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Insidious: Kritik

InsidiousRegie: James Wan
Darsteller: Patrick Wilson, Rose Byrne, Barbara Hershey
USA/2010; Start: 21.7.2011

Eine Familie mit drei Kindern bezieht ein neues Haus, das sich jedoch schnell als Hort böser Geister entpuppt. Als der älteste Sohn ins Koma fällt, dämmert es, dass es den Geistern gar nicht um das Haus geht.

Ach, du INSIDIOUS du. Was wäre hier möglich gewesen, wenn die effektive „haunted house“-Achterbahn der ersten beiden Drittel bis zum Ende durchgehalten hätte. Und eben nicht im letzten Drittel Platz für schrägen Fantasy-Popanz in CGI-Kleidern machen würde. Der die bereits mit einem Fuß betretene Horror-Ruhmeshalle wieder verschließt. Und die finale Einstufung in die Nähe von POLTERGEIST bugsiert.

Ja, Mensch, was wäre hier nicht möglich gewesen, wenn man sich einfach dem Tenor der meisten Kritiken zu INSIDIOUS ergibt und genau das wiederkäut, was der erste Absatz als bestialisches Täuschungsmanöver von sich gibt. Man möchte sich einfach zu gerne dem Film anpassen und ebenfalls einen Haken schlagen, der dann letztendlich die beiden Extreme in einer durchaus wohlwollenden Mitte vereint: Die ersten zwei Drittel von INSIDIOUS sind nämlich längst nicht so genial wie alle behaupten, und das letzte Drittel verlangt halt einen gewissen Humor – mit dem man das abstruse Geschehen schon fast wieder schönlachen kann.

InsidiousZu Beginn ist der Film eine Art „best of“ bekannter „haunted house“-Zutaten, die dann von Regisseur James Wan (SAW) in einen höchst effektiven Windkanal gesteckt werden. Ohne viel Vorlauf geht es bald los mit den unheimlichen Vorfällen, die Ereignisse schlagen deutlich höhere Wellen als z.B. bei PARANORMAL ACTIVITY und die Inszenierung presst alles raus, was moderner Grusel so zu bieten hat. James Wan ist definitiv ein fähiger Regisseur, der sein Metier so gut beherrscht, dass die schnittige Achterbahn den angestaubten Ablauf der Geschehnisse übertünchen kann. Nichts was hier passiert ist allzu neu oder bahnbrechend – was aber vielleicht ja auch den Erfolg des Films ausmacht.

Die klare Einordnung in die „haunted house“-Schublade macht INSIDIOUS vergleichbar, was dank der wirklich guten Regieführung eigentlich nur von Vorteil sein kann. James Wan orgelt volle Kanne auf der Schockklaviatur und schafft dabei immer wieder haarige Aufschreier, die auch ohne Bluteinsatz richtig beuteln können. Dämonische Stimmen aus dem Babyphon, Schatten im Schlafzimmer oder –die beste Szene des Films- eine vollkommen abgedrehte Seance: INSIDIOUS sorgt auch bei abgebrühten Horrorfans für Zuckungen, selbst wenn der Dämon ständig Erinnerungen an Darth Maul hervorruft.

InsidiousWas uns nun unweigerlich zum letzten Drittel des Films führt, das von Drehbuchautor Leigh Whannell, der hier zum dritten Mal mit Wan zusammenarbeitet, in eine völlig andere Richtung geführt wird. Die zunächst mal gar nicht schlecht oder gut ist, sondern einfach nur einen Bruch zum vorherigen Geschehen bedeutet. Das ja vielen Leute so gut gefällt, dass sie natürlich keine Veränderung wollen und demzufolge auch nicht daran denken, wie denn der Filme sonst enden könnte. INSIDIOUS baut einen Plot auf, der sich selber in eine Ecke schiebt, aus der es nicht allzu viele Ausgänge gibt. War man zuvor noch so vernünftig, der Familie tatsächlich den vorzeitigen Auszug aus dem Haus zu erlauben, geht es nun in höhere Sphären.

Der besessene Sohnemann verschwindet nämlich in eine Zwischenwelt, gefolgt von seinem Vater, der dann aber nicht etwa in eine Bilderorgie stolpert, sondern einfach nur ein schwach beleuchtetes Haus, CGI-Nebel und fratzige Gruselmännchen vorfindet. INSIDIOUS eilt ja der Ruf voraus, der profitabelste Film des Jahres zu sein, was aber vor allem daran liegt, dass das Budget verdammt niedrig war…und somit halt das Außerweltliche eher nüchtern erscheinen muss. Nur für sich genommen, wirkt das tatsächlich etwas arm, doch im Kontext der seltsamen Geisterbahn, die da gegen Ende abläuft, ist das eigentlich fast egal. Leigh Whannell wählt einen mindestens unterhaltsamen Ausstieg aus der Nummer, der allerdings auch den Freunden des ganz toughen Horrors die lange Nase zeigt.

Wenn James Wan wirklich meint, auf ganzer Länge einen satten Horrorfilm abgeliefert zu haben, ist er vielleicht doch nicht der smarte Regie-Zampano, für den man ihn halten könnte. Ansonsten aber steht ihm jedes Recht zu, einen durchaus verspielten Kontrast zu bilden und die geschürte Erwartungshaltung so weit zu unterlaufen, dass irgendwann die Grenze zur Parodie erreicht ist. Man wird nicht ganz schlau aus INSIDIOUS und muss sich wohl einfach darauf verständigen, dass der Film sehenswert ist – aus allen Gründen zwischen „Fingernägel knabbern“ und „Mann, den Quatsch glaubst du nicht“.



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2 Antworten zu “Insidious: Kritik”

  1. beroo bass sagt:

    So! Also für die ‚Macher‘ von Paranormal activity und Saw ,war der Film so ziemlich ’ne Witzfigur!
    Die Musik hat sowas von genervt und ja @noyse, die geisterjäger haben den Film ins lustige gezogen,dachte wirklich nur noch ‚das kann doch nicht wahr sein ! ‚
    Was ich auch schrecklich fand, waren diese ‚bösen Kreaturen‘, nachdem man sie richtig gezeigt hat, war es dann doch zu viel und ich fand sie nicht mehr schrecklich. In dem Fall-> weniger ist mehr!
    Und was ich auch sehr lustig fand war der Moment als die Eltern,die Dame und die Geisterjäger mit dem Sohn kommunizieren wollten, für mich sahen die geräte dafür echt unglaubwürdig aus, vorallem mit diesem komischen ‚elefanten-rüsseln‘ dort musste ich echt anfangen zu lachen!
    Außerdem war es auch sehr lustig ,als der Papa in die andere ‚Welt‘ oder wie das auch dort heißen mag war.
    Ich hätte mir den Film echt anders vorgestellt , vielleicht hab ich mir auch zu viel davon erhofft, aber es hat für mich aufjedenfall keinen guten Eindruck hinterlassen.
    Aber was ich zugeben muss ist, dass einige Stellen einen echt erschrecken können!

  2. noyse sagt:

    am meisten gingen mir die beiden geisterjäger hanseln auffn sack. die haben definitiv ne zeitland die atmosphäre des films unnötig kaputtgemacht. da hätte man sich doch mal lieber an poltergeist orientieren sollen.

    aber ich sach mal ich hab mich schon lang nicht mehr so gut gegruselt wie hier und das ganz ohne blut und gekröse…

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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