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I spit on your grave: Ärger mit der FSK

I spit on your graveJeder Verleih, der einen Film wie I SPIT ON YOUR GRAVE herausbringt, rechnet mit Schwierigkeiten bei der FSK. Was allerdings Sunfilm diesbezüglich für einen Marathon hinlegen musste, ist (mal wieder) so dramatisch, dass sich hierzu ein eigener Text lohnt.

I SPIT ON YOUR GRAVE steht seit dem 7.4. als Leihversion in den Videotheken. Die Freigabe: SPIO/JK – keine schwere Jugendgefährdung. Was für die Blutfreunde bedeutet, dass gegenüber der ungeschnittenen US-Fassung 16 Schnitte im Werte von 4:19min angebracht wurden. Die diese Fassung mit Anlauf in die nächste Tonne kloppen.

Der wirkliche Kracher nun ist die geplante Kauffassung, die im Juni mit einer FSK KJ-Freigabe erscheinen sollte. Leider nur wird daraus nichts, weil sich nämlich die FSK selbst nach FÜNF Vorlagen (in Kombination mit einer stetig kürzeren Fassung) nicht dazu erweichen ließ, die gewünschte Plakette rauszurücken.

Dass die FSK vollkommen willkürlich und nach Tagesform entscheidet, dürfte inzwischen ja bekannt sein. In diesem Fall aber schien man sich tatsächlich darauf verständigt haben, den Film so lange auszusitzen, bis der Verleih aufgibt – was für Sunfilm wiederum massive Umsatzeinbußen (und eine saftige Rechnung für die ganzen Prüfungen) bedeutet.

Leute, man kann das drehen und wenden wie man will: Sowas ist Zensur. Und die liebe FSK kann sich dabei IMMER rausreden, indem sie die Prüfungsgremien wechselt und dem Verleih stets die Möglichkeit offen lässt, gerne NOCHMAL aufzulaufen. Mit einer NOCHMAL verkürzten Schnittfassung, die aber niemals auf einem konkreten Schnittplan basiert, sondern maximal ein paar mündliche Tips gönnerhafter Prüfer berücksichtigt – die dann beim nächsten Anlauf natürlich nicht mehr dabei sind und somit kaum wirkliche Relevanz haben.

Klar, die Ösi-Fassung wird kommen, nur bleibt einfach ein Haufen Ärger und letztendlich eine Beschneidung des Muts der Verleiher, solche Filme zukünftig überhaupt noch anzupacken. Es ist leider Tatsache: Die FSK gewinnt IMMER – und sei es nur durch juristisch einwandfreie Begründungen, die über schier grenzenlose Polemik auch DAS SANDMÄNNCHEN noch als verrohende Gefahr für die Jugend hinbiegen könnten.

Neulich bei Reihe Sieben:
I SPIT ON YOUR GRAVE: BD-Kritik
Interview mit Sarah Butler

16 Antworten zu “I spit on your grave: Ärger mit der FSK”

  1. Michael Raab sagt:

    Ja, Film wurde gesichtet – US unrated – englische Untertitel. Schon ordentliches Gematsche und ich muss feststellen, obwohl ich schon zahlreiche Filme uncut gesehen habe, bin ich immer noch nicht durchgedreht. Komisch. Und es lebe Homer Simpson, ob auf deutsch oder englisch, mein Idol und wahrer Held.

  2. Sylvio sagt:

    @Michael
    Das ging an Martin.
    Aber grad wo Du Homer Jay Simpson erwähnst, genau das dachte ich auch immer, aber als ich das erste Mal den gelben Film auf Englisch sah, war ich hin und weg, aus dem einfachen Grunde, da mir die Stimmen dort im Allgemeinen und tatsächlich Homies Stimme im Besondern viel besser gefielen!

  3. Sylvio sagt:

    Wenn Du auf die Baumschule gingst, hattest Du anstelle von Englisch Tannenzapfenpflege – fair enough. Hi hi hi …
    Nicht böse sein. Ansonsten mag das durchaus stimmen, mit der tollen Synchronmentalität hier, diese erschwert den 08/15-Ottos aber auch das erlernen von Fremdsprachen, was ich ziemlich schade finde. Aber das Thema muß jetzt hier nicht angeschnitten werden, dazu wurde schon alles gesagt.
    Haste den Film nun eigentlich gesehen?

  4. Michael Raab sagt:

    Als glühender Fan von vielen alten italienischen Polizeifilmen und Italo-Western möchte ich aber auf eine deutsche Synchro nicht verzichten. Die richtig guten Synchros meine ich damit. Nicht die Kalauer-Synchros. Man nehme nur einmal EIN BÜRGER SETZT SICH ZUR WEHR: englischer Ton = grauenhaft. Aber auch bei den neuen Filmen habe ich keine Lust, meine Ohren mit einem unverständlichen Slang zu strapazieren.
    Oder was wäre ein Homer Simpson ohne deutsche Synchro ? Für mich die eindeutig beste Kombination zwischen Figur und deutscher Synchro. Die englische Sprache ist für mich überhaupt kein Problem, trotzdem bevorzuge ich eine deutsche Tonspur.

  5. Martin Beck sagt:

    Doch, auf lange Sicht wird das die Industrie sehr wohl verändern. Nein, längst nicht jeder hat Englisch in der Schule. Nein, ich habe nichts zensiert (wo überhaupt??) – es ist jedem selbst überlassen, sich zum Horst zu machen. Und „Synchronmentalität“: Ja, Mensch, wir leben halt in Deutschland und haben -Ausnahmen inklusive- ein hohes Synchron-Niveau. Also zumindest ICH möchte z.B. THIS IS ENGLAND nicht im Original hören. Da bluten mir die Ohren. Und auch bei Filmen aus Frankreich, Spanien, Italien,… könnte es ziemlich eng werden.

  6. Sylvio sagt:

    Nun gut, das stur stellen der FSK ist schon recht lächerlich. Aber ganz ehrlich, nur weil es in Deutschland permanent Probleme mit letzten Endes stinknormalen Filmen gibt, wird das die Industrie nicht ruinieren oder einen Produktionsstop bedeuten. ;-)
    Was allerdings nicht so wirklich schlimm wäre … hö hö hö …

    @Sebastian
    Ich sage das immer so: Jeder in unserem tollen Land hat seit Kindesbeinen an Englisch in der Schule. Englisch ist die verdammt noch mal leichteste Sprache der Welt. Ein bißchen Lernen sollte das doch möglich machen, mal ein paar Sätze in Filmen zu verstehen. Und für alle „Rentner“, bei denen das noch nicht der Fall war, die können teuer importieren und die Öster noch reicher machen (Herr Beck, ich liebe diese Formulierung, und Du hast die rauszensiert aus meinem Text! Ja ja.), die haben ja Kohle. :-) Überspitzt aber goldrichtig! Außerdem sind die alle verseucht durch die Synchronmentalität in diesem Land. Finde ich genauso dumm.

  7. Martin Beck sagt:

    @Sylvio: Das habe ich ja bereits im Text geschrieben: Wer einen Film wie I SPIT für Deutschland erwirbt, weiß, dass es Probleme geben wird. Dass aber die FSK einfach auf stur schaltet und somit einen der wichtigsten Einnahmebereiche ausschließt, das kann man nun wirklich nicht einplanen.

    Weil, über kurz oder lang kommen solche Filme dann gar nicht mehr in Deutschland raus. Und wenn sowas in mehreren Ländern passiert, dann werden solche Filme über kurz oder lang gar nicht mehr gedreht.

    Und das wäre sehr schade – völlig egal, was man letztendlich von dem Geschmoddere hält.

  8. Sebastian sagt:

    „Alles ist billiger. Immer.“ – Nicht wenn du – und der Großteil der Kaufhaus-Käufer, über die wir in diesem Zusammenhang ja reden, wird dieser Gruppe angehören – auf eine deutsche Sprachfassung o.ä. angewiesen bist/haben willst, denn die kosten bei allen einschlägigen Shops immer noch aberwitzige Preise.

    Wer einmal den Schritt macht, und irgendwo aus dem englischsprachigen Ausland importiert, der wird mit Preisen keine wirklichen Probleme mehr haben, ebenso mit Cut-Fassungen, klar.

  9. Sylvio sagt:

    „Ohne viel Mehraufwand …“? Alles ist billiger. Immer. Allein aus diesem Grund wird schon seit Jahren nur noch im Internet eingekauft. Da muß man sich dann zumeist auch nicht mit geschnittenen Stinkefüßeversionen rumkloppen. Und natürlich, Mr Beck, wollen die Firmen Kohle machen, habe nie was anderes behauptet, aber dann sollen se sich nicht über fünf Prüfanläufe beschweren. Einfach weil bei solch einem Film eben in Deutschland nicht Anderes geht. Das weiß man auch vorher, also, hop oder top.

  10. Sebastian sagt:

    Bin in dieser ewig währenden Debatte auch etwas unentschlossen. In Zeiten von fallenden Zollschranken und Datenbanken a la OFDb ist es heutzutage sicherlich nicht mehr allzu schwer, auch ungekürzte Fassungen ohne viel Mehraufwand zu erstehen, weshalb der Verweis auf diese Möglichkeit sicherlich richtig ist. Auf der anderen Seite sollte man sich aber stets vor Augen halten, dass es eben doch nur eine Scheinfreiheit ist, die wir da genießen: Alles was nicht innerhalb der EU verfügbar ist, oder dort schlicht und ergreifend zu unverschämten Preisen gehandelt wird (siehe Österreich-Shops), muss nach wie vor durch denn Zoll, und ist dementsprechend vogelfrei.

    Die Berichterstattung über diesen Zustand halte ich deshalb schon für wichtig und richtig, wobei ich Kaufhaus-Fassungen zumindest im aktuellen status-quo der Gesetzeslage für eine nicht gänzlich verdammenswerte Alternative halte. Sicherlich, es gibt tausende Beispiele für das Versagen solcher kommerzieller VÖs (BAD TASTE-FSK 12^^), aber es gibt durchaus auch Fassungen, die einer breiten Käuferschicht entgegenkommen, wenn nicht sogar in deren Interesse sind: Wer die Wahl hat, einen Film mit 30 Sekunden weniger Gematsche dafür aber meist billiger- und nicht unerheblich: sofort verfügbar – zu bekommen, dem kann man sein Kaufverhalten nur schwerlich vorwerfen, zumal es eben Realität ist, dass gerade Kürzungen im niedrigen einstelligen Minutenbereich für einen nicht unerheblichen Teil tatsächlich belanglos erscheinen , – und: Hand auf’s Herz – es bei manchen Filmen ja auch sind.

  11. Michael Raab sagt:

    Von einem Verkäufer eines bekannten großen Elektromarktes weiß ich, dass es den Leuten relativ egal ist, ob sie eine geschnittene Fassung kaufen. Auch dezente Hinweise des Verkäufers werden ignoriert. Solange sich die Einsicht dieser Käufer nicht ändert, werden auch weiterhin geschnittene Fassungen auf den Verkaufsmarkt geworfen und die Verleiher Gewinn einfahren.

    Mich ärgert dabei nur, dass ich als deutscher Bürger meine kostbare Freizeit mit Forschungsarbeit im Internet verbringen muss, um herauszufinden, welche Fassung denn wie erhältlich ist. Klar, das Ausland ist immer eine Option, müsste aber nicht sein.

  12. Martin Beck sagt:

    Geschnittene Kaufhaus-Versionen sind keine Abzocke, es sei denn, man pappt vorne eine FSK 12 druff und schreib dann fett drüber: „VOLL UNCUT, ALLES GEMATSCHE DRIN“.

    Soll man diese Möglichkeit zu verkaufen vielleicht auslassen? Jeder Verleih, der das macht, ist einfach nur doof – und zwar noch viel doofer als die Leute, die das dann kaufen.

  13. Sylvio sagt:

    Finde ich auch nicht ganz unwichtig. Auf der anderen Seite: Weshalb versucht denn Sunfilm diesen Streifen auf Teufel komm raus ins Kaufhaus zu bringen? Die wollen Kohle machen. Logisch und nachvollziehbar. Der wird auch gekauft werden, in einer 80 Minuten kürzeren Fassung, da sich die normalen Ottos auch nicht wirklich informieren und interessieren. Also ganz ehrlich, wenn sie diese Leute abzocken wollen, können se auch gern die 50.000 Euro für die fünf Prüfanläufe berappen.
    Irgendwie klingt das so alles gar nicht nach mir, also: Beschissene Zensur. So.

  14. Martin Beck sagt:

    Schon klar, nur wird’s dadurch auch nicht besser – und wenn sowas wie hier passiert, finde ich es nach wie vor wichtig, darüber zu berichten.

  15. Günni sagt:

    Ist doch langsam sowas von langweilig geworden, diese Dauerschleife… Filme werden in Deutschland zensiert, wem es nicht passt, bedient sich im Ausland und alles ist im grünen Bereich.

  16. Michael Raab sagt:

    Ich finde es sehr lobenswert, dass die FSK, die Regierung und die vielen Politiker uns deutsche Bürger vor solchen bösen Filmen schützen. Nicht dass es uns so ergeht wie den europäischen Nachbarn, die diese Filme ungekürzt schauen müssen und dann Schaden nehmen. Bin ich froh, das die FSK für mich als 42jährigen mitdenkt.

    Als Käufer von Filmen in Deutschland muss man erst einmal eine umfassende Recherche durchführen, ob denn ein Film auch ungeschnitten ist. Das Ergebnis kann man sich ja eigentlich schon im Voraus denken: CUT!

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Autor:
Martin Beck
Niemals krank, weint heimlich, schläft ruhig.



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