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I Come With The Rain: Kritik

Regie: Tran Anh Hung
Darsteller: Josh Hartnett, Takuya Kimura, Lee Byung-hun, Tran Nu Yen-Khe u.a.
Frankreich, Hong Kong, Spanien, Irland, UK/2009
Release (DVD + BD): 19.08.2011 (bei Amazon bestellen)

Der ehemalige Polizist Kline (Josh Hartnett), der nach dem Fassen eines Serienmörders, dem Wahnsinn nahe, den Dienst quittieren musste, bekommt den Auftrag, Shitao (Takuya Kimura), den vermissten Adoptivsohn eines Pharmamagnaten, wiederfinden und nach Hause bringen. Bei seiner Suche, die ihn über die Philippinen nach Hongkong führt, kommt er mit dem sadistischen Gangster Dongpo (Lee Byung-hun) in Kontakt. Dessen Freundin und einziger menschlicher Berührungspunkt wurde entführt und landet letzten Endes in den Armen Shitaos, der sich in einer schäbigen Behausung am Rande Hongkongs versteckt hält und Menschen heilt – indem er ihre Schmerzen, ihren Pein, absorbiert und alles selbst durchlebt. Die unterschiedlichen Wege dieser drei Individuen werden letzten Endes zusammentreffen und an diesem Punkt wird sich alles verändern …

Kennt ihr das? Ihr schaut einen Film und nach den ersten fünf Minuten wisst ihr exakt, dass ihr hier gerade etwas ganz Großem beiwohnt? Einem Film, der hypnotisch fesselnd alles vom Zuschauer abverlangt und das Blickfenster einzig und allein auf die Quelle der Bilder lenkt? Gespannt, angespannt, etwas zu verpassen, ist es einem unmöglich, den Blick abzuwenden. Man ist gefangen. Zwei Stunden lang gefangen. Gefangen in einem filmischen Alptraum aus Schmerzen, Gewalt und Gegengewalt, die letzten Endes nur in einer omnipotenten Zerstörung von allem und jedem oder in einer Massen-Katharsis enden kann und wird.

Regisseur Tran Anh Hung erschuf mit I COME WITH THE RAIN einen düsteren Thriller. Dieser lebt durch seine regelrecht hypnotische Wirkung erzeugenden fantastischen Bild-Gemälde, die geprägt sind von Schmerz, Zerstörung und der Suche nach Erlösung. Er lebt durch seinen schlicht genialen Score, der punktgenau die wunderschön-verstörenden Bilder untermalt und der sich durch die Gehörgänge in die Tiefen des Gehirns einbrennt.

Josh Hartnett sagt ja seit geraumer Zeit, dass er seine Rollenauswahl verändern möchte und sich anspruchsreiferen Projekten widmen möchte. Das hat er hiermit mehr als vollbracht. Er ist kaputt. Den ganzen Film über. Erschöpft und müde. Dennoch überzeugt er hier durch eine intensive Performance, die er – wenn überhaupt – seit sehr langer Zeit nicht mehr gebracht hat. Dies gilt nicht minder für den restlichen Cast. Auch Lee Byung-hun zeigt einmal mehr was in ihm steckt. Diese Arbeit sieht wie eine indirekte Fortsetzung seiner I SAW THE DEVIL-Rolle aus – nur eben jetzt in ganz kaputt. Wenn er zum Beispiel einzig mit seinem Blick einen Handlanger dazu zwingt, sich selbst in einen Leichensack zu stecken und diesen zu schließen, nur um ihm dann mit einem Hammer zu bearbeiten, ist das schon äußerst schwer erträglich und verstörend.

An Originalschauplätzen auf den Philippinen sowie in Hongkong gedreht, konservieren die wunderschönen Kameraaufnahmen die Armut und Einsamkeit der philippinischen Inseln sowie in Neonlicht getränkte Bilder der Millionenmetropole Hongkong gleichermaßen und lassen alles faszinierend wie erhaben wirken.

I COME WITH THE RAIN ist eine Symbiose aus Bildern und Musik, aus Gemälden für die Ewigkeit und Klängen für die Sinne.

Wie unschlecht an den vielen, sehr negativen Kritiken zu erkennen ist, spaltet der Film nicht nur die Gemüter, nein, er erlaubt augenscheinlich gar keine andere Sichtweise als eine negative. Ich verübele das den Rezipienten gar nicht mal, denn der Film ist sehr schwierig, in sehr vielen Belangen. Es ist weiß Gott kein Film für nebenher, kein Film für nette Abende mit Freunden und kein Film zum Wohlfühlen. I COME WITH THE RAIN ist ein Fluss. Ein Fluss in welchem man mitschwimmen muss. Von welchem man sich tragen lassen muss. Welchen man nicht nur an seinen Körper, sondern auch an seine Seele lassen muss, wenn man nicht untergehen will. I COME WITH THE RAIN ist ein Meisterwerk!




5 Antworten zu “I Come With The Rain: Kritik”

  1. Julio Sacchi sagt:

    Würde ich nicht sagen…

  2. Sylvio sagt:

    Wirklich und wahrhaftig!
    Der könnte Dir vielleicht sogar auch gefallen, künstlerisch anspruchsvoll en masse, würde ich sagen. :-)

  3. Björn Eichstädt sagt:

    Meisterwerk? Wirklich Meisterwerk?

  4. Sylvio sagt:

    Lieber Herr Bartel(ino),
    ab und an packt’s mich halt am Schlawittchen. Dann schreibe ich auch schon mal selbst ein bißchen, anstelle immer nur über andere zu meckern. ;-)
    Kauf Dir doch mal auch die deadline, bei Gelegenheit. Da kann man dann auch drin blättern, mit Papier, und so. Da ist ab und an ’ne voll fetzige Kolumne von einem Oberfilmkenner der mit den Bergmanns anfing und dann doch alles vergaß, drinne.
    He he he …

  5. Bartel sagt:

    Herr Constable!
    Sie habe ich ja noch nie schreiben, gelesen!?!
    Machen Sie das häufiger, oder hat Sie nur der Film namens ICH KOMME WIE DER REGEN hierfür inspiriert?

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Autor:
Sylvio Constabel



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