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Pariah: engagiertes Queer-Black-Cinema

PariahAls PARIAH beim diesjährigen Sundance Film Festival seine Premiere feierte, war es bereits das zweite Mal für Regisseurin Dee Rees, dass sie dem Sundance-Publikum ihre Geschichte um die junge Alike präsentierte. Schon vor drei Jahren zeigte sie dort nämlich ihre 27-minütige Kurzfassung des Stoffes. Nun hat sie aus ihrem eigenen, ursprünglich 140 Seiten starken Drehbuch mit autobiographischen Anleihen ihr Langfilmdebut realisiert, das auf dem Festival größtenteils positiv aufgenommen wurde.

Rees erzählt in PARIAH die Geschichte der jungen, lesbischen Afroamerikanerin Alike (Adepero Oduye, die die Alike auch schon im Kurzfilm von 2008 verkörperte). Sie wünscht sich eine Beziehung und würde ihre Homosexualität gerne offen leben, doch sie traut sich nicht, ihren Eltern, und besonders ihrem autoritären Vater, offen gegenüber zu treten. So beginnt für sie ein Versteckspiel vor ihren Eltern und auch vor sich selbst. Draußen wird ihre maskuline Kleidung, mit breiten Hosen und Baseballmütze zum Symbol der Freiheit. Doch im Trailer sieht man auch Alikes Metamorphose im Bus. Auf dem Weg nach Hause legt sie dort ihre Kleidung ab. Als sie die Wohnungstür öffnet, steht darin das Mädchen, das ihre Eltern von ihr erwarten zu sein, auf dem Rücken ein unscheinbarer Rucksack. Darin: ihr wahres Leben.

Ein Pariah ist ein Mensch, der außerhalb der Gesellschaft steht, von ihr verstoßen wurde. So wird es auch nochmal zu Beginn des Trailers, im Stil eines Lexikon-Eintrags, erläutert. Für die Coming-Of-Age-Story von PARIAH ist dies eine schwere Metapher, doch schon in den wenigen Momenten des Trailers gewinnt man den Eindruck, dass sie für die innere Zerrissenheit von Alike eine passende ist, und dass Rees ihre Figuren mit ausreichendem Einfühlungsvermögen beobachtet, um die emotionale Tiefe des Konflikts glaubhaft zu vermitteln.

Pariah

Damit steht PARIAH sowohl in der Tradition des Queer Cinema, das sich nicht selten den Identitätskrisen seiner Protagonisten widmet, als auch in der Tradition des sozialkritisch motivierten schwarzen Kinos, das seine Sozialdramen nicht ihrer drastischen Auswüchse beraubt und zudem bewusst auf die oft eindimensionalen Rollentypen für afroamerikanische Darsteller im amerikanischen Kino verzichtet. So wählte man auch beim Soundtrack eher ungewöhnliche Indie-Rock-Sounds, u.a. von der New Yorker Sängerin Tamar-kali, deren Song „Boot“ für Dee Rees schon in der Vorbereitungsphase der ersten Verfilmung von PARIAH zu einer wichtigen Inspirationsquelle wurde. Mit Spike Lee konnte Rees zudem die Ikone des New Black Cinema als Executive Producer gewinnen.

Noch gibt es keinen Starttermin für PARIAH, aber nach dem Erfolg beim Sundance Film Festival dürfte dieser nicht mehr lange auf sich warten lassen, zumal mit Focus Features schon ein weltweiter Vertrieb für den Film gefunden wurde.

Die offizielle Webseite

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Autor:
Sascha Schmidt



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