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Lebanon: DVD-/BD-Kritik

LebanonRegie: Samuel Maoz
Darsteller: Yoav Donat, Itay Tiran, Oshri Cohen
IL,F,LB,D/2009; Start. 13.5.2011 (DVD & BD)

Libanon, 1982. Es herrscht Krieg. In einer von Israelis zerbombten Stadt bewegt sich ein mit vier Insassen besetzter Panzer. Je weiter es hinter feindliche Linien geht, desto größer wird die Anspannung. Ein Einsatz als Himmelfahrtskommando.

LEBANON ist weniger ein klassischer Kriegsfilm, denn vielmehr die konsequente Ausspielung einer beengten Situation. Fast die gesamte Laufzeit gehört Aufnahmen vom Inneren des Panzers, wo sich naturgemäß die Kamera auf die Gesichter der vier Protagonisten konzentriert. Krieg heißt hier panische Angst, Schweiß und Chaos.

Mit der Beschränkung der Handlung auf den Panzer entsteht ein klaustrophobisches Kammerspiel, das sich einer packenden Schilderung eskalierender Dramatik verschrieben hat. Das Innere des Stahlgetüms ist wie ein Kochtopf, dessen ansteigende Temperatur kein Druckluftventil findet. Das äußere Chaos übeträgt sich nach innen und lässt die Ereignisse zunehmend überschlagen.

Regisseur Samuel Maoz, der anscheinend selber an diesem Krieg teilgenommen hat, gestattet dem Zuschauer keine Ruhe. Wenn eine Stresssituation in Panik umschlägt, äußert sich das in einer panikartigen Collage, die wiederum synonym für Kontrollverlust steht. Genauso wie die Soldaten können auch die Zuschauer nicht entkommen. Gesichter in Großaufnahmen, Geschrei, Gewalt. Kein Zweifel, Krieg ist die Hölle.

LebanonWas wir aber natürlich schon längst wissen, so dass LEBANON auch ein anstrengender Film ist. Die räumliche Begrenzung schafft eine bedrückende Stimmung, die durch die schonungslosen Gewaltszenen nicht unbedingt besser wird. Nach eigener Aussage war der Film für den Regisseur eine Art Therapie. Man wird durchgeschüttelt, das Geschehen zerrt an den Nerven und die vermittelte Intensität wirkt wie ein getanzter Schrei. Lass es raus, los!

Wenn man sich wirklich auf den Film einlässt, steht wahrscheinlich am Ende der blanke Schweiß auf der Stirn. Viele jedoch dürften mit der kompromisslosen Machart ein Problem haben, so dass mal früher, mal später das involvierende Handtuch geworfen wird. LEBANON ist einer von jenen Filmen, die man auf jeden Fall gut findet, doch kaum mehr als einmal durchstehen möchte. Ja, okay, Krieg ist wirklich die Hölle..

Die DVD & Blu-Ray: (Bestellen bei Amazon)
Alles sehr gut: Bild, Ton und Synchro. Als Extras gibt es ein (ebenfalls sehr gutes) Making Of und einen Audiokommentar des Regisseurs.




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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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