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Shaolin: Kritik

Regie: Benny Chan
Darsteller: Andy Lau, Nicholas Tse, Wu Jing, Fan Bingbing
C/2011

China, Anfang des 20. Jahrhunderts. Das Land ist verwüstet und verfeindete Kriegsherren kämpfen um die jeweilige Vorherrschaft. Einer der skrupellosesten Banausen ist Hao Jie (Andy Lau). Eiskalt erschießt er einen feindlichen General im Shaolinkloster und droht alle Mönche auszurotten, sollten sie sich ihm in den Weg stellen. Als er dann aber selbst eines Tages Opfer eines Anschlags wird, ist er gezwungen, Zuflucht in eben jenem Shaolintempel zu suchen, welchen er in frühen Tagen auszulöschen versuchte. Gemeinsam mit den kampferprobten Glatzköpfen muss nun Stellung bezogen werden.

Angetrieben durch etliche Lobpreisungen von Leuten, die es eigentlich wissen sollten, war die Vorfreude entsprechend groß, einen echten Knallerfilm zu sehen. Die Besetzung las sich auch noch sehr reizvoll, also auf ins Kino – wo schon bald sowohl Ernüchterung als auch die Enttäuschung folgten, dass Benny Chan –mal wieder– nur ein halbgares Süppchen köchelt.

Die Prämisse lässt sich in der Tat für Großes benutzen. Verfeindete Kriegsherren, kampferprobte Shaolinmönche, da sollte man doch ohne größere Mühe einen ansprechenden Film für den Martial-Arts-affinen Zuschauer drehen können, oder? Nein. Aus dem einfachen Grunde, da es zwar mit Wu Jing jemanden im Team gibt, der auch tatsächlich kämpfen kann, aber dieser so gut wie niemals zum Einsatz kommt. Er darf nur unbeholfen an diversen Strippen hängen und so tun als ob.

Auch die vielen echten Shaolinmönche, die für den Film verpflichtet wurden, bekommen keine Chance, etwas von ihrer überragenden Kampfkunst zu demonstrieren. Das Hauptaugenmerk richtet sich auf Andy Lau und seine Läuterung vom bösen Kriegstreiber zum netten Gutmenschen. Das mag sogar alles funktionieren, aber spätestens wenn ausgerechnet er sich gegen Ende aufschwingt, große Reden zu dreschen und alle Anwesenden reumütig ihr Haupt neigen, ist der Moment erreicht, an dem es einfach zu viel und vor allem unfreiwillig albern wird. Um die Überraschung nicht zu verderben, spare ich die finale Szene aus, aber soviel sei schon verraten: Selbst die chinesischen Kinobesucher wanden sich vor Peinlichkeit und prusteten lauthals drauflos.

Ach ja, pathetischer Nationalstolz, basierend auf blöden Ausländern, ist natürlich auch vorhanden, aber das ist bei so einer Verbeugung vor China ja fast schon Pflicht. Wirklich gut bei dem Film sind vor allem die Szenen, in denen Jackie Chan auftaucht und dabei so viel Witz, Charme und Begeisterung verströmt, dass man sich nachhaltig fragt, warum er nur in Cameo-Größe anwesend ist. Eine weitere feine Sache ist der gelungene Soundtrack des Films, der wunderschöne Melodien gekonnt mit ruppigen Arrangements abwechselt und das viel zu lange Epos immerhin auf akustischer Seite erträglich macht. Don’t believe the hype – SHAOLIN ist eine satte Enttäuschung und bleibt weit hinter den Erwartungen zurück.



Hui – Actionfiguren gibt's auch!

Eine Antwort zu “Shaolin: Kritik”

  1. Jade-Eye sagt:

    Ha,
    Du hast mir die Worte aus dem Mund genommen. Genau die selben Kritikpunkte habe ich auch für diesen Film:

    Untertitel des Films hätte auch lauten können: „Redemption of an Asshole“, wobei das Asshole nicht Andy Lau in diesem Film ist. Das ganze Teil ist definitiv zu lang und man bekommt üerhaupt kein Shaolin Kungfu zu sehen, außer dieses Stockgewirbel. Ich dachte wir wären schon längst über diese dummen Ausländer in doofen Kostümen mit blöden Sprüchen hinweg. Jackie Chan erscheint leider nur ein einer Nebenrolle.

    Der Film kann sich nicht entscheiden, welchen Ton er anschlagen will. Man ist ja Emotionssprünge im asiatischen Film gewohnt, aber hier nervts. Bei dem Soundtrack gebe ich Dir aber auch recht, hat mir auch gut gefallen, aber der zugegeben malerische Abspann sieht dann doch eher wie ein touristisches Werbefilmchen für den Shaolintempel aus. Die Cinematographie in dem Film ist generell nicht schlecht, mit langen und ruhigen Einstellungen.

    Könnte noch endlos weitermeckern, aber Du hast eigentlich schon genug gesagt. Nicht überall wo Shaolin drauf steht ist auch Shaolin drin…

    Gruß P

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Autor:
Sylvio Constabel



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