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I Saw The Devil: Kritik (Gérardmer)

I Saw The DevilRegie: Kim Ji-woon
Darsteller: Lee Byung-hun, Choi Min-sik, Jeon Ho-jin
K/2010; Start. 15.4.2011 (DVD & BD)

Dass die Jagd auf das Böse die Menschen nicht unberührt zurückläßt, dass der Versuch der psychologischen Annäherung als polizeiliche Ermittlungstaktik auch den Detektiv in Richtung des Bösen verschiebt: All das sind durchaus bekannte Motive aus dem Kriminalfilm, dem Psychothriller, all diesen Genres, in deren Wurmfortsätzen sich Moral und Ethik in ihre kleinsten Einheiten zermörsern lassen müssen, und auf der anderen Seite kommen die Heldinnen und Helden als geläutert, vernichtet oder beides heraus.

Was wird also aus dem Jäger, wenn er das Böse mit dessen eigenen Mitteln jagt? I SAW THE DEVIL fragt danach mit großer Konsequenz und war dafür in Gérardmer der große Gewinner des Festivals, auch wenn der Hauptpreis für einen anderen südkoreanischen Film, BEDEVILLED, überreicht wurde. Man sieht hier einem Rachedrama von Shakespeare’schen Ausmaßen und Abgründen bei der Entfaltung zu, und dann wird es allerdings noch deutlich blutiger als selbst in ’TIS PITY SHE’S A WHORE von Shakespeares Zeitgenosse John Ford.

Ein Serienmörder (Choi Min-sik aus OLDBOY) bringt die Verlobte eines Spezialagenten der Regierung (Lee Byung-hun) um, und der nutzt seine zwei Wochen Zwangsurlaub nach dieser Tragödie dazu, den Täter zur Strecke zu bringen. I SAW THE DEVIL erledigt allerdings die unvermeidlichen Bestandteile dieser Konstruktion (Motivation, Suche nach dem Täter, erste Konfrontation) in der ersten Stunde des 140-Minuten-Films und nutzt den reichlichen Rest der Zeit dafür, das Aufeinanderkrachen des selbstgerechten Rachewillens mit dem absolut Bösen zu dokumentieren – und deren Annäherung in den Extremen.

I Saw The Devil

Der Täter Kyung-Chul ist nämlich nach beschämend kurzer Suche gefunden und eindeutig identifiziert (dem Publikum ist er eh schon seit den ersten Minuten bekannt; die Polizei spielt praktisch keine Rolle und ist also mindestens unauffällig und untätig), dann aber lässt der Agent ihn wieder frei, nur um ihm alsbald aufs Neue nachzustellen und ihm immer wieder neue Verletzungen, neue Schmerzen zuzufügen. Mit anderen Worten: I SAW THE DEVIL packt in seine erste Stunde, was anderen Filmen für ihre ganze Laufzeit gereicht hätte, und legt dann Schweiß, Blut und Tränen erst so richtig obendrauf. Und da Kyung-Chul natürlich bald begreift, wohin der Hase läuft – und als Verkörperung eines uneingeschränkt und hemmungslos bösartigen Geistes versteht er zudem, worauf sich der Protagonist eingelassen hat, bevor dieser es selbst begreift – stehen sich die beiden Antagonisten bald auf Augenhöhe gegenüber.

Der Film kulminiert so zur moralischen wie ästhetischen Grenzerfahrung, in dem sich Gut und Böse in einer Orgie von Gewalt und Blut einander annähern.



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Mit bestem Dank an Butt-Kicking Babes

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Autor:
Rochus Wolff



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