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Neue indische Filme: Trailor Roundup No. 2

Was gibt es Neues aus Indien bzw. Südasien? Auch die zweite Runde des Trailor Roundups gibt einen Überblick über aktuelle Produktionen.

Wie der gerade gestartete URUMI (und davor PAZHASSI RAJA sowie bald ARAVAAN von Vasanthabalan) unter Beweis stellt, sind epische Historienfilme in Südindien derzeit total en vogue. Fortsetzung findet dieser Trend nun mit der tamilischen Großproduktion PONNAR SANKAR, die anschaulich illustriert, wie Politik und Kino in Tamil Nadu miteinander verflochten sind.

Ponnar SankarPONNAR SANKAR ist ursprünglich ein Epos um die Zwillingsprinzen Ponnar und Sankar, dessen Story aufgrund der typisch indischen Plotverschlungenheit hier nicht mal angerissen werden kann. Nun bezieht sich Regisseur und Produzent Thyagarajan allerdings nicht auf die Originalüberlieferung des Stoffs, sondern auf eine Adaption von M.Karunanidhi, seines Zeichens derzeitiger Ministerpräsident von TN, Führer und Chefideologe der Regierungspartei DMK – sowie Schriftsteller, Theater- und Drehbuchautor. Und weil Karunanidhi gemäß der atheistisch-antireligiösen Parteilinie alle spirituellen und übernatürlichen Elemente getilgt oder umgedeutet hat, wird dem Film nun im Vorfeld des Kinostarts Verfälschung wichtigen Kulturguts vorgeworfen. Es wird nicht nur ein Verbot gefordert, man befürchtet sogar Auswirkungen auf die kommenden Wahlen. Dass hier so unverholen Propaganda betrieben wird wie in DMK-Filmen der fünfziger und sechziger Jahre ist zwar unwahrscheinlich (zumal ein nicht-tamilischer Zuschauer davon ohnehin nichts mitkriegt), aber ein mehr als ungutes Gefühl bleibt.

Ebenfalls in ein historisches, aber sicher alles andere als propagandistisches Setting hat der keralesische Werberegisseur V.K. Prakash seine Hamlet-Adaption KARMAYOGI gekleidet.

KarmayogiAllerdings nicht so wie Teilzeit-Arthousefilmer Jayaraj das mit KALIYATTAM und KANNAGI oder Vishal Bhardwaj mit MAQBOOL und OMKARA gemacht haben. Sein Shakespeare ist, zumindest dem Trailer nach zu urteilen, wesentlich action- und Martial-Arts-lastiger. Das erinnert eher schon an chinesische Bearbeitungen wie PRINCE OF THE HIMALAYAS oder THE BANQUET, aber auch an die Telugu-Produktion YELLAMMA, die seit dem Tod ihres Regisseurs Mohan Koda der Veröffentlichung harrt. Mit einem Hans-Dampf-in-allen-Gassen als Regisseur ist es allerdings schwer zu sagen, wie das Ergebnis am Ende tatsächlich aussieht. Als gewiefter Genre-Auteur hat sich Prakash bislang jedenfalls nicht hervorgetan; seine Filmografie, inklusive des arthousigen Episodenfilms AIDU ONDLA AIDU (Kannada, 2010) und der Anarcho-Komödie THREE KINGS, wirkt eher wie ein Kramladen. Positiv allerdings, dass Prakash dem Erdigen und dem Intimen gegenüber Pomp und Bombast den Vorzug gegeben hat. Das macht KARMAYOGI zu einem der interessanteren und sympatischeren Historienfilme der jüngsten Zeit.

Yeh Saali ZindagiGanz anders dagegen die Situation in Bombay, wo Ashutosh (LAGAAN) Gowarikers Freiheitskämpfer-Epos KHELEIN HUM JEE JAAN SEY an den Kinokassen gnadenlos floppte. Hier regiert der Großstadtthriller. Ein Spezialist für dieses (Sub-)Genre war und ist Sudhir Mishra, eine der unzweifelhaften Größen des so genannten „Middle Cinema“ (und überhaupt des zeitgenössischen indischen Kinos), das sich an einem Brückenschlag zwischen Bollywood und Kunstkino, also sowas wie anspruchsvoller Unterhaltung, versucht. Mishra ist das seit den späten Achtzigern mal mehr (DHARAVI, MAIN ZINDA HOON, CHAMELI und insbesondere HAZAARON KHWAISHEIN AISI), mal weniger (CALCUTTA MAIL, KHOYA KHOYA CHAND) gelungen. Nachdem seine vorletzte Regiearbeit RIDE THE WAVE JOHNY (Tera Kya Hoga Johny) lediglich auf vereinzelten Festivals zu sehen war, gelangte sein neuester Film YEH SAALI ZINDAGI, produziert vom Regie-Kollegen Prakash Jha, endlich auch mal wieder in die heimischen Kinos.

Der Trailer lässt zwar zuweilen einen Tarantino/Guy-Ritchie-Epigonen vermuten, aber was bei Vishal Bhardwajs KAMINEY zumindest teilweise zutraf, steht bei Mishra nicht zu befürchten – hat der mit seinem 1996 gedrehten Kult-Hit IS RAAT KI SUBAH NAHIN eindrücklich bewiesen, dass er mit dem Sujet nicht nur umgehen, sondern ihm auch etwas Eigenes abgewinnen kann. Besetzt ist der Film zudem mit großartigen Shor in the cityCharakterköpfen wie Irrfan Khan, Saurab Shukla, Sushant Singh und Yashpal Sharma. Bleibt nur zu hoffen, dass die Tonzensur im fertigen Film (oder zumindest auf einer kommenden DVD-Veröffentlichung) nicht gar so schlimm geraten ist wie der Trailer andeutet.

Aktueller Großstadtthriller Nr. 2 nannte sich bei seiner Weltpremiere auf dem Filmfestival in Busan noch NOISE (Shor) und heisst jetzt, kurz vor dem indischen Kinostart, SHOR IN THE CITY. Offen ist die Frage, ob das Regieduo Krishna DK und Raj Nidimoru an der Festivalversion noch etwas verändert hat. Ausgangspunkt für beide Fassungen ist jedenfalls der gleichnamige, viel gereiste Kurzfilm, zu dem sich die beiden NRIs (von Hause aus Informatiker) ganz Wong Kar-wai-like einfach zwei zusätzliche Erzählstränge erdacht haben. Alles in allem signalisiert der Trailer typisch-hippe Multiplexkost, die sich hoffentlich sowohl von ihrem 2009er Sommerhit 99 wie auch vom restlichen Einerlei der Bombay-Krimikomödien abhebt.



Ashes to AshesAls Klassiker des Hindi-Krimis gilt ASHES (Raakh) von Regiesonderling Aditya Bhattacharya aus dem Jahre 1989. Bhattacharya, der seitdem nur zwei obskure italienische Projekte sowie den seit seiner Festivalpremiere buchstäblich abgeschriebenen DUBAI RETURN (2005) verwirklichen konnte, schickt hier einen jungen Aamir Khan auf einen schweißtreibenden Rachefeldzug in einem nicht näher benannten Neon- und Betondschungel Indiens. Die Umsetzung des Stoffs erinnert mit seiner teils arg verkünstelten low-key-Fotografie, der grimmigen Noir-Atmosphäre und dem eigentümlichen Synthiesoundtrack (komplett Songlos, versteht sich) an Wong Kar-wais AS TEARS GO BY oder MY HEART IS THAT ETERNAL ROSE von Patrick Tam. Vorletztes Jahr hat Bhattacharya unter dem Titel ASHES TO ASHES eine Redux-Fassung erstellt, die 2010 ihre Weltpremiere auf dem Indian Film Festival of Los Angeles (IFFLA) feierte, aber seitdem in der Versenkung verschwunden ist. Weitere Festivals blieben aus, einen geplanten Kino- und DVD-Release gab es bis heute nicht. Der Trailer gemahnt daran, dass dem Abhilfe verschafft werden sollte. Aber schleunigst!

Neulich bei Reihe Sieben:
Trailor Roundup No. 1

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Autor:
Stefan Borsos



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