor allem -hörer in seinen Bann, wenn die sechs Drummer genau koordiniert und in phantastischer Symbiose scheinbar leblosen Gegenständen Töne entlocken, die im Zusammenspiel einfach nur zum Mitwippen und Kopfnicken hinreißen. Ganz wunderbar schafft der Film es, seinen Fokus auf die auditive Welt zu richten, die in den meisten Filmen kaum beachtet wird.

In SOUND OF NOISE wird jedes noch so kleine Geräusch plötzlich hörbar und manchmal störend, wie die Lautsprecher in den schwedischen Straßen oder das nervige Radio von Amadeus Kollegen. Als Amadeus einen Hörsturz durch einen Angriff erleidet, beginnt sein Ohr zu bluten. Er quält sich durch ein Konzert seines Bruders, doch man fühlt mit ihm – das schrille Stimmen der Geigen zu Beginn verursacht ihm solches Unbehagen, das sein Körper wieder mit Ohrenbluten reagiert.

Überhaupt hat es Bengt Nilsson als Protagonist Amadeus schwer: Als Sohn einer Konzertpianistin und eines Dirigenten, Bruder des berühmten Dirigenten Oskar Warnebring ist der älteste Sohn mit dem vielversprechenden Namen komplett unmusikalisch und hat keinerlei Gehör für Töne. Regelmäßig belächelt die Familie seinen Polizeiberuf. Amadeus selbst reagiert sehr empfindlich auf Musik und bervorzugt die Stille: „Ich habe als Kind von Musik geträumt, die still ist“.

An einem Tatort macht er eine spannende Entdeckung: Er hört nichts mehr von den Gegenständen (oder Menschen), die die Drummer für ihre Musik verwendet haben. Nach und nach reift in ihm ein Plan, für dessen Umsetzung er mit den Drummern zusammenarbeiten muss. Im eklektischen Finale ist er seinem Traum der „stillen“ Musik dann ganz nahe.

Die große Stärke von SOUND OF NOISE ist sein originelles Thema, das auf einem YouTube-Kurzfilm von 2001 beruht. Der Kreativität und Ideen der Musiker sind keine Grenzen gesetzt. Die humorvolle Umsetzung setzt dem Ganzen noch eines drauf – etwa wenn der Bankangestellte hysterisch schreit, weil die Drummer im Takt Geldscheine durch den Shredder jagen. Auch die Figur von Amadeus wird mit jeder Szene greifbarer und sympathischer, fast benötigt man selbst Ohrstöpsel oder Kopfhörer, wenn er Geräuschen ausgesetzt wird, die er nicht leiden kann.

Also: „Das hier ist ein Gig! Sie sind unser Publikum, hören Sie zu, dann geschieht Ihnen nichts!“




Übrigens, hier geht es zur angesprochenen YouTube-Episode, auf der das ganze basiert: http://www.youtube.com/watch?v=26eyBmUwi6w

Eine Antwort zu “Sound of Noise: Kritik”

  1. Der klingt toll, gleich mal notieren.

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Autor:
Filiz Schulz



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