best business loans SBA Loans Small Business Loans Short Term Loads Big Lines of Creditbusiness loans Long Term Loans Working Capital Equipment Financing Merchant Cash Advances

FFF // Stakeland: Kritik

Regie: Jim Mickle
Darsteller: Danielle Harris, Connor Paolo, Nick Damici u.a.
USA/2010
Starttermin Deutschland: noch nicht bekannt, gesehen im Rahmen des Fantasy Filmfest

Die Apokalypse hat die Welt heimgesucht und Vampire dieselbe überrollt. Gerade als sich die Eltern des jungen Martin in Vampire verwandeln und ihr eigen Fleisch und Blut verspeisen wollen, taucht der mysteriöse „Mister“ auf und rettet Martin. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg gen Norden in der Hoffnung noch einen Landstrich ohne Vampire zu finden. Martin lernt nicht nur vom „Mister“ alles, was man zum Überleben braucht, sondern das es auch noch andere Gefahren gibt, die weitaus gefährlicher sein können als Untote.

Der Film von Regisseur Jim Mickle war schon im Mai Thema bei Reihe Sieben und lief nicht nur im Rahmen des FFF, wo wir ihn noch einmal Revue passieren lassen, sondern liegt in den USA bereits auf DVD vor. Wurde nach Sichtung des Trailers die Erwartungen noch in die Richtung eines düsteren Vampirfilmes wie 30 DAYS OF NIGHT gelenkt, präsentiert sich der finale Film leider mehr als ruhig erzählter Postapokalypsefilm á la THE ROAD mit durchaus blutigen Monstereinschüben.

Nachdem man per Voice-Over durch Martin erfahren hat, dass die Welt nicht mehr das ist, was sie einmal war, krempelt Regisseur Mickle die Ärmel hoch und langt kräftig zu. In einer Rückblende erfährt man vom blutigen Ableben der Eltern Martins und wie der „Mister“ ihn vor den Vampiren rettet, die mehr wie Zombies denn Vampire mit spitzen Eckzähnen aussehen. Welche Intention Mickle mit seinem Film verfolgte, wird in der Folgezeit deutlich. Es sollte kein weiterer Vampirfilm herauskommen, bei dem Blutgematsche im Vordergrund steht, sondern ein Road-Movie mit Vampiren, der schleichend Spannung generiert.

Er zeigt wie die Welt nach der Katastrophe aussehen könnte. Eine Welt, in der sich neue Gruppen bilden. Die einen versuchen in „kleinen“ geschützten Städten ihren trostlosen Alltag weiterzuleben, die andern suchen den Weg nach „New Eden“, ins gelobte, angeblich vampirfreie Land. Doch die dritte Gruppierung ist die grausamste, schlimmer noch als die Vampire selbst: Religiöse Fanatiker, die die Apokalypse vollenden wollen und ganze Landstriche mit Gewalt unterjochen.

Beim Versuch eine Nonne vor den Schergen des Anführers, Jebedia Loven, zu retten, fallen Martin und der „Mister“ diesem in die Hände, können sich aber wieder befreien und den Weg nach New Eden fortsetzen. Auf ihrer Reise dorthin schließen sich ihnen die schwangere Sängerin Belle und der ehemalige Marine Willie an, die beide recht farblos und ohne Tiefe daherkommen. Sie sind einfach da und als sie von den Monstern getötet werden, nimmt man dies ohne Gemütsregung als Randnotiz wahr. Dagegen bekommt die Person des Jebedia zu wenig Spielzeit eingeräumt, denn seine Rolle hätte sicherlich ausbaufähiges Potential gehabt.

Seine Stärken hat STAKELAND eindeutig in den teils äußerst beeindruckenden apokalyptischen Bildern eines leergefegten, trostlosen Amerikas, die von handwerklichem Geschick zeugen. Aber gleichzeitig verlangsamen diese Szenen auch wieder den Fluss des Filmes und es gibt doch einige austauschbare Passagen, die ohne ernsthafte Auswirkung auf die Handlung sind. Die Idee, lebende Zombies aus einem Hubschrauber in eine Gruppe feiernder Menschen abzuwerfen, hat aber etwas Originelles.

Ein finaler blutiger Schlusskampf fehlt natürlich nicht. Der fanatische Jebedia, inzwischen selbst zum Vampir mutiert, der aber trotz der Verwandlung noch klar denken kann, trachtet Martin und dem „Mister“ immer noch nach dem Leben. Dumm nur, dass dieses Finale sehr konstruiert wirkt und für einen Film dieses Genres eindeutig zu kurz ausfällt.

Schauspielerisch bringt Nick Damici als „Mister“ noch die beste Leistung, während Connor Paolo als Martin doch eher blass bleibt. Und man mag es kaum glauben, Kelly McGillis, die einst Tom Cruise den TOP GUN machte, findet sich in der Rolle der Ordensschwester wieder, kann aber auch ihrer Figur kein Leben einhauchen.

Was kann man nun als Fazit zu diesem Film sagen? Ist der Film aufgrund der Erwartungen, die der Trailer geweckt hat, schlecht und bleibt deutlich dahinter zurück. Persönlich hätte ich mir einen etwas düsteren Vampirfilm mit einer strafferen Dramaturgie und Personen, die eine stetige Charakterentwicklung durchlaufen, gewünscht. Wer sich daran aber nicht stört, bekommt ein durchaus interessantes Roadmovie vorgesetzt, das vor allem visuell seine Stärken hat und sich trotz der Kritik angenehm von den übrigen Monsterfilmen abhebt.




3 Antworten zu “FFF // Stakeland: Kritik”

  1. Bartel sagt:

    Aktualisierte Version meiner derzeitigen „SCHNAUZE GESTRICHEN VOLL VON…“ LIste:
    – Die Postapokalypse in düsteren, trostlosen und deprimierenden Bildern filmisch darstellen
    (…warum muss die Postapokalypse denn immer so fies sein…vielleicht trinken in der Postapokalypse alle Menschen Waldmeisterbrause und hoppeln auf ihren Riesenkaninchen in einen regenbogenfarbenen Sonnenuntergang!)
    – Blutsaugerfilme und alles andere was mit Vampiren und deren schlechten Angewohnheiten zu tun hat….was ist denn nur aus dem guten alten Rüdiger geworden? Eine Hure der Werbung!
    – Eine „gereifte“ Voice-Over Stimme die uns bereits in der ersten Filmminute die gesamte Welt erklärt hat und immer alles überdramatisiert wiedergibt (z.B. so unspektakuläre Dinge wie das aktuelle Wetter in der Postapokalypse…)
    – Jede Form von popkulturellen Mischungen der ersten drei Punkte
    – Delfine

  2. noyse sagt:

    oops vergessen:
    Mir hat er gut gefallen eben weil er es eher ruhig angehen lässt. dass Jebedia plötzlich als vampir noch sprechen kann hat mich auch eher verwirrt. wenn man aber die beziehung von J zu den vampiren berücksichtigt kann es u.U. doch sinn machen.

  3. noyse sagt:

    kommt am 30.09. auf dvd als (achtung deutscher titel!!!) „vampire nation“

Hinterlasse eine Antwort

Autor:
Michael Raab



Neueste Kommentare:
"Heul doch. Und: Danke, ist ausgebessert...."
Bei: Noch eine Liste - die besten Filme 2013
""erste Mal in der Filmgeschichte, das ei..."
Bei: Noch eine Liste - die besten Filme 2013
"Der erste war definitiv der coolere… der..."
Bei: The Expendables 3 – der erste Teaser
"Dem kann ich nur eines hinzufügen: Das s..."
Bei: The Expendables 3 – der erste Teaser
"Der erste Teil war jetzt nich so der Ham..."
Bei: The Expendables 3 – der erste Teaser