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Noch eine Liste – die besten Filme 2012

Gott, bin ich spät dran – wo doch die ersten Jahreslisten bereits Anfang Dezember gemeißelt wurden. Höchste Zeit also für das Filmjahr 2012 in knappen Podestplätzen. Für den ganzen dicken Rest (also „ging so“ bis „Hilfe“) verweise ich gerne auf all die Kollegen, die mit akribischer Geduld seitenlange Dokumentationen verschwendeter Lebenszeit (optional mit Wertungen wie 3,5/10) aufführen.

Unterm Strich war mein Filmjahr 2012 purer Durchschnitt, vor allem gebeutelt durch eine dreimonatige Abwesenheit am anderen Ende der Welt und viele, viele hochgelobte Titel, die gerne nur bei mir nach hinten losgingen. THE AVENGERS, LOOPER oder DAME KÖNIG AS SPION z.B. – alles leider nichts pour moi. 2012 war arm an wirklich magischen Momenten.

Und trotz allem gab es sie, die großartigen Filme. Die zum Glück immer noch möglich sind und selbst einem abgebrühten Greis wie mir noch Gänsehäute bescheren. Niemals aufgeben, selbst nach so grottigem Blödsinn wie THE AVENGERS, und schon ist sie wieder ein bisschen länger: Die furchtbar persönliche Jahresbestenliste – selbstverständlich inklusive kulanter Überschneidungen zu 2011 und 2013.

DER KÖNIG 2012

BREAKING BAD – Staffel 1-4
Wenn TV-Serien nicht so viel Zeit fressen würden, wäre ich wahrscheinlich nur noch auf dem Sofa.

Bei Staffel 3 hatte ich mal ganz kurz einen Hänger (die FLY-Episode und diese komischen Killer-Twins – hallo!?), doch ansonsten ist BREAKING BAD eine Offenbarung. Absolute Lieblingsfolge bisher: Das Finale von Staffel 3. Meine Lieblingsfigur: Hank (alleine schon wegen der Frise). Und mein Lieblingsmoment: die letzte Kamerafahrt in Staffel 4.

HOLY FUCK. Dabei war die Messe doch eigentlich gelesen, right? Und dann kommt da eben noch diese Kamerafahrt, die mal wieder die Karten neu mischen kann.

Nochmal: HOLY FUCK. So eine konstant himmlische Qualität, was Charakterzeichnungen, Schauspieler und Plots angeht, habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen. BREAKING BAD schlägt locker alles, was dieses Jahr sonst noch am Start war.



EBENFALLS MIT KRONE

THE BIG YEAR
Jeder haut auf diesen Film und ich weiß nicht warum. THE BIG YEAR hat einen dezitiert kleinen Horizont und überrascht durch leise, gefällige Töne. Wenn am Ende dann sehr viele Vögel im Bild waren, sind alle drei (großartigen) Hauptdarsteller ein wenig schlauer geworden. Und haben Geschichten hinter sich, die weder besonders rüde noch drastisch, sondern einfach nur liebenswert sind.

Noch mehr unterschätzt als THE BIG YEAR geht gar nicht.



GOD BLESS AMERICA
Bobcat Goldthwait liefert den perfekten Film zum jeweils aktuellen US-Massaker. GOD BLESS AMERICA hat Traute und Spaß an unkorrekten Fußtritten – wobei aber nicht einfach die „gross out“-Keule gezückt wird, sondern durchaus hinterfotzige Punktöne möglich sind.

Perfekt ist das Ganze leider (?) nicht, aber das was der Film richtig macht, macht er richtig richtig. Wer hätte gedacht, dass die modrige Genreform der Komödie mal wieder dicke Lacher abholen darf?



THE IMPOSTER
Diese Doku hat mich eiskalt erwischt, weil sie eherne Doku-Regeln unterläuft (wie z.B. die fiktionale Nachstellung von Ereignissen) und im letzten Drittel in eine gänzlich unerwartete Richtung läuft. Die sogar noch faszinierender ist als all das, was zuvor an bizarren Geschehnissen aufgetischt wurde.

THE IMPOSTER stellt deftige Fragen und nimmt sich den Luxus, nicht alle zu beantworten. Errol Morris –der hier ziemlich deutlich Pate stand- wäre sehr stolz. So viel unglaubliche Fiktion kann es nur in der Realität geben.



MOTORWAY
So gut wie ACCIDENT ist MOTORWAY nicht, doch zu einem der besten Hongkong-Filme 2012 reicht es trotzdem. Soi Cheang ist erneut so weise, seine Geschichte nicht zu überfrachten und setzt auf die nach wie vor unschlagbare Kombination aus bekannten Genre-Eckpunkten und einer stilsicheren, angenehm abgekühlten Edelinszenierung. MOTORWAY ist DRIVE mit Linksverkehr. Und für den phänomenalen Score gibt es eine Abgas-Ladung extra.



PARANORMAL ACTIVITY 3
Ich bin und bleibe ein Sucker für satte Schocks, und wenn ein Film es schafft, mich immer tiefer ins Sofa reinzuschrauben, ist alles andere eigentlich wurscht. Tadaa – Teil 3 der PARANORMAL ACTIVITY-Reihe. Die mit nüchternem Blick schon fast unverschämt billig daherkommt, aber dabei halt eine mördermäßige Atmosphäre aufbaut. Bis dann die Küchenszene den größten Schreier des Jahres ablässt.

Das was da gezeigt wird ist „real“. Im Sinne von „meine Küche schaut ganz ähnlich aus“ – kurze Pause – oh FUCK.



THE RAID
Dass eher früher als später hier die Hater um die Ecke kommen, war ja eh klar, doch gerade deswegen bleibt THE RAID ein absolutes Brett. Mit phänomenal inszenierten und choreographierten Kampfszenen, die einem echt die Spucke wegblasen.

Wirklich gute Action ist und bleibt einfach handgemacht. Eigentlich eine Binsenweisheit, besonders in Zeiten hyperventilierender CGI-Exzesse, die echtes Mitfiebern durch „alles egal“ ersetzen. Bei THE RAID dagegen wird attackiert wie im Windkanal. Kein Gramm Bild ist da zu viel, aufeinanderprallende und/oder berstende Körper simulieren hautnahe Massenkarambolagen. Keine Frage, genau SO muss Action sein!



SAVAGES
Gott sei Dank, Oliver Stone kann noch herzhaft zubeissen! Und haut mit SAVAGES einen Film raus, der endlich mal wieder die verführerische Kombination aus viel Geld und satten Bauchieben versucht. „He gives me orgasms, I give him wargasms“. Einfach herrlich.

So richtig rund ist das Geschehen zwar nicht, aber am Ende bleibt trotzdem der überwältigende Eindruck einer vollen Breitseite. Oliver Stone inszeniert einfallsreich, rasant, verspielt, pervers und selbstgefällig. Ganz so als würden die CRANK-Jungs endlich mal wissen was sie da eigentlich tun.

Und als Kirsche oben drauf: Benicio del Toro. Mr. Abgefuckt. Eine der besten Filmfiguren 2012. Die bei fast jedem anderen Regisseur als blutbesudelte Karikatur geendet wäre. Aber nicht bei Oliver Stone. Alle Daumen für diese Eier!



A SIMPLE LIFE
Das schönste Drama des Jahres. Ann Hui inszeniert Hongkong wie es niemand sonst kann. Bereits THE WAY WE ARE war eine subtile Liebeserklärung an Beton und kleine Schicksale, und A SIMPLE LIFE geht nun noch einen Schritt weiter. Mit zwei großen Stars, Andy Lau und Deannie Yip, und einer eigentlich unverschämt schlichten Geschichte. Die aber gerade in Verbindung mit diesem monströsen Koloss namens Hongkong eine zu vielen Tränen rührende Emotionalität erreicht.

A SIMPLE LIFE fühlt sich „echt“ an. Und winkt die ganze gequirlte Romcom-Soße, die sonst so für volle Taschentücher sorgt, mit einem würdevoll entrückten Lächeln in den nächsten Mülleimer.



SKYFALL
Alleine schon im Verhältnis zu EIN QUANTUM TROST. Und dann aber auch wegen den Retro-Einlagen. Und der entzitterten Regie. Und der gelungenen Mischung aus Inhalt, Drama und Multiplex-Action. Und natürlich Daniel Craig – einem Mann, in den sich selbst Brusthaarträger verknallen dürfen.

SKYFALL ist Mainstream vom Feinsten. Hölle, sogar der Titelsong von Adele hat Klasse!



WARRIOR
Die Geschichte kann gerne aus dem Klischee-Fegefeuer stammen, doch was hier an rohen, ungebremsten Gefühlswallungen hereinbricht, lässt einen völlig gebügelt zurück. WARRIOR ist ein Crescendo aus Schweiß, Blut, roher Gewalt und entfesselten Emotionen. Was THE FIGHTER lediglich anreißt, wird hier bis zum Schlussakkord durchexerziert. Pure kinetische Wucht; Kino in seiner rohen, ursprünglichsten Form.



THE WOMAN IN BLACK
Eine DER Überraschungen des Jahres, weil a) Hammer produziert hat, b) der Potter Harry keineswegs auf Sicherheit geht und c) eben kein weiterer harmloser „haunted house“-Schauer auf dem Programm steht. THE WOMAN IN BLACK kombiniert edel ausstaffierten „gothic Horror“ mit schier eisiger Gänsehaut und einer ganzen Reihe verdammt heftiger Schocks.

War mir neu, diese Verbindung aus Gothik und Kreisch. Hinter einem der schlechtesten (deutschen) Plakate des Jahres verbirgt sich purer Zucker für dunkle, bizarr verkrümmte Horrorherzen.



5 Antworten zu “Noch eine Liste – die besten Filme 2012”

  1. tn sagt:

    THE IMPOSTER ist komplett an mir vorbei gegangen..danke.

  2. Martin Beck sagt:

    Das Dumme bei BOARDWALK EMPIRE ist halt wieder mal das Serienformat. Für BREAKING BAD hatte ich drei Monate am anderen Ende der Welt Zeit, doch hier tummeln sich einfach zu viele Filme – die auch noch spannend sind.

    Obwohl ich’s ja eigentlich besser wissen sollte, nach dem Heisenberg-Flash. OKAY – am besten einfach mal „ein Wochenende zur kranken Oma fahren“…und dann heimlich im nächsten Filmbunker mit angeschlossenem Kühlschrank absteigen.

    THE IMPOSTER ist eine reine Doku, nur halt mit nachgestellten Szenen. Weil es ja um einen gewissen Zeitraum geht und natürlich keiner ahnen konnte, was da so passieren wird. Think THE THIN BLUE LINE; ein absoluter Killerfilm.

    Ich bin -Zitat- „auf THE RAID reingefallen“. Oh well. Dass so etwas mit einem Film überhaupt gehen soll, ist mir neu. Aber selbst wenn: It’s a Brett. Das mir richtig Spaß gemacht hat. Und deswegen (gerne NUR deswegen, pfff) steht der hier in dieser Liste.

  3. Bartel sagt:

    Wer einmal die Spitze des Heisenbergs erklommen hat der wird die Aussicht sein Leben lang nicht mehr aus dem Kopf bekommen. Breaking Bad is here to stay. Dank Walter White habe auch ich endlich verstanden was es heißt seriensüchtig zu sein. Die dritte und vierte Staffel zusammengenommen bieten soviele magische (Monolog) Momente
    (…die Ansprache des geprügelten Pinkman aus dem Krankenhausbett ist reinstes Gänsehauttrommelfeuer in Reinkultur!) gegen welche das gesamte Kinojahr 2012 eigentlich nur abstinken kann. Warte nur bis du in den Genuss von Nummer 5 gekommen bist…wehe, wehe, wehe wenn ich auf das Ende sehe. An dieser Stelle will ich auch mal meine Liebe zu BOARDWALK EMPIRE loswerden. Eine Serie die aufgrund ihres Themas am Anfang sträflich von mir unterschätzt wurde jedoch im Laufe ihrer 3 Staffeln in einem derartig tiefschwarzen Glanz erstrahlt ist, welcher mich augenblicklich bekehrt hat. Ganz große Empfehlung. MOTORWAY habe ich auch schon auf dem Radar. Werde ich jetzt wohl endlich mal schauen müssen. IMPOSTER war mir noch gar kein Begriff. Der Trailer hat mir aber gerade ein kleines aber heftiges Brett aus der Breitseitre verpasst. Wie soll ich denn das verstehen? Eine Art Mocku-Shocku-mentary? Bin heftigst gespannt! Bei deinen restlichen Namedroppings kann ich eigentlich nur einen Haken dahinter setzen…und wer auch immer meint im Nachhinein über THE RAID meckern zu müssen sollte schleunigst mit dem kleinen bärtigen Kampfhundzwerg-Villian aus selbigen für ein paar Vollkörperkontaktrunden in die örtliche Besenkammer gesperrt werden. Das müsste dann auch die versierteste Meckertante zu Vernunft bringen! Wünsch dir auf jeden Fall ein dickes zelluloides Bretterbombardement für das unglückselige 2013!
    Bartel Over&Out
    P.S.: Ich muß allerdings zugeben das ich beim DIE HARD 5 Teaser gucken meine erste Trailergänsehaut des Jahres aufgetragen bekam. Manchmal kann man mich mit der richtigen Dosis Franchise-Pathos ganz einfach um den Finger wickeln. I have high hopes. Ich Willis. Und ich Willis HARD!

  4. Sylvio sagt:

    BIG YEAR.
    :-)

  5. Sylvio sagt:

    Gute Liste.
    Kannst ja doch wenn Du willst.
    Und THE LEAP YEAR ist tatsächlich super!

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.


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