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FFF // Point Blank: Kritik

Regie: Fred Cavayé
Darsteller: Gilles Lellouche, Roschdy Zem, Gérard Lanvin u.a.
Frankreich 2010; Start: noch nicht bekannt, gesehen im Rahmen des Fantasy Filmfest

Der angehende Krankenpfleger Samuel rettet einen Patienten – mit fatalen Folgen: Seine schwangere Frau Nadia wird entführt und erst freigelassen, wenn Samuel den Patienten Hugo aus dem Krankenhaus schafft und zu einem Treffpunkt bringt. Von nun an beginnt eine spannende Jagd, denn Samuel wird von der Polizei gesucht; Hugo ist ein gesuchter Schwerverbrecher. Die Polizei wiederum stellt sich nicht als freundlicher Helfer heraus, sondern versucht in ihren Reihen einen Korruptionsfall zu vertuschen und Hugo und Samuel, die schon zu viel wissen, zu ermorden.

Der Plot liest sich wie der eines soliden Thrillers, gut genug für einen gemütlichen Fernsehabend. Doch was Cavayé und seine Darsteller dann bieten, übertrifft alle Erwartungen. Nach all den künstlichen Actionfilmen aus Hollywood, prallt der französische Thriller durch seine direkte Darstellung und Authentizität mitten in die Hirnwindungen. Hier wird geschrien, geblutet, ohne pathetischen Ton oder falsch erzwungene Emotionalität geweint .

Samuel (Gilles Lellouche – PUBLIC ENEMY No. 1, KEIN STERBENSWORT) liebt seine Nadia (Elena Anaya – THE SKIN I LIVE IN, VAN HELSING) über alles. Er führt das Leben, das er sich wünscht und wird plötzlich und brutal durch die Entführung daraus herausgerissen. Verzweifelt und unglaublich entschlossen tut er alles, um Nadia zu retten. Und Nadia ihrerseits steht ihrem Mann in nichts nach: Wild kämpft sie gegen eine korrupte und gewissenlose Polizistin, die sie aus einem Fenster stürzen will. Hier folgt der härteste „Bitchfight“, den ich schon lange nicht mehr so explizit und auf völlige Destruktion ausgelegt, gesehen habe. In allen brutalen Szenen ist die starke Bindung, die die beiden haben, der Motor ihres Handelns, gegenwärtig. Ein bisschen Kitsch am Ende verzeiht man so leicht.

Der Film spielt wunderbar mit den üblichen Dichotomien gut und böse. Hugo (Roschdy Zem – INDIGÈNES, LIVE AND BECOME) wird als der gefährliche Schwerverbrecher eingeführt, die Polizei als die verlässliche Komponente im Einsatz der Gerechtigkeit. Doch bei einem Einsatz in Hugos Wohnung wird dieses Konzept gewaltsam gesprengt. Der rivalisierende Kommissar Werner (Gérard Lanvin – PUBLIC ENEMY No. 1) erschießt vor den Augen der entsetzen Samuel und Hugo seine Kollegin Fabre (Mireille Perrier – BOY MEETS GIRL). Wem kann man noch trauen? Was ist hier los?

War Hugo bislang Samuels „Gefangener“ und Druckmittel, um seine Frau zurückzubekommen, wandelt sich das Spiel mit einem Blick von Hugo. Um den Polizisten zu entkommen, erkämpfen sich die beiden den Weg nach draußen – zusammen und doch allein. Nach einer atemberaubenden Flucht durch eine U-Bahn-Haltestelle sieht man Samuel die Strapazen an: er keucht und kotzt schließlich, von der Reinheit und Makellosigkeit der Hollywood-Helden ist nichts zu spüren.

Spannend ist auch die Wahrnehmung der „Marke“ Polizist: Immer wieder wird die rote Polizeiarmbinde verwendet, um die Rolle des rechtschaffenden Gesetzesvertreters einzunehmen. Nicht zuletzt von Hugo, der sie sich überstreift, um in das Polizeirevier zu gelangen. Samuel muss dabei seinen Gefangenen spielen: „Du siehst zu nett aus für einen Polizisten“. So „maskiert“ stolzieren die beiden unbedarft in das Revier. Hier kommt ihnen das Chaos, das im Revier herrscht zugute: Auf Hugos Zeichen hin brennen Autos, Läden werden in den Straßen von Paris zertrümmert (bekannte Bilder aus den Pariser Vororten) und entsprechend viele Häftlinge und Beschuldigte warten auf dem Revier auf ihre Aussage. Das richtig spannende Finale spielt komplett in den engen Gängen und Räumen des Reviers und man krallt sich in die Lehnen, da weiterhin die Gut-Böse-Mechanismen aus den Fugen sind und keiner weiß, wem man trauen kann.

POINT BLANK besticht neben der anhaltenden Suspense durch die permanente Authentizität, durch seine detaillierte Wahrnehmung des echten Lebens, das manchmal richtig zuschlägt.



Eine Antwort zu “FFF // Point Blank: Kritik”

  1. Sylvio sagt:

    Wow. Hört sich ausgesprochen klasse an und der Trailer gefällt mir auch sehr gut. Werde den Film im Auge behalten und bei Gelegnheit schauen.

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Autor:
Filiz Schulz



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