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N’Guten aus der Videogruft: TerrorVision

Auf DVD und Blu-Ray gibt es vieles, aber längst noch nicht alles. Reihe Sieben wühlt gerne in staubigen Videokassetten-Stapeln und fördert dabei wilde, durchgeknallte & obskure Perlen zutage. Sie alle hätten wirklich mal eine silberne Scheibe verdient, doch liegen momentan noch begraben: in der Videogruft.

TerrorVisionRegie: Ted Nicolaou
Darsteller: Diane Franklin, Gerrit Graham, Mary Woronov
USA/1986

Ein außerirdisches Monster gelangt durch intergalaktisches Versagen über den frisch installierten, hochmodernen Satellitenreceiver ins traute Heim der Puttermans, einer nicht ganz normalen amerikanischen Familie. Psychotronische Heiterkeit entbrennt.

Bereits die ersten Bilder von TERRORVISION deuten an, wo die Reise hingeht. „Planet Pluton, Sanitation Department, Mutant Creature Disposal Unit“ lässt uns eine dreizeilige Einblendung wissen, gefolgt von einem erstmal eher rätselhaften Prolog, der exzessiven Mischkonsum bewusstseinserweiternder Drogen seitens Drehbuchautor und Regisseur Nicolaou vermuten lässt. Nach einem Vorspann, der scheinbar mit der Absicht konzipiert wurde, den Zuschauer mittels audiovisueller Stimulation an dem durch Nicolaous Mischkonsum hervorgerufenen Bewusstseinszustand teilhaben zu lassen, lernen wir Familie Putterman kennen.

Familienoberhaupt Stanley schraubt gerade an seiner frisch erworbenen Satellitenschüssel von der Größe eines europäischen Kleinwagens herum, was seiner Ehefrau Raquel und ihrer schrillen Tochter Suzy gar nicht ins Programm passt, während der milde altersexzentrische Opa Putterman aus der Stadt zurückkehrt, wo er mal wieder erfolglos getrocknete Eidechsenschwänze –die ultimative „regenerative Nahrungsquelle“– an den Mann zu bringen versucht hat. Sohn Sherman spielt unterdessen, offenbar bereits ganz vom paranoiden Großvater indoktriniert, munter Krieg, derweil der ebenfalls anwesende Fernsehtechniker Norton munter Stanleys „Heinees“ wegzischt. Nachdem aus heiterem Himmel ein mysteriöser Energiestrahl in die Schüssel einschlägt, funktioniert der Empfang plötzlich bestens – ungünstigerweise ist damit aber auch ein hungriger, extraterrestrischer Mutant im TV der Puttermans gelandet. Während sich die Eheleute Putterman auf den Weg in die Stadt machen, um ein Pärchen zum Swingen abzuholen, Tochter Suzy mit ihrem Freund, dem Metalhead „OD“, den Abend ebenfalls außer Haus verbringt und Sherman und sein Opa sich einen von Elvira-Parodie „Medusa“ moderierten „Horrorthon“ ansehen, gelangt das Monster aus dem Fernseher ins Haus.

TerrorVisionTerrorVision

So weit, so wahnsinnig – und das sind gerade mal die ersten 20 Minuten von TERRORVISION. Nicolaou präsentiert ein Panoptikum dermaßen exaltierter Charaktere, dass das an sich reichlich schräge Monster daneben beinahe bieder wirkt. Und die Akteure haben sichtlich ihren Spass. Besonders hervorgehoben seien der wunderbare Alejandro Rey als viriler, griechischer Swinger Spiro Xiros und Jon Gries (auch bekannt als Onkel Rico aus NAPOLEON DYNAMITE) als OD, dessen Rolle eine von Mike Judges Hauptinspirationen zu BEAVIS & BUTTHEAD gewesen sein dürfte.

Die schrillen Kostüme und die herrlich irre Ausstattung tun ihr übriges, um TERRORVISION zu einem R-rated Spektakel für große Kinder zu machen, das nicht nur bunt und frivol, sondern auch mit genug wahnwitzigen Ideen für mindestens drei Filme ausgestattet ist – dass sich hinter all dem campy Flitter tatsächlich eine durchaus treffsichere Satire auf den amerikanischen Way of Life verbirgt, ist da nur die Kirsche auf der Torte. Das Schlusswort, das auch das Credo des Films treffend zusammenfasst, sei Opa Putterman geschenkt: „Remember boy, the best way to kill the enemy is by brainshot!“



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Autor:
Jan Zeleny
Kinematopath



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