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Von Western und Videospielen: Ein Interview mit Linden Ashby

Linden AshbySeit dem 25. Februar ist innerhalb der Störkanal-Reihe der Film HUNGER im Handel erhältlich. Die männliche Hauptrolle in dem Film hat Linden Ashby übernommen, dessen Gesicht dem Filmfan sicherlich nicht gänzlich unbekannt sein dürfte. Vor allem in den 90er Jahren hatte Linden Ashby seine große Zeit. Wir haben mit dem sympathischen Schauspieler daher nicht nur über seine Rolle in HUNGER gesprochen, sondern ihn auch über seine vergangenen Rollen in Filmen wie WYATT EARP und MORTAL KOMBAT befragt.

Fangen wir doch mit einer richtig schweren Frage an. Wenn du an dieser Stelle deine eigene Persönlichkeit umschreiben müsstest, wer ist Linden Ashby?
Wer ist Linden Ashby? Äh, das hat mich noch nie jemand gefragt (lacht). Wer bin ich? Ich habe keine Ahnung … (er zeigt plötzlich auf eine Person hinter mir) … ich mag übrigens das Mädchen hinter dir.

Gut. Sie ist nämlich meine Freundin.
Ups (lacht).

Du schuldest mir noch eine Antwort.
Ich würde sagen: Ich bin ein Vater, Ehemann, Surfer, Fußballspieler, Motorradfahrer, Freund … such dir was aus.

Wann hast du deine Leidenschaft für die Schauspielerei entdeckt?
Ich ging in Colorado zur Universität, wo ich Wirtschaft und Psychologie studiert habe. Damals fing ich mit Theaterspielen an, was mir sehr gefiel. Ich zog dann nach New York, wo ich unter Sanford Meisner am „Neighborhood Playhouse“ Schauspielunterricht nahm. Danach stürzte ich mich einfach in die Arbeit, übernahm verschiedene Rollen in Theateraufführungen und TV-Produktionen.

Was ist für dich der faszinierendste Aspekt an der Arbeit als Schauspieler?
Für mich ist das Beste an der Schauspielerei, dass ich dabei so viele Dinge lernen kann. Für den Film IM ZEICHEN DES STIERS (2000) habe ich z.B. Stierkampf erlernt. Ich habe einen Monat lang Unterricht bei einem Matador genommen, um mich auf diese Rolle vorzubereiten. Als Schauspieler kann man viele verschiedene Leben leben und Erfahrungen sammeln, die man unter normalen Umständen nie machen würde.

Ich kann als Schauspieler um die ganze Welt reisen und lerne dabei immer interessante Leute kennen. Wenn man nur als Tourist unterwegs ist, dann bekommt man von einem fremden Land nur oberflächlich etwas mit. Wenn man jedoch als Schauspieler in einem anderen Land arbeitet, dann wird man dank der ortsansässigen Crew für diese Zeit ein Teil von diesem Land und bekommt einen kleinen Eindruck davon, was es bedeutet, in diesem Land zu leben.

Auch muss man als Schauspieler nicht in einem Büro arbeiten, was meiner Meinung nach ebenfalls nicht schlecht ist.

Wyatt Earp

Wyatt Earp

Dann lass uns doch nun mal über eines deiner vielen „Leben“ sprechen. 1994 hast du in dem von vielen unterschätzten Western WYATT EARP – DAS LEBEN EINER LEGENDE die Rolle von Morgan Earp, dem jüngeren Bruder von Wyatte Earp, gespielt. Erzähl mal, wie bist du an diese Rolle gekommen?
Ich habe damals in 8 SECONDS – TÖDLICHER EHRGEIZ, einem Rodeo-Film, mitgespielt. Regie bei diesem Film führte John G. Avildsen. Als ich vom Vorsprechen für WYATT EARP hörte, da frage ich John, ob er Regisseur Lawrence Kasdan kennt und für mich vielleicht ein gutes Wort einlegen könnte. John tat sogar noch mehr, als nur ein gutes Wort für mich einzulegen. Er ließ den Produzenten und Lawrence Kasdan auch abgedrehte Szenen von 8 SECONDS zukommen, die mich in voller Cowboy-Montur zeigten. Daraufhin wurde ich zum Vorsprechen eingeladen und bekam schließlich auch die Rolle.

Der Film erhielt damals bei seiner Veröffentlichung eher durchwachsene Kritiken. Auch heute gibt es noch viele Film-Fans, die WYATT EARP längst nicht so gut finden wie den Themenverwandten TOMBSTONE, der damals fast zeitgleich zu WYATT EARP veröffentlicht wurde. Was sagst du dazu bzw. wie stehst du heute zu dem Film?
Ich finde, WYATT EARP hat den Test der Zeit besser bestanden als TOMBSTONE. Der Film ist ein zeitloser und epischer Western, während TOMBSTONE in seiner Art stark in seiner Entstehungszeit, den 90er Jahren, verwurzelt ist. TOMBSTONE ist ein moderner Film, der mit seiner Umsetzung einem modernen Filmgeschmack gerecht wird. Im Vergleich zu TOMBSTONE bemüht sich WYATT EARP um Authentizität und eine korrekte Darstellung seiner Zeit. Ich finde, TOMBSTONE ist zwar ein guter Film, doch der schönere Western für mich ist WYATT EARP.

In WYATT EARP spieltest du Seite an Seite mit solch großartigen Schauspielern wie Kevin Costner, Gene Hackman und Dennis Quad …
Die sind okay (lacht).

Was kannst du rückblickend über die Arbeit mit ihnen erzählen?
Alle drei sind großartige Menschen, die sich von nichts und niemandem unterkriegen lassen. Mit Dennis habe ich hie und da noch Kontakt, und auch mit Kevin und Gene wechsle ich ein paar Worte, wenn ich ihnen über den Weg laufe. Ich war damals sehr nervös, als es darum ging, Gene Hackman zum ersten Mal zu begegnen (lacht). Als ich ihm gegenüberstand, fiel mir auf, dass er viel größer ist, als ich angenommen hatte.

Wenn ich heute die Chance hätte, nochmals in WYATT EARP mitzuspielen, dann würde ich das sofort wieder tun. Diesmal jedoch würde ich es mehr genießen, als ich es damals getan habe.

Hast du aus der Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Schauspieler wie Gene Hackman etwas gelernt, oder zumindest einen Erfahrungswert mitgenommen, auf den du heute noch zurückgreifst?
Ich habe definitiv etwas von ihm gelernt. Er hat mir zwar keinen Schauspielunterricht gegeben, aber ihn bei der Arbeit beobachten zu dürfen, das hat mir sehr viel gebracht. Er ist ein extrem professioneller Schauspieler, der sich voll und ganz auf seine Rolle konzentriert. Es war sehr beeindruckend, mit ihm im selben Film spielen zu dürfen.

Wyatt Earp

Wyatt Earp

Lass uns noch kurz über deine Sterbeszene im Film sprechen. Du wirst während des Billardspielens aus dem Hinterhalt erschossen. Fiel es dir in irgendeiner Weise schwer, diese Szene zu spielen?
Es war glaube ich Schauspieler Edwin Booth, der einmal sagte: Sterben ist einfach, Komödie ist schwer. Die Szene zu drehen hat mir sehr viel Spaß gemacht, vor allem weil sie sehr akkurat umgesetzt wurde. Ungefähr so muss es sich wohl damals zugetragen haben. Interessanterweise haben sich Wyatt und Morgan in Wirklichkeit viel über den Tod unterhalten und ob es ein Leben danach gibt. Bevor Morgan an seiner Verletzung verstarb, da sagte er noch zu Wyatt; es gibt kein Leben danach, da ist nichts. Ich hätte diese Gespräche zwischen Wyattt und Morgan gerne auch im Film gehabt, aber das wäre dann wohl zu düster und philosophisch geworden.

Sterben ist einfach, Komödie ist schwer. Wie schwer ist es für dich, in einer Komödie zu spielen?
Wenn man in einem Drama spielt, dann hat man einen gewissen Freiraum, der auch Fehler zulässt. In einer Komödie zu spielen bedeutet, entweder es funktioniert alles punktgenau oder eben nicht. Eine Komödie lässt einem keinen Spielraum für Fehler, alles muss genau stimmen, sonst ist es nicht mehr lustig. Eine Komödie bedeutet aber auch, offen und ehrlich mit sich selbst zu sein, weil viele Elemente des Humors auf Schmerzen, aber auch auf dem eigenen Versagen aufbauen.

Mortal Kombat

Mortal Kombat

Deine bekannteste Rolle hattest du 1995 in der Videospielverfilmung MORTAL KOMBAT. Im Film spielst du Johnny Cage, eine der Hauptrollen, und bestreitest auch so manchen Martial Arts Kampf. Hat es dir Spaß gemacht, eine solch körperlich herausfordernde Rolle zu spielen?
Johnny zu spielen war im Grunde sehr einfach für mich, da die Rolle in ihrer Art mir sehr ähnlich ist. Wie Johnny habe auch ich Martial Arts studiert, weswegen ich für den Film meine Kenntnisse nur noch auffrischen musste.

Wir drehten den Film in Los Angeles, was sehr einfach war, und in Thailand, was dann ein wenig schwieriger wurde (lacht). Es gab Leute in unserer Crew, vor allem Einheimische, die machten nachts richtig wilde Partys. Es kam nicht selten vor, dass wir deswegen am nächsten Tag jemanden aus der Crew vermissten, weil er es nicht mehr zurück zum Set geschafft hat (lacht). Die Hitze hat uns auch sehr zugesetzt. Vor lauter Hitze wussten wir oftmals nicht, wo wir überhaupt waren (lacht). Ich dachte mehr als einmal, dass ich jeden Moment einen Hitzschlag erleiden würde.

Heute ist MORTAL KOMBAT ein Kult-Film. Kommt es eigentlich noch vor, dass du von Leuten auf den Film angesprochen wirst?
Der Film war seiner damaligen Zeit weit voraus. Heute ist er ein fester Bestandteil der Filmkultur, was mich sehr stolz macht. Tatsächlich werde ich noch oft auf den Film angesprochen, sowohl von 40-jährigen wie auch von Teenagern, die mich wegen MORTAL KOMBAT erkennen. Der Film wird heute noch viel im Fernsehen gezeigt und gewinnt deswegen immer wieder neue Fans dazu. Ich finde das sehr cool.

Ich hätte mir damals nicht vorstellen können, dass MORTAL KOMBAT auch noch nach Jahren seine Berechtigung hat und solch ein Hit an den Kinokassen werden würde.

Resident Evil: Extinction

Resident Evil: Extinction

Regie bei MORTAL KOMBAT führte Paul W. S. Anderson, der 2002 bei einer weiteren Videospielverfilmung, nämlich RESIDENT EVIL, Regie führte. 2007 hast du in RESIDENT EVIL: EXTINCTION mitgespielt, der wiederum von Paul W. S. Anderson produziert wurde. Ist das nur ein Zufall, oder war es Paul W. S. Andersons Idee, dich für den dritten RESIDENT EVIL-Film zu besetzen?
So war es! Es war seine Idee. Ich arbeitete damals in Kanada, als mich Paul anrief und mir die Rolle anbot. Er sagte zu mir; es ist zwar keine große Rolle, dennoch wäre es cool, dich in dem Film zu haben. Wir könnten zusammen am Set abhängen.

Bei solch einem Angebot konnte ich einfach nicht Nein sagen. Und es hat Spaß gemacht, diesen Film zu drehen. Ich habe alle meine Stunts selbst durchgeführt. Besonders stolz bin ich auf meinen im Film tödlichen Sturz von dem Mini-Eiffelturm in Las Vegas. Das war alles andere als ungefährlich, hat aber richtig Spaß gemacht.

Kommen wir nun auf HUNGER zu sprechen. Wie bist du an die Rolle im Film gekommen?
Es gab ein Vorsprechen. Ich las das Drehbuch und dachte nur, dass es sich dabei um eine großartige Geschichte handelt. Ich wollte unbedingt eine Rolle in diesem Film übernehmen, da mich die Geschichte schon ab der ersten Seite gepackt hat.

Und du hast eine Rolle in HUNGER bekommen. Du spielst im Film Grant, einen in seiner Art ganz alltäglichen Typen. Dabei stellt sich die Frage, wie viel deiner eigenen Persönlichkeit in der Rolle steckt?
Ich denke, Grant ist mir schon sehr ähnlich. Ich bin der Meinung, oder ich hoffe es zumindest, dass ich in solch einer Situation wie im Film, genau gleich wie Grant reagieren würde. Das Interessante am Film ist, dass sich jeder Zuschauer mit mindestens einer der vorkommenden Figuren identifizieren kann.

Was für Reaktionen hast du von den Zuschauern bezüglich deiner Darstellung im Film erhalten?
Bis jetzt nur Gute. Wir waren mit dem Film auf vielen Filmfestivals in den USA und die Zuschauer haben ihn immer sehr positiv aufgenommen. Ich kann mich noch erinnern, da gab es diese Frau, die musste sich während des Filmes fast übergeben und rannte mit der Hand vor dem Mund aus dem Kino. Ich bin zwar der Meinung, dass solch eine Reaktion ein wenig zu extrem ist, dennoch zeigt sie auch auf, dass der Film nicht spurlos an den Zuschauern vorübergeht. Wenn man den Film gesehen hat, dann wird man sich darüber Gedanken machen und mit anderen Leuten über das Thema des Filmes sprechen wollen. HUNGER ist ein Film, der die Leute auf unangenehme Weise berührt. Wenn man mich fragt, ob ich den Film als einen Horrorfilm betrachte, dann antworte ich immer, dass HUNGER für mich kein Horrorfilm ist. Für mich ist der Film eher Horror-Fine (Fine = fein oder gut).

Hunger

Hunger

Dann würdest du HUNGER also nicht als einen Horrorfilm in der Tradition von SAW bezeichnen?
Für mich ist HUNGER keiner dieser momentan angesagten Horror- und Torture-Porn-Filme wie SAW oder auch HOSTEL. Der Film ist dafür zu realistisch gehalten, verzichtet er doch auf eine übertriebene Gewaltdarstellung. Der Film zieht seine Spannung vielmehr aus der psychologischen Entwicklung der Figuren und nicht aus irgendwelchen Gewaltszenen. Mir persönlich ist das auch sehr wichtig, da ich all die SAW-ähnlichen Horrorfilme nicht mag. Für mich bewegt sich HUNGER eher in der Tradition von Alferd Hitchcocks DAS RETTUNGSBOOT.

Was kannst du im Allgemeinen über die Dreharbeiten erzählen?
Wir drehten den Film in chronologischer Reihenfolge, was sehr ungewöhnlich für einen Filmdreh ist. Normalerweise dreht man einen Film nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern die einzelnen Szenen werden vielmehr ohne ersichtliche Reihenfolge abgedreht. Bei HUNGER war es jedoch anders. Wir starteten mit der ersten Drehbuchseite und arbeiteten uns dann Stück für Stück durch. Für mich war es eine unglaubliche Erfahrung, da ich so etwas noch nie gemacht hatte. Diese Vorgehensweise schweißte uns alle am Set zusammen. Wir, die Darsteller, verbrachten nicht nur viel Zeit zusammen, sondern verloren auch zusammen an Gewicht. Wir alle wurden auf eine spezielle Diät gesetzt, um für den Film Gewicht zu verlieren. Ich nahm in meinen 2 ½ Wochen, in denen ich am Set war, ca. 10 kg ab.

Und danach? Hast du dir nach den Dreharbeiten als erstes einen Burger gegönnt?
Ich flog nach den Dreharbeiten direkt nach Kanada, um dort in einem anderen Film eine Rolle zu spielen. Der frankokanadische Produzent des Filmes, ein guter Freund von mir, holte mich am Flughafen ab und erschrak, als er sah, wie dünn ich geworden war. Er dachte ich wäre krank, da er nicht wusste, dass ich nur wegen HUNGER an Gewicht verloren hatte. Auf alle Fälle genehmigte ich mir in Kanada als erstes einen richtig großen Cheeseburger mit Pommes Frites und trank dazu drei große Guinness. Als Nachtisch gab es dann noch ein leckeres Stück Bananentorte. Ich kann dir sagen, es war perfekt!

Kann ich nachvollziehen. Danke für das Interview!

HUNGER auf DVD: Bestellen bei Amazon
Die Filmkritik von Reihe Sieben

2 Antworten zu “Von Western und Videospielen: Ein Interview mit Linden Ashby”

  1. good post !!!!!! haha !!!!!! yes

  2. Sylvio sagt:

    Cooles Interview!

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Autor:
Nando Rohner



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