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Pfad der Rache – BD-Kritik

Regie: Isaac Florentine
Darsteller: Antonio Banderas, Karl Urban, Paz Vega
USA,BGR/2017; Start: 28.1.2018

Ein erfolgreicher Anwalt (Antonio Banderas) wird zum Stoiker, um den Mörder seiner Frau & Tochter dingfest zu machen.

Also wenn schon der erste Reihe-Sieben-Text seit, äh, langer Zeit, dann doch bitte für eine richtige B-Brezel, ein zum fehlerfreien Mitsprechen perfekt geeignetes Vigilante-Drama, dessen größtes Fragezeichen die wild fabulierenden Dialoge eines Stoikers darstellen. Was ja eigentlich ein Widerspruch in sich ist. Und hier mit einem Kniff begründet wird, der sowohl Film-Noir-ische Atmosphäre aufkommen lässt als auch fleißig im Erklärbär-Butterfass rührt: Frank Valera alias Antonio Banderas, der besagte Stoiker, überzieht das ganze Geschehen, seine Motivation, die momentane Situation, seine nächsten Taten und die Personen um sich herum mit lauten Gedanken.

Und so weiß man halt immer und ständig, was gerade los ist, auch wenn man eigentlich von ganz alleine durchsteigt. Das Drehbuch hält sich stramm an TAKEN & Co., die Wandlung des Anwalts von ständig Fabulieren zu Schweigen geht genauso tief wie die Startseite eines Deutschen Online Casinos und die Identität des bad guys erschließt sich bereits durchs Studium der Besetzungsliste. Was hier an Gesellschaftskritik und literarischer Qualität einfließt, in Form der motivierenden Lektüre von Mark Aurels SELBSTBETRACHTUNGEN, wirkt schon reichlich konstruiert. Im Grunde geht’s wirklich nur um TAKEN Teil 983, allerdings viel stärker Richtung Drama als der knallige Trailer uns vermitteln möchte.

Erstaunlich ist diese Genreverschiebung vor allem beim Blick auf den Regisseur, denn Isaac Florentine teilt normalerweise mächtig aus. Während zum Beispiel UNDISPUTED 2 & 3 zuerst zuschlagen und dann reden (wenn überhaupt), läuft es bei PFAD DER RACHE genau anders herum. Schlimm ist das eigentlich nicht, zumal Florentine nach wie vor ein einsames As in Sachen strammer Effizienz ist, aber ein wenig mehr Fleisch auf den Knochen der Rollen hätte dem Wandel nicht geschadet. Paz Vega zum Beispiel wird völlig verschenkt, als fürsorglichste Krankenschwester der Weltgeschichte, und Robert Forster bekommt exakt eine Szene. Die er dafür nützt, wohlgemerkt bei der Beerdigung seiner Tochter, um den massiv trauernden Schwiegersohn so richtig rund zu machen.

Glaubwürdigkeit sieht anders aus, doch zum Glück hat der Film ja auch noch Antonio Banderas, der spätestens seit HAYWIRE seine Liebe zum B-Film entdeckt hat und jedem seiner Millenium-Vehikel mit Bulgarien-Stempel einen grundsoliden Anker verleihen kann. Das Schöne an PFAD DER RACHE bleibt seine geradezu besonnene Geradlinigkeit, mit der hier die B-Messlatte respektiert wird, und die ideal dazu passende Inszenierung, die dank Isaac Florentine jeden Standard, von der Beerdigungsszene über die Heulattacke bis zum Blick in den zerbrochenen Spiegel, straight ins Ziel bugsiert. Null wisecrackende Ironie hier, all das Drama und die literarischen Verweise sind genau so gemeint. Eine geradezu erfrischende Sturheit und Innovationslosigkeit, zumindest für Aficionados mit Genreblickwinkel.



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Avi Lerner, der Chef von Millenium Films

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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