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Game of Death: BD-/ DVD-Kritik

Game of deathRegie: Giorgio Serafini
Darsteller: Wesley Snipes, Gary Daniels, Zoe Bell
USA/2010: Start: 25.3.2011

Ein seltsamer, unruhig, fast überfordert vor sich hin flimmernder Film über Menschen mit Waffen, aber ohne Aufgaben. Grandios besetzt. Gary Daniels, Zoe Bell, Robert Davi, Wesley Snipes, Ernie Hudson. Zwischen allen Stühlen. Aber auch zwischen aufgeregten Jump-Cuts und kreiselnden Helikopter-Zooms feststeckend.

Snipes, immer noch ganz in der ART OF WAR verstrickt. Ein müder Blick in den Rückspiegel, das lustlos, wenn auch konzentrierte Abfeuern von schallgedämpften Handfeuerwaffen in dicke, ungläubig dreinblickende Gangster. Oben auf der Feuertreppe, den Rücken mit dem Sniper-Gewehr freihaltend: Gary Daniels. Ähnlich energisch und beeindruckend charakterstark wie man ihn kürzlich erst unter den EXPENDABLES wüten sah. Auf der Straße, in engem Kunstleder-Trägertop (very VICE SQUAD, aber irgendwie auch very Cynthia Rothrock) Zoe Bell. Die Kamera feiert ihren V-förmigen Rücken, während sie im Vorbeigehen einem Henchman die Kehle aufschlitzt. Teamwork.

Der nächste Auftrag: einen soziopathischen Broker, wie auch den mit ihm zusammenarbeitenden Waffenhändler töten. Die 700 Mio. Dollar der beiden für den Staat einstreichen. Snipes geht dafür erst mal in Afrika undercover. Schleust sich beim Waffenhändler ein. Dem Film reichen dafür zwei schöne Einstellungen: Das Innere eines Privat-Jets, gleißendes Gegenlicht bricht durch die kleinen, wabenförmigen Fenster. Snipes lädt seine Waffe durch. Sein Blick fällt auf das vernarbte Gesicht von Davi, dem Waffenhändler mit den müden Augen. Die Männer sehen sich kurz an, das war’s.

Game of death

Auf der anschließenden Fahrt durch die ausgebeinten Häuserschluchten Detroits passieren dann zwei Dinge gleichzeitig: Daniels und Bell brechen mit dem Staat und starten einen Entführungsversuch, während Davi bleich und schwitzend mit Herzinfarkt in den Fußraum seiner Limousine sinkt.

Nächste Station: Krankenhaus. Hier macht der Film jetzt etwas, das man so noch nie gesehen hat. Das Krankenhaus wird komplett aus der Wirklichkeit entrückt. Die engen, gelb ausgeleuchteten Flure sind verschachtelt und unübersichtlich, voller Türen die sich nicht öffnen lassen. Darin ein Katz- und Mausspiel zwischen Snipes, der mit unbeirrbarer Disziplin an seinem Bodyguard-Job festhält und dem gut ausgerüsteten Killer-Kommando, angeführt von Daniels und Bell, die an den am Herzkatheder hängenden Davi und damit an dessen Geld ran wollen.

Game of death

Wie dieser Film, dieses GAME OF DEATH, das eigentlich ja Abel Ferrara versprochen war, hier immer wieder mit Erwartungen bricht, sich wundervollste Seltsamkeiten erlaubt, wird insbesondere in zwei längeren Sequenz deutlich. Da sehen wir Snipes nach einem im Johnny To-THE MISSION-Stil weggeballerten Treppenhaus-Duell in der Psychiatrie landen. Ein Mädchen mit großen dunklen Augen heftet sich an seine Fersen, sinniert lautstark über ihr wohl nun unmittelbar bevorstehendes erstes Mal mit Snipes, während dieser aus Lüftungsschächten springenden Killern die Arme bricht.

Die zweite großartige Szene folgt dann kurz darauf: Ein surreal in die Länge gezogenes Schalldämpfer-Duell mit Zoe Bell. Über gefühlte 15 Minuten belauern sich die beiden, lassen Panoramascheiben zerbersten und Rollwägen explodieren, während Bell Snipes mit Vorwürfen bombardiert. Großartig.

Game of death

Genauso wie die Angewohnheit von Gary Daniels, ständig jeden zu erschießen, wenn er ein Gespräch für beendet hält. Überhaupt Daniels. Das Rede-Duell mit Psycho-Broker. Das war schon fast SOCIAL NETWORK. Der Mann brennt. Hauptrolle. Jetzt.

Die DVD & Blu-Ray: (Bestellen bei Amazon)
Bild und Ton sind gehobenes Mittelmaß und in Sachen Extras wurden, um es mal euphemistisch zu sagen, der optimalen Präsentation des Films keinerlei Hindernisse in den Weg gelegt.




6 Antworten zu “Game of Death: BD-/ DVD-Kritik”

  1. Julio Sacchi sagt:

    Nanu, ich dachte, man hätte Dir nach dem Schüleraufsatz zu MECHANIC die Tastatur weggenommen?

  2. Sylvio sagt:

    Ui. Jetzt ist das Gütesiegel da. Und schon geholt.

  3. Julio Sacchi sagt:

    GAME OF DEATH ist der am schlechtesten inszenierte Film seit Jahren. Eine derartige Unfähigkeit ist mir echt ewig nicht mehr untergekommen. Eine absolute Unverschämtheit.

  4. Sebastian Selig sagt:

    Vielleicht geh ich da zu wenig drauf ein, aber der Film ist tatsächlich nicht allzu stilsicher inszeniert. Nahezu jede Szene lässt sich auch in Richtung: lass-es-uns-nach-Tony-Scott-aussehen-lassen-das-wirkt-dann-teurer interpretieren und das tut GAME OF DEATH leider alles andere als gut.

    Anderseits ist das hier aber auch, wie oben beschrieben, ein Film voller schöner, kleiner Seltsamkeiten. Einer der immer wieder Phasen hat, die komplett entrückt wirken. Zudem ein Film mit tollen Darstellern. Insbesondere an Bell und Daniels kann man sich wirklich nicht satt sehen.

  5. Martin Beck sagt:

    Ich kriege bei dem Satz „Aber auch zwischen aufgeregten Jump-Cuts und kreiselnden Helikopter-Zooms feststeckend“ so ein bisschen Schluckauf. Zerfrickelte Action, bäh.

    Für mich gehört der Mann ins Kino und nicht in solche besseren Steven Seagal-Klopper.

  6. Das klingt doch erstaunlich gut. Ich muss ja sagen, dass ich bei Wesley Snipes-Videopremieren mittlerweile sofort an schlechtere B-Movies denke, aber Game of Death werde ich dann doch mal eine Chance geben.

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Autor:
Sebastian Selig



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