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Kalter Hauch: DVD-/BD-Kritik

Kalter HauchRegie: Michael Winner
Darsteller: Charles Bronson, Jan-Michael Vincent, Jill Ireland
USA/1972; Start: 14.4.2011

Als Auftragskiller Arthur Bishop, genannt „der Mechaniker“, seinen Mentor umbringt, nimmt er dessen orientierungslosen Sohn Steve unter seine Fittiche und bildet ihn aus. Während Bishops Auftraggeber ihn deshalb abservieren will, findet Steve heraus, wer seinen Vater ermordete.

Mord ist nur Töten ohne Lizenz: KALTER HAUCH ist genauso wie THE MECHANIC, das Remake mit Jason-Statham, ein Kind seiner Zeit. Freilich liegen fast drei Jahrzehnte zwischen der zweiten Kooperation von Charles Bronson und Michael Winner, bevor beide durch die DEATH WISH-Reihe zusammen geschweißt wurden, und dem spektakelsüchtigen Reißer von TOMB-RAIDER-Regisseur Simon West.

Das zeigt sich zum Beispiel in der dialoglosen 15-minütigen Anfangssequenz, in der Bronson in aller Seelenruhe einen minutiösen Mordanschlag vorbereitet, der wie ein Unfall aussieht. Danach wird aus einem wortkargen Thriller ein gesprächiges Drama, das sich Zeit nimmt, die besorgniserregende Psyche dieses alternden Professionals mit seinen Phobien und Melvillescher Einsamkeit zu erkunden, seine europäisch-fernöstlichen Einflüsse in existenzialistischen Diskursen kund zu tun und ausführliche Charakterisierungen zu Lasten jeder Stringenz vorzunehmen.

Kalter HauchDer spätere AIRWOLF-Pilot Jan-Michael Vincent als Killer-Azubi erweist sich als schmierige Schlange, die Bishop in Ahnung des eigenen Endes an seiner Brust nährt. Diese Todessehnsucht wechselt im Remake auf den haltlosen Zögling, den dort Ben Foster mit manischer Verzweiflung spielt. Von der Überlegenheit Stathams ist bei Bronson nichts zu spüren. Wodurch der Rhythmus auch balladesk schlägt und keinen rachegetriebenen Kracher wie das Remake anpeitscht.

Die veränderten Sehgewohnheiten und der Zahn der Zeit schlagen sich in antiquiert wirkender und eher sporadischer Action nieder, geht es doch vornehmlich um eine Männerbeziehung zweier Verlorener auf der Suche nach Halt. Neben der Videoclipmontage und der schwindelerregend erhöhten Schnittfrequenz zeichnet sich Simon Wests geradliniges Make-Over durch reichlich blutig-brutale Nahkämpfe und Waffeneinsätze aus, die Zwischentöne begraben.

Kalter HauchCharles Bronson, damals schon satte 51, vollzieht den Imagewandel von der Westernikone (SPIEL MIR DAS LIED VOM TOD) zum urbanen Gunman in Kordhosen und speckiger Lederjacke. Seine Ungepflegtheit samt Chinabärtchen liegt natürlich auch am Style der 70er. Damals kamen Männer eben noch ohne den Rasierwasser-Model-Glamour eines Jason Statham aus, der viel kantenloser seine stoischen Auftritte absolviert. So hat sich das Image von Coolness gewandelt. Vom Momentum, das die Figuren bewegt, ganz zu schweigen.

Die DVD & Blu-Ray: (Bestellen bei Amazon)
In dunklen Flächen flimmert es, das Bild ist etwas ausgeblichen und sehr körnig. Angesichts des Alters geht das noch in Ordnung, außerdem passt es zum trockenen Look. Der Ton ist Mono, englisch wie deutsch. Extras hat man nicht für nötig befunden, frühere Editionen sind aber ebenfalls „nackt“.



Neulich bei Reihe Sieben:
THE MECHANIC: Kritik

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Autor:
Thorsten Krüger



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