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Norwegian Ninja: DVD-Kritik

Norwegian NinjaRegie: Thomas Cappelen Malling
Darsteller: Mads Ousdal, Jon Øigarden, Trond-Viggo Torgersen, Linn Stokke
N/2010; Start: 18.4.2011 (GB-DVD)

The one duty we owe to history is to rewrite it. -Oscar Wilde

Die offizielle Geschichtsschreibung weiß so viel: Arne Treholt war ein norwegischer Sozialdemokrat und Diplomat, der 1985 zu zwanzig Jahren Haft wegen Spionage und Landesverrat verurteilt wurde. Angeblich ein kalter Krieger im hinterhältigen Dienste der Sowjetunion und des Irak. Weiter südlich sagt man: Bis der Löwe seinen Historiker hat, wird der Jäger immer der Held sein. Arne Treholt hat seinen Geschichtsschreiber gefunden: Thomas Cappelen Malling, Erstlingsregisseur und offensichtlicher Freund von Agententhrillern, östlicher Philosophie, Dioramen, Tieraufnahmen, Bastelarbeit und Ninjas. Irgendwo zwischen Wenzel Storch und THE LIFE AQUATIC WITH STEVE ZISSOU. Das hört sich gut an, ist es aber nur bedingt.

In Mallings hyperrealistischer Variante des Weltenlaufs ist Arne Treholt Anführer einer geheimen Ninja-Truppe, die –direkt dem norwegischen König unterstellt– den „Norwegian Way of Life“ verteidigt. Ihr Gegenspieler ist eine CIA-gesteuerte, streng antikommunistische Terror- und Schwarzpropaganda-Organisation, die Norwegen auf den richtigen Weg –nämlich unter die Fittiche der USA– bringen will.

Norwegian ninja

Trainingseinheiten auf dem Ninja-Stützpunkt – einer ominösen Mischung aus Boot-Camp und Hippie-Kommune–, versteckt auf einer kleinen Insel gleich neben Lummerland. Etwas Spionage hier, etwas Gegenspionage da: Bis auf einen dünnen Handlungsfaden um Treholts Verhaftung und einen halbgaren Schlusstwist war es das leider in Bezug auf den Plot. Schade, denn dadurch kommt der Film immer wieder ins Stocken und die Gelegenheit alternativer Geschichtsschreibung könnte wesentlich mehr hergeben. Gerade da Malling stellenweise versucht, trotz aller Durchgeknalltheit mit einem gewissen Ernst an sein absurdes Konzept heranzugehen. Stattdessen gibt es nur ein, zwei Bezüge zu weiteren wirklichen Ereignissen und ein wildes Durcheinander von unzusammenhängenden Ideen, Action-Sequenzen, Slapstick, realem Fernsehfootage und liebevoller Effektbastelei. Alles für sich sehr gelungen. Wie eine Vielzahl aneinandergereihter Teaser und Trailer. Das ist nett, manchmal sogar mit wahrer Freude anzuschauen, und hat das Herz auf dem rechten Fleck. Aber es hinterlässt eine leichte Enttäuschung ob des verschenkten Potenzials. Denn den ganzen Film trägt es nicht.

Norwegian Ninja

Die DVD (GB): (Bestellen bei Amazon.co.uk)
Die britische DVD kommt in der originalen Sprachfassung mit englischen Untertiteln und einer Tonne Extras: Diversen Featurettes, einem Musikvideo, Outtakes, Fake-Werbung und anderen Bonusschnipseln, Trailern und Teasern. Bild und Ton sind genau richtig für einen Film, der eh aussehen soll wie eine 80er Low-Budget Produktion.




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Autor:
Doug Gerbode



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