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Return to Nuke ’Em High Vol.1 – BD-Kritik

returntonukeemhighBDCoverR: Lloyd Kaufman
D: Asta Paredes, Catherine Corcoran, Clay Von Carlowitz, Zac Amico
USA/2013

Die Tromaville-Highschool bekommt grün leuchtende Tacos serviert. Oh oh.

Eines gleich vorneweg: Ich bin Troma-Jünger, seit vielen, vielen Jahren, und liebe das pausenlose Geschrei ihrer besten Produktionen. Filmischer Punkrock, so richtig schön in die unkorrekte Fresse, und ab und zu –POULTRYGEIST kommt hier in den Sinn- sogar richtig gut. Also wie in „richtig richtig“ gut, in dem Sinn, dass das heillose Splatter-/ Gross Out-Chaos eine Art roten Faden findet, der eine eigentlich unmögliche Verbindung schafft: eine filmische Struktur und schick anzusehende Inszenierung, in der dann so laut und unkorrekt gewütet wird, wie sonst nur in undergroundigen Hinterhof-Massakern.

Leider gehört RETURN TO NUKE ’EM HIGH Vol.1, der erste große Troma-Film seit einigen Jahren, nicht in die „richtig richtig“ gute Abteilung, sondern präsentiert sich als hahnebüchenes Flickwerk, das filmisches Verständnis kaum erahnen lässt. Am Anfang kommt erstmal eine preisgünstige Zusammenfassung der alten CLASS OF NUKE ’EM HIGH-Filme, inklusive dem alten Titelsong, und dann folgt eine gruselig schlecht geschnittene Sex-/ Splatterszene, deren Ekel-Wirkung völlig verpufft. Auch Schmodderbilder brauchen eine gewisse Struktur, sonst fühlt sich das an wie ein abgelehntes Demo-Reel übermotivierter FX-Jünger.

returntonukeemhigh3Aber okay, immerhin Blut und Schleim – der dann erstmal eine ganze Zeit im Schrank bleibt. RETURN TO NUKE ’EM HIGH Vol.1 möchte nämlich auch eine Geschichte erzählen, die über Geschrei und Grimassen natürlich nie hinauskommt. „Charaktere“ werden über Standbilder und Kurzbeschreibungen eingeführt, die Handlung zerfällt in zusammengepappte Einzelszenen und unfassbar lahme Popkultur-Zitate gibt es auch. Dass die „Schauspieler“ ausschließlich große Augen und hingebrüllte Dialogfetzen absondern, dürfte sich dabei von selbst verstehen. Bis weit nach der 30-Minuten-Marke passiert hier eigentlich nichts, was auch nur ansatzweise erwähnenswert wäre.

Die besten Troma-Filme, zu denen auch der erste CLASS OF NUKE ’EM HIGH gehört, erreichen über alle Unzulänglichkeiten einen beinahe surrealen „Flow“, der diesem zusammengeschusterten Etwas leider völlig abgeht. Wie eine Erleichterung wirkt die Szene, in der das „Tromorganic Foodstuffs Conglomerate“ die grünen Tacos in der Mensa der Schule ablädt, weil ab dann wenigstens wieder geglibbert und gestorben werden darf. Die „Cretins“ veranstalten punkige Randale, es gibt Lesbensex und eine Enten-Vergewaltigung, aus allen möglichen Poren spritzt 80er-Jahre-Lebenssaft und ausgesucht hässliche Menschen dürfen wiederholt blankziehen. Irgendwann darf tatsächlich ein kleines bisschen Troma-Feeling aufkommen, was aber trotzdem nicht recht in die Gänge kommen möchte. Der hier aufgeführte Punkrock fühlt sich veraltet, lustlos, ziellos an.

returntonukeemhigh4Wenn dann nach nicht einmal 90 Minuten das chaotische Treiben einfach abbricht und der Rest der Chose auf RETURN TO NUKE ’EM HIGH Vol.2 verschoben wird, kommt man sich ein bisschen abgezogen vor. Ein paar nette Effekte, ein paar inspirierte „bad taste“-Momente und Lemmy als amerikanischer Präsident sind kaum genug für eine Blu-Ray-Empfehlung, so dass auf jeden Fall noch die sehr gute Bild- und Tonqualität der US-Scheibe erwähnt werden muss, und natürlich auch die hervorragenden Extras – inklusive zweier Audiokommentare und diverser herrlicher Making-Ofs, die allesamt mehr Lacher und Liebe verbreiten als der ganze dazugehörige Film.

RETURN TO NUKE ’EM HIGH Vol.1 ist leider ein Reinfall. Wer hier einen weiteren POULTRYGEIST oder TERROR FIRMER vermutet, sollte sich mal lieber auf die untere Niveaugrenze von CLASS OF NUKE ’EM HIGH 3 einstellen.

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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