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FFF // Don’t Be Afraid of the Dark: Kritik

Regie: Troy Nixey
Darsteller: Bailee Madison, Katie Holmes, Guy Pearce u.a.
USA 2010
Kinostart Deutschland: bislang unbekannt, Premiere im Rahmen des Fantasy Filmfest

Ein wunderschöner Gruselfilm wie damals. Nur die CGI-Monster verfehlen ihre Wirkung.

Ich erinnere mich noch genau, als ich im Alter von etwa elf Jahren erstmals heimlich POLTERGEIST im Fernsehen schaute und anschließend kaum mehr in der Lage war, ohne Licht einzuschlafen. Existenzieller Schauer war das – ein Gefühl, das Guillermo del Toro wohl auch beschlich, als er den 1973er TV-Grusler DON’T BE AFRAID OF THE DARK in seiner Kindheit sah, der später ein essenzieller Baustein für del Toros Liebe zu Thrill, Fantasie und Gothic-Horror werden sollte. Zwar war del Toro „nur“ als Produzent und Drehbuchautor des Remakes von DON’T BE AFRAID OF THE DARK tätig, doch trägt der Film von Spielfilmdebütant Troy Nixey durchgehend die Handschrift des Mexikaners.

Ein wunderbar Hammer-esker Einstieg, der auch aus der Feder von Lovecraft, Poe oder Hawthorne stammen könnte, liefert mit viel Liebe zum klassischen Gothic-Horror den Auftakt zu DON’T BE AFRAID OF THE DARK. Der Landschaftsmaler Blackwood – gegen Ende seines Lebens fast nur noch im dunklen Keller seines Herrenhauses dahinvegetierend – wird von einer dunklen Macht unter seinem Anwesen in den Wahnsinn getrieben und schließlich in den Abgrund gesaugt. Und man ahnt, dass diese Vergangenheit des „Haunted House“ dem Architekten Alex und seiner Freundin, der Inneneinrichterin Kim, sowie Alex‘ Tochter Sally noch schwer zu schaffen machen wird, als die Patchwork-Familie in der Gegenwart des 21. Jahrhunderts mit den Renovierungsarbeiten des historischen Hauses beginnt.

THE SHINING, POLTERGEIST, BURNT OFFERINGS, aber auch PANS LABYRINTH, stehen Pate für das, was in der Folge passiert.

Sally, die sich mit der neuen Lebensgefährtin ihres Vaters nicht so richtig anfreunden mag, flüchtet sich in die dunklen Ecken und den verwunschenen, SLEEPY-HOLLOW-haften Garten des Hauses, zieht sich zurück und ist in ihrer kindlichen Einsamkeit anfällig für die leise zischenden Stimmen aus den Luftschächten des Hauses, die ihr Liebe vorgaukeln und sie zum Spielen auffordern. Doch die „Little Things“, die zunächst Hoffnung auf Waldgeister à la RONJA RÄUBERTOCHTER oder knuffige E.T.-Wesen wecken, entpuppen sich schnell als mörderische Wesen, die sich in den Abgründen der Hölle von Zähnen und Knochen ernähren.

Wunderbar minimalistischer Horror, begleitet von tollen Bildern, bildet die Essenz der ersten beiden Drittel von DON’T BE AFRAID OF THE DARK, der ohne den letzten Akt ein absolutes Meisterwerk geworden wäre. Doch dann geht leider der CGI-Wahn mit den Machern durch. Die zuvor noch in dunklen Ecken herumhuschenden Quälgeister des Hauses, die nur durch einzelne leuchtende Augenpaare angedeutet werden, rücken ins Zentrum des visuellen Geschehens und zerstören damit viel vom schattenhaften Kindheitsgrusel. Nicht, dass die „Little Things“ schlecht gemacht wären – das nicht. Nur: der eher traditionell angelegte Horror von DON’T BE AFRAID OF THE DARK lebt eben eigentlich von der Andeutung und eigenen Fantasie, die man dem Zuschauer dann wohl doch nicht ganz allein überlassen wollte.

Deshalb ein Stern Abzug für einen Film, der ansonsten voll zu überzeugen weiß. Ein Gruselfilm wie damals.




3 Antworten zu “FFF // Don’t Be Afraid of the Dark: Kritik”

  1. Andreas sagt:

    Äh, dies ist ein Gruselfilm ohne Grusel. Zumal die beste Szene des Films im Trailer bereits vorhanden ist. Ganz lahmes Remake.

  2. Sylvio sagt:

    Ich gucke sowas nicht. Mit oder ohne Socken. Da habe ich Schiss.

  3. Bartel sagt:

    Bei der trailer-gespoilerten „Ich-erschrecke-unter-meiner-Decke!“ Szene durchströmte mich jedenfalls ur-echte Childhood-Nostalgie…Brrrrrr….und immer schön die Socken anlassen!

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Autor:
Björn Eichstädt



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