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I spit on your grave: Im Gespräch mit Sarah Butler

Sarah ButlerNach LAST HOUSE ON THE LEFT macht der Hollywoodsche Remakewahn auch vor einem weiteren berüchtigten 70er Jahre-Exploitation-„Klassiker“ nicht Halt und beschert uns mit der Neuverfilmung von I SPIT ON YOUR GRAVE ein Wiedersehen mit Jennifer Hills. Ganz egal, ob man dem Rape & Revenge-Subgenre etwas abgewinnen kann oder nicht, das von Steven R. Monroe inszenierte Remake zählt definitiv zu den besseren Vertretern seiner Art. Wegen seiner kompromisslosen Härte hat auch die Neuauflage bei den Filmbewertungsstellen diverser Länder einen schweren Stand. So durfte I SPIT ON YOUR GRAVE 2010 selbst in England nur zensiert erscheinen, während dort selbst der deftige Hongkong-Slasher DREAM HOME unangetastet blieb. Seit dem 7.4.2011 steht das von Freigabe-Querelen gebeutelte Werk in den deutschen Videotheken. Während der Fantasy Filmfest Nights konnte Reihe Sieben mit der sympathischen Hauptdarstellerin Sarah Butler ein Interview führen.

Kannten Sie das Original, bevor Sie die Rolle angenommen haben?
Nein, ich habe zuerst für die Rolle unterschrieben und mir dann vor Beginn der Dreharbeiten das Original angesehen. Ich wollte sicher gehen, dass ich das Original wenigstens vor Drehbeginn kenne. Zu diesem Zeitpunkt war es keine große Überraschung mehr, ich hatte ja das Drehbuch gelesen und war daher vorbereitet. Das war auch gut so, denn hätte ich den Film gesehen, ohne vorher zu wissen, um was es geht, hätte er mich bestimmt sehr mitgenommen.
Mir war schon etwas mulmig. Wenn man Risiken eingeht, kann man entweder völlig versagen oder es kann sich letzten Endes auszahlen. Ich bin sehr froh, diese Rolle gespielt zu haben, anstatt eine, an die sich keiner erinnert. Selbst wenn Leute den Film nicht mögen, er bleibt ihnen in Erinnerung und sie sprechen über ihn. Für mich ist das großartig. Außerdem glaube ich, dass wir einen guten Film gemacht haben, und darauf bin ich stolz. Bei diesem Film mitzumachen, war definitiv die richtige Entscheidung.

I spit on your graveSehen Sie sich diese Art von Filmen privat an?
Absolut nicht. Ich schaue mir eigentlich keine Horrorfilme an.

Allerdings sehen sich recht viele Frauen Horrorfilme an und einige Filmwissenschaftler behaupten sogar, dass I SPIT ON YOUR GRAVE eher die weiblichen Zuschauer anspricht…
Das ist eine weit verbreitete Sichtweise und auch Stoff für Diskussionen. Ein paar Leute sehen in I SPIT ON YOUR GRAVE einen feministischen Film, andere vertreten eine völlig gegensätzliche Meinung. Ganz sicher kann man sich da nie sein. So viele Menschen, so viele unterschiedliche Meinungen…
Mir gefällt es, wenn einige diesen Film als feministisch ansehen, da ich deren Sichtweise nachvollziehen kann. Am Ende bin ich meinen Peinigern überlegen und zahle es ihnen heim. Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, triumphieren die Frauen. Aber es gab da auch eine Frau, die sagte: „Du hast nicht gewonnen, du bist zu einem Monster geworden“. Man muss jede Meinung respektieren. Als ich den Film gemacht habe, wollte ich, dass sich die Zuschauer fragen, wer eigentlich schlimmer ist: Sind es die Typen oder bin ich es? Gehe ich zu weit oder ist mein Handeln gerechtfertigt? Die Tatsache, dass um diese Frage sogar eine Debatte entbrannt ist, zeigt mir, dass ich genau das erreicht habe, was ich wollte. Das freut mich.

I spit on your graveWas halten Sie persönlich von Rache? Wann wäre Ihrer Meinung nach Rache gerechtfertigt bzw. der Gedanke daran nachvollziehbar?
Ich hasse es zwar generell, dieses Wort zu gebrauchen, um mich zu beschreiben, aber da ich Christin bin, kann ich Rache vom moralischen Standpunkt aus betrachtet natürlich nicht gutheißen. Andererseits bin ich auch nur ein Mensch und wenn mir jemand etwas antut, dann denke ich natürlich ganz automatisch darüber nach, wie ich es demjenigen vielleicht heimzahlen könnte. Obwohl es nicht richtig ist, solche Gedanken zu hegen, so kann ich mich davon nicht freisprechen. Bestimmt hat jeder schon irgendwann einmal an Rache gedacht. Und deshalb sind Filme mit dieser Thematik auch so beliebt und ziehen die Menschen in ihren Bann. Was Jennifer Hills in dem Film durchmacht, können sich die meisten von uns –glücklicherweise!– nicht im Entferntesten vorstellen. Wenn einem jedoch so etwas passieren würde, dann würde man vielleicht genau so wie Jennifer handeln. Ich persönlich wäre nicht imstande, jemanden zu töten. Wahrscheinlich würde ich nach so einer schrecklichen Erfahrung einfach elendig zugrunde gehen und als gebrochener Mensch sterben.
Es ist ein Film mit einem Rachemotiv, aber letztlich ist es eben nur eine Phantasie. Der Film erregt Aufmerksamkeit, weil er zeigt was passiert, wenn jemand diese Phantasien tatsächlich ausleben würde.

Übrigens sind, wenn man die Bibel heranzieht, Rachegedanken nicht absolut unchristlich…
Ich weiß nicht… Wahrscheinlich bin ich einfach nur ein Schwächling (lacht). Gelegentlich kommen Leute ungeschoren davon, obwohl sie mich schlecht behandeln. Ich beherzige das Motto „im Zweifel für den Angeklagten“ und denke mir, dass diese Person einfach nur einen schlechten Tag hat, oder etwas in dieser Art. Später erfahre ich, dass dieser Mensch zum Beispiel jedem diese gemeinen Dinge über mich erzählt. Da ist es dann natürlich mit meiner Gutmütigkeit vorbei. Grundsätzlich glaube ich jedoch an das Gute im Menschen. Wenn ich jemanden das erste Mal treffe, fallen mir an der Person zuerst die positiven Eigenschaften auf. Das hat seine guten und seine schlechten Seiten. Aber ich möchte mich nicht ändern, nur weil jemand meinen Charakterzug ausnutzen könnte.

I spit on your grave

Haben Sie sich auf die Vergewaltigungsszene in irgendeiner Art und Weise vorbereitet? Kann man das überhaupt?
Nein, das kann man nicht. Wenn man das versuchen würde, würde man sich selbst ins Bein schießen. Eine primäre menschliche Verhaltensweise ist es, sich zu schützen, so dass einen schlimme Erlebnisse nicht so belasten. Ganz egal, um was es sich dabei handelt. Wenn uns etwas Schreckliches widerfährt, wäre die Reaktion nicht rational, sondern spontan.
Als ich wusste, dass ich diesen Film machen werde, habe ich mir bewusst gemacht, dass ich all diese Situationen durchleben werde. Das war meine einzige Vorbereitung. Als ich das realisiert hatte, habe ich versucht, nicht mehr daran zu denken. Denn als wir diese Szene drehten und mich die Typen umringten, diese Dinge zu mir sagten, diese Sachen taten und mich schließlich angriffen, wirkte es sehr real und natürlich. Die Sequenz wurde ohne Unterbrechung gedreht. Die Szene dauert ungefähr zehn Minuten und besteht aus einer einzigen Aufnahme. Danach wurde das Ganze von einer anderen Kameraposition aus wiederholt. Es schien mir alles sehr real zu sein. Für mich persönlich war das Angst einflößend und es war für mich nicht schwer, diese Emotionen zur Schau zu stellen, da es sich im Endeffekt dabei nur um natürliche Reaktionen handelte.
I spit on your graveAber es gibt ja noch den Racheteil, für den meiner Meinung nach etwas mehr Vorbereitung vonnöten war, da diese Verhaltensweise im krassen Gegensatz zu meiner wahren Persönlichkeit steht. Ich musste mich in eine sehr düstere Gemütsverfassung versetzen und diese wieder abstreifen können. Das Rachesegment erforderte nicht nur eine total andere Denkweise, sondern war auch in technischer Hinsicht kompliziert. Ich bekam Special-Effects-Makeup, interagierte mit prothetischen Körperteilen, und da war auch noch das Kunstblut, das nach jedem Take abgewaschen und wieder neu aufgetragen werden musste. Es gab also viele Aspekte, die es zu beachten galt, während ich mit der emotionalen Darstellung des Charakters beschäftigt war. Diese Szenen zu drehen war für mich die größte Herausforderung, aber zugleich machte es auch am meisten Spaß. Ich war nicht mehr diejenige, die entblößt auf dem Boden lag. Ich war wirklich erleichtert, als diese Phase der Dreharbeiten begann (lacht).

I spit on your graveWelche Szene hat Ihnen persönlich während der Dreharbeiten am meisten Spaß gemacht, oder war für Sie am leichtesten zu realisieren?
In dem Film gibt es keine wirklich einfachen Aufnahmen. Vielleicht die, in denen ich einfach nur jogge, doch die zählen für mich nicht als richtige Szenen. Die Szene, die mir in gewisser Weise am meisten Befriedigung verschaffte, war die allererste Rachesequenz, die wir gedreht haben. Das war die Szene mit der Badewanne. Da es die erste dieser Szenen war, setzte ich all die Gefühle wie Wut und Schmerz frei, die ich während der Dreharbeiten für die Rolle aufgebaut hatte. Meine Kollegen waren richtig verblüfft und geschockt und sagten: „Wow! Wir hatten keine Ahnung, dass das in dir steckt…“. Ich erwiderte: „Ihr habt mir dabei sehr geholfen. Ihr wisst gar nicht, wie sehr ihr mir geholfen habt…“. (lacht)

Wurde der Film chronologisch gedreht?
Größtenteils. Die Szene gegen Ende des Films, in der ich in dem Haus zusammen mit der Familie des Sheriffs bin und mit ihm am Telefon spreche, wurde vor den Aufnahmen gedreht, in denen ich mich an meinen Vergewaltigern räche. Die Szene spielt in einer tatsächlichen Wohnung, die wir von einer Person für ein paar Tage gemietet hatten. Deshalb mussten wir diese Sequenz zuerst drehen. Es war für mich ein wenig komisch, dass diese Szene vor all den anderen Ereignissen gefilmt werden musste, da man ja sicher gehen will, dass man sich in der richtigen Gemütsverfassung befindet. Es hat aber, denke ich, glücklicherweise funktioniert. Ein merkwürdiges Gefühl war es trotzdem.

Horrorfilme werden immer extremer und expliziter. Grenzen scheinen nicht mehr zu existieren…
Das ist richtig. Meiner Meinung nach liegt das an der Desensibilisierung. Soweit ich informiert bin -zu diesem Zeitpunkt war ich ja noch nicht geboren- hat sich der Gewaltaspekt in Horrorfilmen so ab den 70er Jahren stetig gesteigert. In PSYCHO genügten damals ein paar Blutspritzer an einem Duschvorhang, um die Zuschauer zu schockieren. Und heutzutage gibt es diese ganzen Torture-Porn-Filme, in denen Dinge gezeigt werden, die einfach nur grausam und schrecklich sind… Ich denke, es war ein schleichender Prozess. Mit der Zeit stumpften die Leute ab, da sie im Fernsehen oder in Filmen immer mehr gesehen haben. Heutzutage verlangen die Menschen eben nach einem höheren „Schock-Faktor“.

Ich muss gestehen, dass auch unser Film diesbezüglich keine Ausnahme bildet. Das war sicherlich einer der Gründe, die für ein Remake sprachen. Die Produzenten sahen die Möglichkeit, gerade dieses Element des Originals an die heutige Zeit anzupassen. Und genau das haben sie getan. Sie haben das Rachesegment ausgebaut und diese Folterelemente hinzugefügt, um der Erwartungshaltung der heutigen Zuschauer gerecht zu werden.
Ich denke, der Reiz sich einen Film wie I SPIT ON YOUR GRAVE anzusehen, liegt in dem Wissen begründet, dass es sich dabei um fiktive Ereignisse handelt, die im wirklichen Leben –hoffentlich- nicht passieren würden. Leider sind unter den Zuschauern vielleicht auch solche Typen dabei, die zwischen Realität und Fiktion nicht unterscheiden können. Es gibt ein paar Individuen, die Verbrechen im Stil solcher Filme verüben. Doch diese Menschen sind wirklich gestört und krank. Die dachten schon lange darüber nach, solche Taten zu begehen, bevor sie einen Film dieser Art gesehen haben. Viele Leute möchten gerne die Filme für solche Verbrechen verantwortlich machen, doch der Großteil der Genre-Fans sind die sanftmütigsten und liebenswertesten Menschen, die ich jemals getroffen habe. Typen, die solche wie in dem Film gezeigte Taten verüben, sind generell krank. Die Filme sind nicht die Ursache. Man kann sich nicht hinstellen und behaupten, dass die Medien, das Fernsehen oder die Unterhaltungsindustrie der Ursprung sind, warum diese Personen diese Verbrechen verüben.

I spit on your grave

Hatten Sie Angst, durch Ihre Rolle in I SPIT ON YOUR GRAVE als eine Art Horror-Queen abgestempelt zu werden und nur noch Angebote für Filme dieses Genres zu erhalten?
Ich hatte darüber vor dem Film gar nicht nachgedacht. Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass es für mich sehr einfach wäre, diesen Weg einzuschlagen und nur noch in Horrorfilmen mitzuspielen. Mir wurden ein paar Rollen dieser Art angeboten, die ich jedoch alle ablehnte. Ich habe aber generell keine Abneigung gegen Horrorfilme. Ich würde wieder in einer solchen Produktion mitspielen, falls mir das Drehbuch und die Rolle gefallen. Zu diesem Zeitpunkt erschien es mir jedoch nicht richtig, gleich für einen weiteren Film dieser Art vor der Kamera zu stehen. Ich hatte schon das Gefühl, dass ich mich dadurch dann festlege. Da ich jetzt aber die Möglichkeit habe, in Filmen anderer Genres mitzuwirken, werde ich sicherlich auch einen weiteren Horrorfilm machen und keine Bedenken deswegen haben. Ich habe wegen I SPIT ON YOUR GRAVE diese großartigen Fans gewonnen und ich möchte ihnen mehr von dem geben, was sie sehen wollen. Ich will sie nicht enttäuschen. Es wäre natürlich schön, wenn sich durch meine Mitwirkung in Projekten anderer Genres meine Anhängerschar noch vergrößert (lacht).

Weiterklicken:
I SPIT ON YOUR GRAVE – BD-Kritik

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Autor:
Chris Peller



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