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I’m still here: DVD-Kritik

Regie: Casey Affleck
Darsteller: Joaquin Phoenix, Sean „P. Diddy“ Combs, Casey Affleck
USA/2010 – Erscheinungstermin DVD: 13.01.2012

„I’m not acting anymore and I’m doing this Hip Hop record“, verkündet der Schauspieler Joaquin Phoenix der Öffentlichkeit. Was folgt, ist eine gnadenlose Dokumentation der Dekonstruktion eines Stars. Phoenix versucht sich als untalentierter Rapper und macht sich so ziemlich vor allem und jedem zum Affen.

Mit Entsetzen beobachtet man den vielversprechenden Phoenix (GLADIATOR, WALK THE LINE, SIGNS) dabei, wie er sich selbst mehr und mehr entstellt, sich immer weiter gehen lässt. Das meist verwendete Wort des Films ist „fucking“, vor keiner Ekelszene wird haltgemacht. Drogen, Prostituierte, Nacktszenen – und alles nur um auszubrechen aus der falschen Scheinheiligkeit Hollywoods, aus seiner Unzufriedenheit mit dem Schauspielerleben: „I don’t wanna play the character of Joaquin Phoenix anymore“.

Das schlimmste ist dabei die Fremdscham, die man immer intensiver spürt, besonders in den Momenten, in denen sich der neue Hip-Hop-Phoenix der Öffentlichkeit einer Bühne preis gibt und seine Werke zum besten gibt.

Warum tut er das nur? Kurz nach Erscheinen von I’M STILL HERE gibt Casey Affleck (DIE ERMORDUNG DES JESSE JAMES DURCH DEN FEIGLING ROBERT FORD, OCEAN’S ELEVEN) bekannt, dass das ganze Filmprojekt ein Fake gewesen ist: Zwei Jahre spielte Phoenix eine weitere Filmrolle und seine musikalischen Ambitionen waren nicht echt. Mit ihrem ungewöhnlichen Projekt machen die beiden Schwager (Affleck ist mit Phoenix‘ Schwester liiert) auf die fast perverse Welt von Hollywood und dem Starruhm aufmerksam.

Phoenix verhält sich wie eine Diva, die nichts zustande bringt, allein sein Name zählt noch etwas. Und trotzdem stehen ihm Leute zur Seite, die ihm bei seinem wahnwitzigen Projekt unterstützen. Er schafft es sogar, bei P. Diddy vorzusprechen. Die Medien stürzen sich weiterhin auf ihn. Paradox und schön zugleich, dass Affleck und Phoenix das System mit genau dem Mittel zu hinterfragen suchen, auf dem es basiert: dem Film.

Dramaturgisch und stilistisch ist der Film kein Meisterwerk. Die ewigen Hass-Tiraden von Phoenix ziehen sich in die Länge und bei vielen Sachen will man eigentlich nicht genau hinsehen, trotzdem werden sie unnötig lange gezeigt. Es fehlt der Drive, der den Film vorantreibt.

Highlight ist die Schlussszene, in der Phoenix eine Auszeit bei seinem Vater sucht: Vor einem Wasserfall meditierend/sinnierend kommt der Rückblick in seine Kindheit. Er steht als kleiner Junge auf einem Felsen und zögert in einen See zu springen. Aber er wagt es schließlich, er macht den Schritt. Und genau das tut er auch noch als erwachsener Mann. Er traut sich Dinge als Schauspieler, vor denen andere zurückschrecken. Schließlich wandert er durch einen Fluss, immer weiter, steigt immer tiefer und versinkt letztlich. I’m not there.




Die DVD: (bei Amazon bestellen)
Extras: Audiokommentar, entfallene Szenen und alternative Enden, Radiointerview und Trailer


Eine Antwort zu “I’m still here: DVD-Kritik”

  1. Hilfe! Was ist denn bei euch los? Ihr müsst mal wieder in die Hufen kommen!
    Das hier wird doch sonst noch ne Geisterstadt und das wäre wirklich viel zu Schade!
    Euer treuer Bartel! Täglicher Post-Checker!!

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Autor:
Filiz Schulz



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