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Faster: Kritik

FasterRegie: George Tillman Jr.
Darsteller: Dwayne Johnson, Tom Berenger, Billy Bob Thornton
USA/2010

Der Tag, an dem Dwayne Johnson die Ringseile hinter sich ließ und gen Hollywood zog, war für Actionjünger ein festlicher. Endlich sei er gefunden, der neue Arnold Schwarzenegger, jubilierten sie. Als sich die steirische Eiche und der Ex-Wrestler in der Anfangssequenz von WELCOME TO THE JUNGLE gegenseitig abschlugen, hätte das dann auch kaum symbolträchtiger sein können. Und dann? Kamen DIE JAGD ZUM MAGISCHEN BERG. Oder DADDY OHNE PLAN. Und DIE ZAHNFEE. Sogar einen Gastauftritt in HANNAH MONTANA gönnte sich der samoanische Riese.

Ab 2011 aber soll alles anders werden. Primär dürfte es daran liegen, dass sich Herr Johnson die Einspielergebnisse seiner letzten Filme mal genauer durchgelesen hat, vielleicht ist aber auch einfach sein Agent verschieden. Anyway – Herr Rock macht künftig also wieder auf hart und legt wie zum Beweis mit FASTER einen ultraharten Reißer vor, der nicht gekommen ist, um irgendwelche Gefangenen zu machen. Hier fließt echter Männerschweiß, geblutet wird in Großaufnahme, gestorben in Slow Motion.

Worum es geht, ist eigentlich gar nicht von Belang: Dwayne Johnson spielt einen Mann, den selbst das Presseheft nur mit „Fahrer“ betitelt und der während des gesamten Film im Höchstfall 20 Sätze spricht. Im Höchstfall. Ansonsten rennt er wie eine angestochene Wildsau hyperventilierend durch die Szenerie, presst sich ab und an einen markigen Spruch aus den Lippen und zieht dabei ein Gesicht, als wäre ihm morgens am Postschalter jemand auf den kleinen Zeh getrampelt.

Gleich in der ersten Szene des Films poltert der sperrige Hüne (wo bekommt man so ein Kreuz her?) aus dem Gefängnis, starrt mit einem Blick in den Sonnenaufgang, der selbst Steine sofort töten würde und rennt los. Ja, er rennt. Da wird nicht auf den nächsten Bus gewartet. Oder vielleicht spazieren gegangen. Der „Fahrer“, er joggt einfach zig Kilometer in seine Heimatstadt. So einfach geht Männerkino.

Faster

Das ist in Zeiten von menschelnden Helden wie Bond oder Bourne natürlich ein klarer Schritt zurück in die filmische Action-Steinzeit, passt in diesem Fall aber -pardon– wie die Faust aufs Auge. FASTER ist ein Selbstjustiz-Monster, das wie ein führerloser Laster gen Tankstelle rast und den Zuschauer unterwegs einfach mitschleift. Passend dazu donnert eine Soundkulisse vom Stapel, die das brachiale Treiben druckvoll unterstützt – jeder Motorenheuler, jeder Schlag, alles landet hier direkt in der Magengrube. Insofern ist Johnsons Minimal-Mimik tatsächlich treffend gewählt, zumal der gute Mann (spielen kann er ja – siehe GET SMART) selbst dabei äußerst glaubwürdig wirkt. Der hat verdammt nochmal Wut im Bauch, jawoll.

Und doch fühlen sich Regisseur George Tillman Jr. und seine Drehbuchautoren dazu genötigt, ihre ansonsten makellosen Krawallmomente mit einer Handlung zu unterminieren. Wäre ja alles halb so wild, wenn die nur nicht so unfassbar doof und aufgesetzt wäre. Das ist klischeetriefend, sogar ein paar Tränenzieher sind eingebaut. Und was der völlig unnötige Einschieber um ein verliebtes Killerpärchen im Film zu suchen hat, weiß man auch nach dem arg vorhersehbaren Ende nicht. Mensch Dwayne, das muss doch besser gehen…



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Eine Antwort zu “Faster: Kritik”

  1. Sylvio sagt:

    Vollste Zustimmung! Ein Hammer von einem Film. Die Drogennummer fand ich auch doof, aber ansonsten geht der ab wie Schmidts Katze. Vom Feinsten. Vom Allerfeinsten!

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Autor:
David Hain



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