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Outcast: Kritik

Regie: Colm McCarthy
Darsteller: Niall Bruton, Hanna Stanbridge, Kate Dickie
GB/2010

Jahrelang sind der halbwüchsige Fergal (Niall Bruton) und seine in okkulten Praktiken bewanderte Mutter Mary (Kate Dickie) geflohen. Nun haben sie sich in einem heruntergekommenen Wohnblock in Edinburgh verschanzt und warten auf die Konfrontation mit ihrem mysteriösen Verfolger Cathal (James Nesbitt als tätowierter Maniac), der kommt um zu töten. Während der Teenager sich in die Nachbarstochter Petronella (Hanna Stanbrigde) verliebt, geht nachts ein Monstrum auf Menschenfang.

Endlich mal ein rundum geglückter Okkult-Horror: Originell verbinden sich urbane Übernatürlichkeit mit dem Monster Movie in der Ästhetik des Sozialrealismus eines Ken Loach. Das für wenig Geld entstandene Spielfilmdebüt des Brit-Serien-Filmers Colm McCarthy (DIE TUDORS) sieht geschickt nach mehr aus. Es punktet mit brutal-düsterer Stimmung und versierter Darstellerriege. Der Gossenglanz des Arbeiterklasse-Looks verleiht dem Randghetto Edinburghs genug Authentizität, um schwarzmagische Rituale des keltischen Okkultismus glaubhaft einzubinden. Es erzählt von einer vorchristlichen Geheimgesellschaft, die unerkannt unter uns lebt. Statt Potteresker Fantasy bietet sich ein raues, fast dokumentarisches und blutiges Bild. Kurzum alles, was in HEARTLESS nicht so recht zünden wollte.

Einflüsse von WICKER MAN über CAT PEOPLE bis AMERICAN WEREWOLF zeichnen sich im Verlauf der Handlung ab, die Absichten und Relationen der Figuren erst spät aufdeckt – womit die obskuren Aktionen etwas Unerklärliches, Bedrohliches erhalten: Auf gälisch gewirkte Bannrunen, Selbstverstümmelungen, Mantiken aus Krähengedärm und andere Ekel-Riten, die ohne genreübliches Brimborium abgehalten werden. McCarthy belegt anschaulich die verstörende Wirksamkeit der Flüche dieses heidnischen Volks, das im Schatten wandert und keine Kulissen und Kostüme braucht, sondern Industriebrachen und Hinterhöfe nutzt.

So spielt sich ein langsam gewirktes, unterschwelliges, nicht tadelloses, aber dennoch packendes (Fern)Duell von Hexer gegen Hexerin ab. Es erweist sich als mit sexuellem Subtext aufgeladene Familientragödie um Ausgestoßene und aus gutem Grund verbotene Liebschaften. Das umfasst ein ödipales Verhältnis der kaltherzig triebunterdrückenden Mutter zum Sohn, dessen Hormone unaufhaltsam erwachen – mit dramatischen Folgen. Coming-of-Age-Elemente verbinden sich hier mit den animalischen Deformationsprozessen des Monsterfilms. Ein Effekt, der sich trotz des geringen Budgets überzeugend ausnimmt und ein Untier zwischen Werwolf und Hulk gebiert. (Schauer)romantische Aspekte bleiben in dem wunderbar obskuren, finsteren Horrordrama weitgehend im Hintergrund und der Schlusspointe vorbehalten.



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Autor:
Thorsten Krüger



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