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Shinya Tsukamoto: Festivaltrailer

Shinya Tsukamoto liefert den Festivaltrailer für das Ca‘ Foscari Cinema in Venedig

Man kann ihn nur lieben, den 51jährigen sympathischen Regisseur und Schauspieler. Für seine Detailverliebtheit, für seine akkurate Umsetzung von Liebe, Brutalität und der ewigen Suche eines immer wiederkehrenden klugen Geistes innerhalb einer technisierten, angeblich unterkühlten Welt. Die Wärme, Hitze und Aufregung stellt sich bei Tsukamotos Filmen scheinbar von ganz allein ein. Etwa bei VITAL (2004), wo er einen jungen um seine verlorene Liebe trauernden Medizinstudenten die Leiber sezieren lässt, um ganz im Geiste von Da Vinci wieder zu ihr zurück zu finden. Mit seiner TETSUO Trilogie (1989, 1992 und 2009) legt er die Messlatte für die künstlerische und vor allem inhaltliche Umsetzung eines Cyber-Punk-Killers gebührend weit nach oben. Schon bei seinem frühen Kurzfilm DENCHU KOZO NO BOKEN / ADVENTURES OF ELECTRONIC ROD BOY / THE PHANTOM OF REGULAR SIZE (1988) zeigt Tsukamoto, was ihn mit seinen Geschichten bis heute verfolgen wird: dort wächst einem Jungen ein elektrischer Arm aus dem Rücken. Der Mensch ist auf Ewig unvollständig, und wenn ihn dieser Umstand einmal zu zerfleischen droht, dann wird die moderne Welt diesen emotionalen Makel in eine praktische Unzulänglichkeit verwandeln.

Mit seinem Festivaltrailer von 24 Sekunden ist Tsukamoto damit auch unverkennbar wieder zu erkennen. In dem flotten handgezeichneten Kleinod, gehalten in Blau und Schwarzweiß, schaut eine im Anzug gekleidete Figur direkt in die Kamera. Den Hintergrund bildet ein verpesteter Himmel mitsamt Hochhauskulisse. In rasantem Tempo verwandelt sich nun der Kopf in die wildesten Auswüchse. Der Schädel teilt sich: gespreizte Frauenbeine, Hochhäuser und weibliche Brüste wippen explosionsartig und ein gespaltenes Ich findet brutalst wieder in seine Ausgangsposition zurück. Der Kopf erinnert immer mehr an einen Punching-Ball, wird hin und her geschüttelt während Krawatte und Frisur unbeschädigt bleiben. Der Tonschnitt ist grandios, ein kleines kompositorisches Meisterwerk von Tonschnipseln: Rattern und Knattern, Stöhnen und Maschinengewehre, Autobremsen und perfekt platzierte Zäsuren. Tsukamotos selbstgezeichnete akribische Storyboards zu seinen Filmen sind bekannt und haben ebenso ihre wohlverdiente Fangemeinde wie die Filme selbst. Seine Meisterschaft liegt ja gerade darin, das Comichafte seiner Charaktere auf menschliche Schauspieler und ihre Darstellungskunst zu projizieren. Kino kann pulsierend sein, einem den Kopf wegfegen und die Ohren auskratzen. Es ist geradezu charmant und auch notwendig, wenn uns ein großer Meister des Kopfwegfegens noch einmal daran erinnert.

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Autor:
Claudia Siefen


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