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Herzensbrecher: Kritik

Regie: Xavier Dolan
Darsteller: Xavier Dolan, Monia Chokri, Niels Schneider u.a.
Kanada/2010
Starttermin: 07.07.2011

Inhalt: Die Freunde Marie und Francis lernen auf einer Party den gutaussehenden Nicolas kennen. Beide verlieben sich in Nico und buhlen um seine Gunst, sodass schließlich ihre Freundschaft auf dem Spiel steht.

HERZENSBRECHER ist ein wunderbarer Film über die Liebe und das Verliebtsein mit all ihren Facetten: Begeisterung, Hingabe, Aufregung, Sich-Hübsch-Machen, auf einen Rückruf warten, Tränen, Verzweiflung, Zurückweisung. Und Xavier Dolan schafft es, all diese Gefühle und Stimmungen in wärmenden, berührenden Bildern einzufangen. Der Film trägt eindeutig die Handschrift des Regisseurs, die Nahaufnahmen, Zeitlupen und musikalische Untermalungen sind teilweise bekannt aus I KILLED MY MOTHER.

Der deutsche Titel des Films ist wie so oft nicht gut gewählt: Das Original LES AMOURS IMAGINAIRES – die eingebildeten Lieben – beschreibt das Grundthema des Films viel besser. Marie und Francis verlieben sich in Nico, ohne zu bemerken, dass dieser keinerlei Anzeichen macht, auch nur im Geringsten auf ihre Gefühle einzugehen. Als Marie Nico mit ihrer Liebe konfrontiert („… Was, wenn ich dir doch ein Gedicht geschickt hätte?“), antwortet dieser nur mit genervtem Gesichtsausdruck: „Dann hätte ich immer noch etwas auf dem Herd“ und wendet sich zu gehen. Erst nach der Einbildung von Gefühlen folgt das gebrochene Herz.

Wie ein Kind spielt Nico mit den beiden. Nicht einmal mit bösen Absichten. Er hat einfach keine Lust, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Er flirtet nicht offensichtlich mit ihnen, provoziert ihre Zuneigung in keiner Weise. Bestechend ist natürlich sein Aussehen: In einer Montage vergleicht Dolan ihn mit einer griechischen Statue. Blonde Locken, unwiderstehliches Lächeln, traumhafter Körper. Wie die Motten zieht er Marie und Francis an, sodass ihre Augen nur auf ihn, ihr Licht, gerichtet sind.

Den ganzen Film über dachte ich mir: Louis Garrel aus DIE TRÄUMER wäre die bessere Besetzung für Nicolas gewesen, da bei ihm noch die charismatische Komponente hinzukommt. Denn Nicolas bleibt den ganzen Film über seltsam flach. Und siehe da – Garrel bekommt einen kleinen Gastauftritt am Ende des Film, mehr wird nicht verraten.

Einfach phantastisch, welchen Style Dolan entwickelt

Marie wird die Farbe rot zugeordnet: rote Lippen, Kleider, Highheels, die im Waldboden stecken bleiben, Telefon, rotes Licht, als sie mit ihrem Gelegenheitssexpartner im Bett liegt. Francis erhält die kühleren Farben grün und blau. Als Nico und Marie nach einem Theaterdate noch in ein Restaurant gehen, wo Francis „zufällig“ auch isst, wechselt das Licht ins Neongrüne und zerstört jegliche romantische Stimmung.

Als anachronistisch beschreibt Francis in einem bösen rivalisierenden Moment den Kleidungsstil von Marie, da diese ein Faible für elegante Vintagemode hat. Gerade dieser Stil in Verbindung mit der Musik von Dalida (Bang Bang) und die Kamerabewegungen, die die weiblichen Kurven Maries einfangen – das sind die richtig starken Momente des Films.

Zum Glück wird der Film nie so verträumt wie beispielsweise DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE. Aber von der Decke regnende Marshmallows, Lippen, die in Zeitlupe eine Brustwarze umschließen, wie sie in HERZENSBRECHER vorkommen – das hat eine verspielte Leichtigkeit und gleichzeitige sehnsüchtige Melancholie inne, die kein Herz kalt lassen.




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Autor:
Filiz Schulz



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