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Let Me In: BD-/DVD-Kritik

Regie: Matt Reeves
Darsteller: Kodi Smit-McPhee, Chloe Moretz, Richard Jenkins
GB/USA,2010; Start: 1.2.2011 (USA)

New Mexico, 1983: Ein einsamer Junge freundet sich mit einem seltsamen Mädchen an, das sich als Vampirin entpuppt.

Amerikanische Remakes ausländischer Filme haben oft etwas arrogantes an sich: Man hält sein Publikum für zu dumm, Untertitel zu lesen, Filme aus anderen Ländern zu genießen und sich Filmtitel mit mehr als drei Wörtern zu merken. Die einzige sinnstiftende Strategie hierbei sind Remakes, die einen neuen Ansatz suchen, wohingegen Remakes, die einfach nur Gesichter austauschen, vom aufgeklärten Kenner des Originals entnervt durchgewunken werden.

LET ME IN, das Remake von SO FINSTER DIE NACHT, gehört leider zur letzteren Remake-Gattung und wird es in unseren Breiten verdammt schwer haben, ein interessiertes Publikum zu finden. SO FINSTER DIE NACHT genießt in Horror-affinen Kreisen einen ausgezeichneten Ruf, so dass einer weitgehend getreuen Neuverfilmung eigentlich nur der Weg nach unten bleibt. Oder gibt es wirklich Leute, die so stark auf Lala-Land konditioniert sind, dass es unbedingt amerikanische Gesichter sein müssen? Dieser Film ist eine Herausforderung für jede Marketing-Abteilung.

Wobei es ja keineswegs so ist, dass LET ME IN als grausiger Bockmist verendet. Nein, ganz im Gegenteil, CLOVERFIELD-Regisseur Matt Reeves hat einen stylishen, atmosphärischen Horrorfilm inszeniert, der nur für sich alleine genommen durchaus bestehen kann. In Amerika mag sowas sogar funktionieren, weil da wirklich vieles nach der Hollywood-Pfeife tanzt, doch bei uns besteht dieser Film nur mit ganz viel Werbung, die bitte nicht einmal SO FINSTER DIE NACHT erwähnt.

Auch wenn LET ME IN nämlich durchaus als stattlicher Genrefilm erscheint, merkt man im direkten Vergleich natürlich schon etliche Änderungen, die allesamt dem IQ des durchschnittlichen amerikanischen Kinobesuchers geschuldet sind. Die Beziehung zwischen den beiden Kindern betont nun stärker die Freundschaft, die gesichtslosen Opfer der Vampirin entschärfen ihre Bedrohung, die Szenen, in denen sie als Vampirin agiert, haben einen pantomimischen Touch, und einer der dramatischsten Momente des Originals kommt nun gleich zu Beginn. Wozu warten, wenn man auch gleich mit einem Peng einsteigen kann?

LET ME IN verbiegt sein Original immerhin auf eine halbwegs subtile Weise und schafft es auch, dank einer neuen zeitlichen Verortung diverse achtziger Jahre Heuler auf den Soundtrack zu schmuggeln, doch trotzdem bleibt der Film verlorene Liebesmüh. SO FINSTER DIE NACHT bekommt gerne erneut jede Höchstwertung dieser Welt zugesprochen und für LET ME IN bleibt dann die güldene Klon-Medaille am einsamen Gummiband. Schon gut gemacht, ja ja, aber trotzdem eine glatte Themaverfehlung.

Die DVD & Blu-Ray (USA):
Bild & Ton sind erste Sahne und die Extras bieten auch einiges, wenngleich der Informationsgehalt der immer gleichen Making Of-Jubelarien stramm gegen Null tendiert. Von Interesse hier sind aber der sympathische Audiokommentar von Matt Reeves und die deleted scenes, die zumindest in einem Fall zu Unrecht nicht im fertigen Film gelandet sind.




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Autor:
Martin Beck
Good morning, my little chicks and cocks!



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