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I Spit On Your Grave: BD-Kritik

Regie: Steven R. Monroe
Darsteller: Sarah Butler, Daniel Franzese, Chad Lindberg
USA/2010; Start: 10.2.2011 (USA)

Eine junge Schriftstellerin möchte in einer einsamen Waldhütte ihr neues Buch anpacken, was einige Rednecks aber rüde unterbrechen. Zuerst wird ausgiebig vergewaltigt…und danach schlägt das Opfer ebenso ausgiebig zurück.

Another day, another remake – wobei aber I SPIT ON YOUR GRAVE schon eine Sonderstellung bekommt, weil a) das Original auch heute noch eisiges Frösteln hervorruft und b) das Remake nicht alles falsch macht. Man könnte sogar behaupten, dass hier eine der besseren Neuauflagen der letzten Jahre zu bewundern ist, wenn denn nur eine generelle Affinität zu niederträchtiger Exploitation besteht und das durchwachsene LAST HOUSE ON THE LEFT-Remake nicht auf längere Zeit verzweifelte Vergewaltigungsschreie zum angewiderten „no go“ gemacht hat.

Der Knackpunkt bei I SPIT ON YOUR GRAVE ist auf jeden Fall seine Geschichte, die man entweder für ihren konsequenten Mut bewundert oder aber als langweilig bis niederträchtig abkanzelt. Der Film reißt das eherne Rache-Gerüst bis auf die Grundmauern herunter und kostet sowohl den Angriff als auch die Vergeltung verdammt lange aus. Das ist ganz sicher sehr intensiv, wenn die Protagonistin wie ein Stück Vieh über den Waldboden gezerrt wird, doch genauso halt auch elendig berechenbar. In diesem Film geschieht nichts, was man nicht genau so erwarten würde.

Die Qualitäten von I SPIT ON YOUR GRAVE liegen eher in der Herangehensweise an seine Geschichte, die z.B. dem ausfransenden „survival“-Showdown von LAST HOUSE ON THE LEFT eine konsequent eisige Stimmung entgegenstellt. Regisseur Steven R. Monroe setzt auf ausgewaschene Farben und schnörkellose Direktheit, die Protagonistin wird nie zur überstilisierten Kampf-Amazone und die finalen Morde sind gerade deswegen so effektiv, weil sie affektierte SAW-Kaspereien gegen grundehrliche Durchschüsse/Amputationen tauschen.

I SPIT ON YOUR GRAVE ist auf den bodenständigen Punkt inszenierte Rache-Exploitation, die sehr nahe am Original bleibt und nur ganz dezent moderne Verführungen in die rustikalen Wälder bittet. Es gibt hier natürlich Handys und eine Videokamera, die Morde walzen deutlich ausgeschmückter durch den Folterkeller und die Darsteller, allen voran Sarah Butler, sind ausnahmslos richtig gut. Was ebenfalls neu ist, ist ein selbstverständlich fieser Polizist, dessen primäre Funktion anscheinend in der weiteren Rechtfertigung ruchloser Selbstjustiz liegt. Die Frau ist einfach völlig auf sich allein gestellt; es scheint tatsächlich zu stimmen, dass im amerikanischen Hinterland vor allem degenerierte Inzucht-Schweine hausen.

Am Ende aber bleibt natürlich mal wieder –wie so oft bei dieser Art von Film- die Frage nach dem Sinn det janzen. I SPIT ON YOUR GRAVE ist konsequent, stilsicher inszeniert und äußerst brutal, doch halt genauso eine mitunter sogar zähe Zurschaustellung degenerierter Schweinereien. Der ideale Date-Film eben – sofern man sowieso schon länger Schluss machen wollte.

Die DVD & Blu-Ray (USA):
Oh well…die US-Veröffentlichung ist unrated, was eigentlich jede andere Info hinfällig macht. Ebenfalls nicht ganz unwichtig ist allerdings, dass a) parallel zum Remake auch das Original erneut erscheint und b) Anchor Bay nichts (oder nur sehr wenig) „region free“ herausbringt. An Extras werden eine Audiokommentar, deleted scenes, ein Making Of und Trailer geboten.


4 Antworten zu “I Spit On Your Grave: BD-Kritik”

  1. Jens sagt:

    die abartige Tortur des Mädels, fand ich nicht so abartig, weil die mich irgendwie völlig kaltgelassen hat. weiss auch nicht warum. es gibt diesen film mit gillian anderson – da war das ganz anders.

    Der sozusagen zweite teil ist wirklich sehr gut. da waren ein paar echte gemeinheiten dabei.

  2. Sylvio sagt:

    Der saut halt ziemlich rum. Bei der abartigen Tortur des Mädels und beim Gegenangriff sowieso. Dabei (bei letzterem) sogar recht originell und so noch nicht sehr häufig dagewesen.

  3. Martin Beck sagt:

    Definiere bitte „zerrt ziemlich rum“.

  4. Sylvio sagt:

    Gesehen. Zerrt ziemlich rum das Ding. Nicht alles verkehrt, sicherlich nicht, brauchen tut so was aber niemand.

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Autor:
Martin Beck
Good morning, my little chicks and cocks!



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