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FFF // Hesher: Kritik

Regie: Spencer Susser
Darsteller: Joseph Gordon-Levitt, Devin Brochu, Natalie Portman u.a.
USA 2010; Deutschland-Start: noch nicht bekannt

TJs Mutter ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Sein Vater und er trauern und wohnen im Haus von TJs Großmutter; der Vater vegetiert vor sich hin und betäubt den Schmerz mit Pillen. Als TJ in der Gegend herumstromert, trifft er auf den verwahrlosten Hesher, der sich ungefragt bei der Familie einnistet und das Familienleben auf den Kopf stellt.

TJ (Devin Brochu – IM TAL VON ELAH, RUBBER) ist ein Loser. Ein Mitschüler drangsaliert ihn regelmäßig, er fällt ständig von seinem heiß geliebten Fahrrad und Nicole (Natalie Portman – LEON: DER PROFI, BLACK SWAN, V WIE VENDETTA), die Frau, in die er sich verguckt hat, ist mindestens doppelt so alt wie er.

Die Trostlosigkeit des Films sammelt sich geballt in seinem „Zuhause“: Das Haus seiner Großmutter ist vollgestopft, unordentlich, dunkel. Der ungewaschene Vater verbringt den Tag von seinen Pillen zugedröhnt auf der Couch. TJ hat niemanden, der sich mit ihm auseinandersetzt, der ihm in seiner Trauer hilft. Er klammert sich an eine fixe Idee: Das Unfallauto, das auf dem Schrottplatz landet, darf auf keinen Fall die Familie verlassen.

Hesher (Joseph Gordon-Levitt – INCEPTION, (500) DAYS OF SUMMER) ist zwar auch ein Loser, aber er nimmt sich, was er will. Bricht in fremde Gärten ein, demoliert Autos, Möbel und setzt gerne mal etwas in Brand. Abgefuckt und verwahrlost schert er sich um keine Konventionen, was schon an seinem geraden, fast stolzierenden Gang abzulesen ist. Seine home-made-Tattoos schreien heraus, was er von der Welt hält. Seine Grundbedürfnisse Sex und Essen lebt er hemmungslos aus. Am Essenstisch ist er der einzige, der alles in sich hineinschlingt, der Familie ist vor Traurigkeit noch die Kehle zugeschnürt.

Hier könnte der Film abdriften in die unappetitliche Rüpelecke, angereichert mit viel Sex und Fäkalsprache. Aber das leise Grundthema des Films bleibt durchweg erhalten: Wie geht man mit einem so essentiellen Verlust um, wie macht man weiter?

Denn der Schmerz ist allgegenwärtig. Als TJ mit ansehen muss, wie das Wrack des Unfallwagens auseinandergenommen wird, wie der Motor herausgerissen wird, fühlt man TJs Schmerz, sein Herz wird mit herausgerissen.

Sein Leben ist ein Trümmerhaufen, wie der Schrottplatz, der ihn umgibt – alles ist kaputt, zerstört, voller Kratzer, Schrammen und Narben. Und der Verlust hat kein Ende: auch seine Großmutter stirbt. Nichts ist sicher in TJs Welt, alles kann von einem Moment auf den anderen aus den Fugen geraten.

Ausgerechnet Hesher zeigt dem Jungen und auch dem Vater den Weg zurück ins Leben. Seine Rede auf der Beerdigung der Großmutter ist grandios und er lehrt TJ eindrucksvoll und rührend morbide, jede Chance zu nutzen. „Life is like walking in the rain“ meinte TJs Großmutter, man kann entweder Schutz vor dem Regen suchen und sich verstecken – oder einfach nass werden.

Versteckt hinter einer humorvollen und einfach abgefuckten, trostlosen Fassade erzählt der Film in schönen Metaphern und wenigen Sätzen von der schwierigsten und gleichzeitig wohl einfachsten Sache im Leben: schätzen lernen, was man hat.




Eine Antwort zu “FFF // Hesher: Kritik”

  1. Bartel sagt:

    I heart the Hesher!

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Autor:
Filiz Schulz



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